Diplomarbeit, 2010
141 Seiten, Note: A
Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit der Frage, ob die Handyortung für die Vermisstensuche im alpinen Gelände geeignet ist. Dabei werden die technischen Möglichkeiten, rechtlichen Rahmenbedingungen, sowie die Integration in bestehende Rettungssysteme in Österreich, Deutschland und den USA untersucht.
Die Arbeit beginnt mit einer detaillierten Betrachtung der Mobilfunktechnik und der Sucheinsätze in Österreich. Dabei werden Statistiken über die Verbreitung der Mobilfunktechnik und die Anzahl der Sucheinsätze ausgewertet, sowie die Aufgaben und Strukturen der Alpinpolizei dargestellt.
Im zweiten Kapitel wird der Aufbau eines Mobilfunknetzes erläutert. Es werden die verschiedenen Komponenten des Netzes, wie die Basisstationen, die Funkzellen und die Mobilitätsverwaltung, beschrieben.
Das dritte Kapitel befasst sich mit den verschiedenen Ortungs- und Positionsbestimmungsverfahren, die für die Handyortung verwendet werden. Es werden die Funktionsweise und die Genauigkeit der verschiedenen Verfahren, wie zum Beispiel Zellen-ID, Timing Advance und Assisted GPS, dargestellt.
Kapitel vier beleuchtet das amerikanische E-911-System, das die Ortung von Notrufen ermöglicht. Es werden die einzelnen Phasen der Entwicklung und die aktuellen Herausforderungen bei der Umsetzung dargestellt.
In Kapitel fünf wird das europäische Enhanced-112-System vorgestellt, das ebenfalls die Ortung von Notrufen ermöglicht. Es werden die Ziele, die technischen Anforderungen und die Kosten des Systems erläutert.
Kapitel sechs untersucht die Ortungsmöglichkeiten der integrierten Landesleitstelle Tirol. Es werden die Aufgaben der Leitstelle, die Abfrageprozesse und die Genauigkeit der Standortdaten dargestellt.
Das siebte Kapitel befasst sich mit dem deutschen System der Björn Steiger Stiftung und dem Life Service 112. Es werden die Funktionsweise des Systems und die Akzeptanz in der Bevölkerung beschrieben.
Die wichtigsten Schlüsselwörter der Arbeit sind Handyortung, Vermisstensuche, alpines Gelände, Rettungssysteme, Mobilfunktechnik, Datensicherheit, Datenschutz, E-911, Enhanced 112, Björn Steiger Stiftung, Life Service 112. Diese Begriffe spiegeln die zentralen Themen und Forschungsschwerpunkte der Diplomarbeit wider.
Ja, sie hat das Potenzial, die Rettungskette entscheidend zu verkürzen, allerdings gibt es technische Grenzen bei der Genauigkeit und Probleme bei der Netzabdeckung im Hochgebirge.
Die Zellen-ID bestimmt den Standort nur grob anhand der Funkzelle. Assisted GPS (A-GPS) nutzt Satellitendaten und ist wesentlich präziser, benötigt aber ein GPS-fähiges Endgerät und Empfang.
Die Ortung greift in die Privatsphäre ein. In Österreich regelt das TKG (§ 98), unter welchen Bedingungen (Gefahr für Leib und Leben) Standortdaten an Rettungsorganisationen übermittelt werden dürfen.
E-911 (USA) und E-112 (Europa) sind Standards für verbesserte Notrufsysteme, die automatisch den Standort des Anrufers an die Leitstelle übermitteln sollen.
In Deutschland hat die Stiftung maßgeblich zur Entwicklung von Systemen zur Notrufortung beigetragen, die als Vorbild für andere Länder dienen können.
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