Examensarbeit, 2009
89 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Teil I: Theoretische Grundlegung
2.1 I.1 Intertextualität und Intertextualitätstheorien
2.1.1 I.1.1. Dialogizität und Karnevalisierung der Literatur
2.1.2 I.1.2 Intertextualität als Vorstellung eines universalen Intertextes
2.1.3 I.1.3 Intertextualität als spezifische Eigenschaft von Texten und Textsorten
2.2 I.2. Formen von Intertextualität
2.2.1 I.2.1. Transtextualität und intertextuelle Beziehungen nach Genette
2.2.2 I.2.2 Einzeltext- und Systemreferenz
2.2.3 I.2.3 Die hypertextuellen Verfahren Transformation und Nachahmung
2.2.4 I.2.4 Transpositionen
2.2.5 I.2.5 Paratextualität
2.3 I.3. Kriterien zur Ermittlung intertextueller Spuren
2.3.1 I.3.1 Die Integration und Kennzeichnung von Fremdtextteilen
2.3.2 I.3.2 Markierung im äußeren oder inneren Kommunikationssystem
2.3.3 I.3.3 Formen intertextueller Markierung
2.4 I.4 Funktionale Aspekte
2.4.1 I.4.1 Intertextualität als literarisches Verfahren zur Wirklichkeitsmodellierung
2.4.2 I.4.3 Funktionen markierter Intertextualität
2.5 I.5 Fazit und Vorgehensweise im II. Teil
3. Teil II: Intertextualität in El mundo alucinante von Reinaldo Arenas
3.1 II.1.1 Der manifeste Text und seine impliziten Texte
3.2 II.1.2 El mundo alucinante - der Hypertext
3.3 II.1.3 Der Hypotext- die Memorias
3.4 II.1.4 Kommunikativität, Referentialität, Selektivität und Markierung
3.5 II. 1.5 Strukturalität
3.6 II.1.6 Autoreflexivität
3.7 II.1.7. Die hypertextuellen Verfahren
3.8 II.1.8 Hypertextualität, Dialogizität und Karnevalisierung
3.9 II.1.9 Dialogizität
3.10 II. 2. Das Verhältnis von EMA zu El siglo de las luces
3.10.1 II.2.1 Der Hypotext
3.10.2 II.2.2 Art der Markierung, Referentialität, Kommunikativität und Autoreflexivität
3.10.3 II.2.3 Strukturalität, Selektivität
3.10.4 II.2.4 Dialogizität
3.11 II.3. Das Verhältnis von EMA zu Orlando
3.11.1 II.3.1 Der Hypotext
3.11.2 II.3.2 Markierung, Referentialität, Kommunikativität, Autoreflexivität
3.11.3 II.3.3 Strukturalität, Selektivität und Dialogizität
3.12 II.4 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die vielfältigen Formen der Intertextualität im Roman "El mundo alucinante" des kubanischen Autors Reinaldo Arenas. Ziel ist es, durch die Analyse ausgewählter Referenztexte – die "Memorias" von Fray Servando Teresa de Mier, "El siglo de las luces" von Alejo Carpentier und "Orlando" von Virginia Woolf – aufzuzeigen, wie Arenas intertextuelle Verfahren zur Wirklichkeitsmodellierung, Diskurskritik und narrativen Neukonstruktion einsetzt.
II.1.2 Über den Roman El mundo alucinante - der Hypertext
Der Roman hat verschiedene Erzählinstanzen, die die erzählten Ereignisse zum Teil widerrufen oder in unterschiedlichen Versionen darstellen. Daher lässt sich die Abfolge der Ereignisse nicht definitiv festlegen. Dennoch wird im Folgenden versucht, den Handlungsstrang überblicksartig darzustellen. Dreifach, in drei Kapiteln lassen drei Erzählinstanzen die Diegese in Monterrey, dem Geburtsort des Protagonisten Fray Servando, beginnen. Die Handlung setzt mit der Kindheit Fray Servandos ein, der vor den Nachstellungen seiner Schwestern, seiner Mutter und seines Lehrer in ein Kloster nach Mexiko-Stadt flüchtet, wo die Scheiterhaufen der Inquisition brennen. Seine Festerede zur Ehren der Jungfrau von Guadelupe hat die Verbannung nach Spanien zur Folge. Nach einer abenteuerlichen Reise, in Spanien angekommen, wird er in eine Zelle mit vielen Ratten gesperrt. In der Einsamkeit seines Kerkers verwischen die Grenzen zwischen Realität und Einbildung. Eine Ratte verwandelt sich in einen Mönch, wird zum alter ego und überredet ihn, zu fliehen. Er flieht von Cádiz nach Valladolid und von dort weiter nach Madrid, ein Moloch des Elends, Verbrechens und der Perversion, wo der degenerierte Adel und verderbte Klerus mit den Mitteln der Inquisition über die ebenso sittenlose Bevölkerung richtet.
Teil I: Theoretische Grundlegung: Dieser Teil erörtert die wissenschaftlichen Theorien zur Intertextualität, darunter Konzepte der Dialogizität, verschiedene transtextuelle Kategorien nach Genette und methodische Kriterien zur Analyse intertextueller Spuren.
Teil II: Intertextualität in El mundo alucinante von Reinaldo Arenas: In diesem Hauptteil wird der Roman von Arenas unter Anwendung der zuvor erarbeiteten Kriterien auf seine intertextuellen Bezüge zu drei spezifischen Werken untersucht, um die narrativen und ideologischen Wirkungsweisen zu entschlüsseln.
Intertextualität, Reinaldo Arenas, El mundo alucinante, Dialogizität, Karnevalisierung, Hypertextualität, Narratologie, Diskurskritik, Fray Servando, Alejo Carpentier, Virginia Woolf, Gattungskonventionen, Literaturkritik, Poststrukturalismus, semantische Explosion.
Die Arbeit analysiert die intertextuellen Strukturen im Roman "El mundo alucinante" von Reinaldo Arenas und wie diese zur Konstruktion und kritischen Reflexion von Geschichte und Identität beitragen.
Die zentralen Themen sind die theoretische Fundierung der Intertextualität, die Parodie von biographischen und historischen Erzählweisen sowie die kritische Auseinandersetzung mit autoritären Diskursen.
Das Ziel ist es, durch die Untersuchung von drei spezifischen Referenztexten die intertextuelle Vorgehensweise von Arenas zu klassifizieren und ihre funktionale Rolle innerhalb seines Romans zu bewerten.
Es werden literaturwissenschaftliche Modelle der Intertextualitätsforschung angewandt, insbesondere die Typologien von Gérard Genette, Michail Bachtin, Renate Lachmann und Manfred Pfister.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Untersuchung der Bezüge zu Fray Servandos "Memorias", Carpentiers "El siglo de las luces" und Woolfs "Orlando" unter Berücksichtigung von Kriterien wie Strukturalität, Referentialität und Dialogizität.
Intertextualität, Karnevalisierung, Dialogizität, Hypertextualität, Diskurskritik und die spezifische fiktionalisierte Biographie von Fray Servando.
Die Arbeit sieht in der Auseinandersetzung mit Carpentier eine bewusste polemische Abgrenzung, bei der Arenas Carpentiers barockes Geschichtsverständnis kritisiert und seine eigene, spielerische und dekonstruktive Erzählhaltung entgegensetzt.
Orlando dient Arenas als eine Art Hommage an Virginia Woolf; die Figur fungiert als intertextuelle Verbindung, die Themen wie Geschlechtsidentität und die Kritik an starren biographischen Konventionen in den Roman integriert.
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