Diplomarbeit, 2010
141 Seiten, Note: A
1 Statistik zur Mobilfunktechnik und Sucheinsätzen in Österreich
1.1 Verbreitung der Mobilfunktechnik in Österreich
1.1.1 Mobile Notruf Statistik 2008
1.1.2 Gesamtüberblick der Mobilfunk-Notrufe 2008
1.2 Unfallstatistik Kuratorium für Alpine Sicherheit und Alpinpolizei 2008
1.2.1 Erläuterungen und Begriffserklärungen
1.2.2 Sucheinsätze in Österreich
1.3 Datenerhebung durch die Alpinpolizei
1.3.1 Aufgaben der Alpinpolizei
1.3.2 Struktur der AEG
1.3.3 Mannschaftsstärke und Ausrüstung der AEG
1.3.4 Zusammenarbeit mit der Fernmelde-Behörde
1.3.5 Definition Sucheinsatz
2 Aufbau eines Mobilfunknetzes
2.1 Einleitung
2.2 Leitungsvermittelnde Datenübertragung
2.3 Zellulärer Aufbau und BTS
2.3.1 Funkzellen Größe
2.3.2 Funkzellendichte
2.4 Base Station Controller (BSC)
2.5 Mobile Switching Center (MSC)
2.6 Mobilitäts Management
2.6.1 Teilnehmer Datenbank (HLR), Besucher Datenbank (VLR) und Equipment Identity Register (EIR)
2.6.2 IMSI Identifikationsnummer
2.6.3 Telefonnummer oder MSISDN
2.6.4 Location Update
2.6.5 Location Areas (LA)
2.7 Zusammenfassung
3 Fortgeschrittene Ortungs- und Positionsbestimmungsverfahren
3.1 Begriffserklärungen
3.1.1 Unterschied von Ortung, Positionsbestimmung und Peilung
3.1.2 Präzision, Richtigkeit und Genauigkeit
3.1.3 Ausbeute und Konsistenz
3.2 Zellen-ID und Timing Advance (TA)
3.2.1 TA-Wert Auflösung
3.2.2 Sektorisierte Antennen
3.3 E-OTD - Enhanced Observed Time Difference
3.4 U-TDoA - Uplink Time Difference of Arrival
3.5 Angulationsverfahren
3.6 Assisted GPS (A-GPS)
3.6.1 Voraussetzungen für A-GPS
3.6.2 Funktionsweise von A-GPS
3.7 Zusammenfassung
3.7.1 Hybridtechniken
4 E-911 ein Blick in die USA
4.1 Einleitung
4.2 E-911 Wireless Phase 1
4.3 E-911 Wireless Phase 2
4.4 Probleme bei der Umsetzung
4.5 Aktueller Stand der Verfügbarkeit von E-911
5 Enhanced -112 Europas Antwort auf E-911
5.1 Der Euronotruf 112
5.2 Enhanced 112 (E-112)
5.3 Erhebung von CGALIES
5.4 Kosten der Ortungstechnologien
5.5 Redundanz Anrufe
5.6 Interoperabilität
5.7 Quality of Service (QoS)
5.8 Ziele der verbesserten Ortung
5.9 Die Genauigkeitsanforderungen an die Netze
5.10 Enhanced Emergency Services in Asien
6 Ortung am Beispiel der integrierten Landesleitstelle Tirol
6.1 Preamble
6.2 Aufgaben und Geschichte der Leitstelle
6.2.1 Einsatzkoordination
6.2.2 Standardisierte Notrufabfrage nach US- Modell
6.2.3 Tunnelüberwachung
6.2.4 Koordination Krankentransporte
6.3 Ortung in der Leitstelle, warum?
6.3.1 Gefahr für Leib und Leben
6.4 Stammdaten oder Standortdaten
6.5 Rufnummernunterdrückung (CLIR)
6.6 Abfrageprozesse der Stamm- und Standortdaten
6.7 Reaktionszeiten
6.8 Genauigkeiten der Standortdaten und deren Interpretation
6.9 Einschränkungen
6.9.1 Sprechfähigkeit des Notrufabsetztenden
6.9.2 Erfahrung des Calltakers
6.9.3 Ortung ausländischer Telefone
6.9.4 Ortung österreichischer Handys im Ausland
6.9.5 Ortung SIM-Kartenloser Mobilfunktelefone
6.9.6 Notruf über fremden Provider
6.10 Arbeitsgemeinschaft zur Handyortung im Notfall
6.10.1 Gemeinsame Schnittstelle gemäß § 98 TKG
6.10.2 Phase 1
6.10.3 Phase 2
6.10.4 Anfrage Maske
6.11 Zusammenfassung
7 Das deutsche System – in Österreich umzusetzen?
7.1 Preamble
7.2 Björn - Steiger - Stiftung und Life Service 112
7.2.1 Geschichte der Björn - Steiger - Stiftung
7.2.2 Notrufortung über die Björn - Steiger - Stiftung - Service - GmbH
7.2.3 Akzeptanz und Kosten bis 2007
7.2.4 Keine Notrufe über SIM-kartenlose Endgeräte
7.3 Allianz Ortungsservices GmbH
7.3.1 Life Service 112
7.3.2 Voraussetzungen zur Nutzung für PSAP´s
7.3.3 Schnittstellen Life Service 112
7.4 Schnittstellenfunktionen und Layout von Life Service 112
7.4.1 Authentifizierung des PSAP in der Schnittstelle
7.4.2 Eingabe Maske
7.4.3 Anzeige der Positionsdaten
7.4.4 Verwaltung von Benutzer-/ Leitstellendaten
7.4.5 Verwaltung von Authentifizierungstoken
7.4.6 Datenschutz und Kontrollmöglichkeiten
7.5 Rechtliche Aspekte von Life Service 112
7.6 Erweiterungen von Life Service 112
7.6.1 Life Sensor Notfallakte
7.6.2 eCall
7.6.3 A-GPS Ortung – AvD Help
7.7 Zusammenfassung
8 Peilung eines Mobiltelefons
8.1 Preamble
8.1.1 Begriffsdefinition: Was ist Funkpeilung?
8.2 Grundlagen
8.3 Methodik der Peilung
8.4 Technische Voraussetzungen für eine erfolgreiche Peilung
8.4.1 Senderseitig (Gesuchter)
8.4.2 Empfängerseitig (Suchender)
8.5 Rechtliche Einschränkungen
8.6 Logistische Einschränkungen
8.7 Alarmierung
8.8 Einsatztaktischer Ablauf
8.9 Schnittstellen Problematik
8.10 Zusammenfassung
9 Andere Technische Einrichtungen zur Lokalisation von Vermissten
9.1 IMSI Catcher
9.2 RECCO Lawinen-Rettungssystem
9.3 Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS)
9.3.1 Analoge und digitale LVS
9.3.2 Ein, Zwei oder Drei-Antennen-Technik
9.3.3 LVS mit GPS
9.3.4 Handy die Alternative zum LVS?
9.4 Infrarot Suche mittels FLIR (Forward Looking InfraRed)
10 Rechtliche Aspekte der Handyortung und Datenschutz
10.1 Einleitung
10.2 Was versteht man unter Location Based Services
10.2.1 Unterscheidung von LBS
10.3 Verkehrs und Standortdaten
10.4 Datenschutz auf EU-Ebene
10.5 Umsetzung in Österreich
10.6 Resümee
Die Diplomarbeit untersucht die Eignung der Mobiltelefonortung zur Unterstützung der Suche nach Vermissten im alpinen Gelände, analysiert bestehende technologische Möglichkeiten sowie deren Integration in Rettungsketten und beleuchtet die rechtlichen sowie datenschutzrechtlichen Rahmenbedingungen in Österreich im Vergleich zu internationalen Standards (USA, Deutschland).
3.6.2 Funktionsweise von A-GPS
Wenn die Zellen ID bekannt ist, kann die grob ermittelte Position verwendet werden, um die in Frage kommenden Satelliten Signale schon einmal einzugrenzen und damit die Verarbeitung der Messung zu beschleunigen (Beschleunigte TTFF). Die Referenz Stationen empfangen die Signale aller sichtbaren Satelliten für den Bereich in dem wir uns befinden. Sie generieren daraus die Hilfs- und Satellitenerfassungsdaten, und berechnen ebenfalls die D-GPS Korrektur Daten. Diese werden proaktiv an den SMLC (Serving Mobile Location Data) geschickt. Bekommt dieser nun eine Location Request, erhält das Endgerät vom SMLC den Auftrag seine Position zu bestimmen. Dabei bekommt es die Hilfs- und die Erfassungsdaten, um die Pseudorange Messung in Frage kommender Satelliten zu bestimmen und ermittelt daraus eine Entfernungseinschätzung. Bei der Terminalbasierten Variante errechnet dann das Telefon daraus seine exakte Position und schickt diese an die SMLC. Im Netzwerkbasierten Modus werden die Pseudorangedaten vom Telefon an das Netzwerk geschickt, welches die Berechnung vornimmt und die genaue Position (Position Fix) wiederum an das Telefon schickt.
1 Statistik zur Mobilfunktechnik und Sucheinsätzen in Österreich: Analyse der Mobilfunkverbreitung und statistische Auswertung der Suchaktionen im alpinen Raum, inklusive der Rolle der Alpinpolizei.
2 Aufbau eines Mobilfunknetzes: Technische Grundlagen der zellularen Netzarchitektur, die für das Verständnis der Ortungsmöglichkeiten unerlässlich sind.
3 Fortgeschrittene Ortungs- und Positionsbestimmungsverfahren: Detaillierte Betrachtung technischer Verfahren wie Zellen-ID, Timing Advance, E-OTD und A-GPS zur Lokalisierung von Endgeräten.
4 E-911 ein Blick in die USA: Darstellung des US-amerikanischen Modells zur Notruf-Ortung und dessen regulatorischer Phasen.
5 Enhanced -112 Europas Antwort auf E-911: Erläuterung der europäischen Strategie zur Notruf-Ortung im Rahmen von E-112.
6 Ortung am Beispiel der integrierten Landesleitstelle Tirol: Analyse der praktischen Anwendung von Handyortungsprozessen in einer österreichischen Leitstelle.
7 Das deutsche System – in Österreich umzusetzen?: Untersuchung des deutschen Life Service 112 und dessen Übertragbarkeit auf österreichische Verhältnisse.
8 Peilung eines Mobiltelefons: Methodik und Herausforderungen der aktiven Funkpeilung durch Behörden in Suchfällen.
9 Andere Technische Einrichtungen zur Lokalisation von Vermissten: Überblick über weitere Suchsysteme wie LVS, RECCO und Infrarotkameras (FLIR).
10 Rechtliche Aspekte der Handyortung und Datenschutz: Zusammenfassung der datenschutzrechtlichen Grundlagen und der spezifischen Situation in Österreich nach dem Telekommunikationsgesetz.
Handyortung, Mobilfunknetz, Alpinpolizei, Sucheinsatz, E-911, E-112, Landesleitstelle Tirol, A-GPS, Funkpeilung, Datenschutz, Notruf, Rettungskette, Vermisstensuche, Location Based Services, Mobilfunkbetreiber.
Die Arbeit analysiert die technische Eignung und operative Integration der Handyortung für die Suche nach vermissten Personen im österreichischen alpinen Gelände.
Die Schwerpunkte liegen auf Mobilfunktechnik, internationalen Notrufsystemen, der Einsatzpraxis in Leitstellen sowie der Analyse rechtlicher Rahmenbedingungen.
Das Ziel ist zu klären, wie moderne Ortungstechnologien genutzt werden können, um Vermisstensuchen effizienter zu gestalten und die Einsatzzeiten im alpinen Umfeld zu verkürzen.
Der Autor stützt sich auf eine Analyse von Fachliteratur sowie auf zahlreiche Experteninterviews mit Vertretern der Leitstelle Tirol, der Fernmeldebehörde und Mobilfunkbetreibern.
Der Hauptteil gliedert sich in technische Grundlagen der Mobilfunknetze, Ortungsverfahren, einen internationalen Vergleich (USA, Europa, Deutschland) sowie die praktische Untersuchung von Abfrageprozessen in Tirol.
Handyortung, Alpinrettung, Notruf, Standortdaten, Mobilfunkinfrastruktur, Datenschutz und Einsatzkoordination.
Eine Ortung im Augenblick nicht möglich, da Anfragen an alle österreichischen Mobilfunkbetreiber den Rettungseinsatz zeitlich zu stark verzögern würden.
Aufgrund begrenzter technischer Infrastruktur, weniger spezialisierter Einsatzkräfte sowie hoher logistischer und zeitlicher Hürden ist sie kein flächendeckendes, schnelles Verfahren.
Die Größe der Funkzellen im ländlichen Bereich macht reine Zellen-ID-Ortungen für eine punktgenaue Suche oft zu ungenau, was ergänzende Methoden oder operative Maßnahmen erfordert.
Der Autor stellt fest, dass die Sinnhaftigkeit der Ortung zur Lebensrettung allgemein anerkannt ist, jedoch eine Kommerzialisierung von Standortdaten bei Datenschützern kritisch gesehen wird.
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