Masterarbeit, 2011
90 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung und Fragestellungen
2. Hintergrund und wissenschaftlicher Forschungsstand
2.1. Krebs
2.1.1. Was ist Krebs?
2.1.2. Biopsychosoziale Risiko- und Einflussfaktoren
2.2. Psychoonkologie
2.2.1. Was ist Psychoonkologie?
2.2.2. Komorbidität bei Krebs und psychoonkologisches Behandlungsspektrum
2.3. Körperpsychotherapie
2.3.1. Was ist Körperpsychotherapie?
2.3.2. Biopsychosoziales Erkrankungsverständnis nach Wilhelm Reich
2.3.3. Neurowissenschaftliche Grundlagen körperpsychotherapeutischer Arbeit und ihre Bedeutung für die Behandlung von Krebspatienten
2.4. Klinische Sozialarbeit
2.4.1. Was ist Klinische Sozialarbeit?
2.4.2. Soziale Arbeit als psychosozialtherapeutische Disziplin
3. Rehabilitation von Krebspatienten als Handlungsfeld Sozialer Arbeit
3.1. Rechtliche Grundlage und wirtschaftliche Bedeutung der Rehabilitation als Handlungsfeld Sozialer Arbeit
3.2. Situation von Krebspatienten in der Rehabilitation
3.3. Situation der Sozialen Arbeit in der psychoonkologischen Versorgung
3.3.1. Qualifikation Sozialer Arbeit für eine psychosozialtherapeutische Versorgung von Krebspatienten
3.3.2. Leistungsspektrum Sozialer Arbeit in der onkologischen Rehabilitation
4. Entwicklungspotenziale und Grenzen körperorientierter Sozialer Arbeit im Rahmen psychoonkologischer Rehabilitation
4.1. Soziale Arbeit in multiprofessionellen Behandlungssettings: erfolgreich etabliert oder interdisziplinär ausgebremst?
4.2. Zur Notwendigkeit der Etablierung körperorientierter Sozialer Arbeit in der sozialtherapeutischen Rehabilitation krebskranker Menschen
4.3. Grundlagen körperorientierter Sozialer Arbeit im Rahmen der psychoonkologischen Rehabilitation
4.4. Verfahren und Methoden körperorientierter Klinischer Sozialarbeit am Beispiel der Tanztherapie bei Krebs
5. Zusammenfassung und Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen der Klinischen Sozialarbeit im Kontext der psychoonkologischen und körperorientierten Rehabilitation von Krebspatienten. Dabei steht insbesondere die Frage im Mittelpunkt, wie Soziale Arbeit ihre Potenziale jenseits rein administrativer Tätigkeiten entfalten und körperorientierte Verfahren erfolgreich in den therapeutischen Kontext integrieren kann.
Klinische Sozialarbeit
Unter Klinischer Sozialarbeit ('klinisch' im Sinne von 'behandelnd') ist eine „gesundheitsspezifische Fachsozialarbeit [zu verstehen, deren generelles Ziel] die Einbeziehung der sozialen und psycho-sozialen Aspekte in die Beratung, (sozio-)therapeutische Behandlung und psycho-pädagogische Unterstützung von gesundheitlich gefährdeten, erkrankten und (vorübergehend oder dauerhaft) behinderten Menschen [ist]. Fokus ist die 'Person-in-ihrer-Welt' (person-in-environment) im Rahmen eines bio-psycho-sozialen Verständnisses von Gesundheit, Störung und Krankheit. Sie erhebt damit Anspruch auf eine psychosozialtherapeutische Expertentätigkeit, die sich „in Form von Planung, Vorbeugung, Beratung und sozialer Behandlung“ vollzieht.
Entstehungshintergrund der Klinischen Sozialarbeit waren Beobachtungen im Rahmen klinischer Studien, die hinsichtlich der Prävention und des Behandlungsverlaufs psychischer, psychosozialer und psychosomatischer Störungen positive Effekte bei einer intensivierten psychosozialen Versorgung feststellten. Wie bereits verdeutlicht (siehe 2.3.3.) können psychosoziale Hilfen demnach als wirksames Präventions- und Heilmittel im Erkrankungsverlauf bewertet werden. Gegen Ende der 1990er Jahre wurden auf der Basis dieser Erkenntnis großangelegte Untersuchungen durch die deutschen Krankenkassen durchgeführt. Diese bestätigten enorme Einsparpotenziale beim Einbezug der ambulanten Soziotherapie psychisch kranker Menschen. Im Vergleich zur Kontrollgruppe, in deren Behandlung keine Soziotherapie einbezogen wurde, zeigte sich das Potenzial einer drei- bis vierfachen Einsparung (durchschnittlich ca. 25.000 DM pro Patient!).
Sozialarbeit im klinischen Kontext ist nicht auf den, gegebenenfalls der deutschsprachigen Bedeutung des Begriffes 'klinisch' entlehnbaren, Einsatz im Rahmen der Klinik- bzw. Krankenhaussozialarbeit beschränkt, sondern erstreckt sich über ein breites Spektrum an Handlungsfeldern und Leistungsangeboten.
1. Einleitung und Fragestellungen: Der Autor erläutert seine persönliche Motivation für das Thema und formuliert die zentralen Fragestellungen hinsichtlich der Potenziale Sozialer Arbeit in der psychoonkologischen Rehabilitation.
2. Hintergrund und wissenschaftlicher Forschungsstand: Dieses Kapitel vermittelt Grundlagen zu Krebserkrankungen, der Psychoonkologie, der Körperpsychotherapie und der Klinischen Sozialarbeit sowie deren wissenschaftlichen Verbindungen.
3. Rehabilitation von Krebspatienten als Handlungsfeld Sozialer Arbeit: Hier werden die rechtlichen Rahmenbedingungen, die spezifischen Problemlagen und Bedürfnisse von Krebspatienten sowie das Leistungsspektrum der Sozialen Arbeit beleuchtet.
4. Entwicklungspotenziale und Grenzen körperorientierter Sozialer Arbeit im Rahmen psychoonkologischer Rehabilitation: Dieser Teil diskutiert die Etablierung körperorientierter Ansätze und stellt die Tanztherapie als konkrete methodische Ergänzung für die Klinische Sozialarbeit vor.
5. Zusammenfassung und Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, die den Bedarf an einer ganzheitlicheren, körperorientierten Sozialen Arbeit unterstreicht.
Klinische Sozialarbeit, Psychoonkologie, Körperpsychotherapie, Rehabilitation, Krebs, Biopsychosoziales Modell, Körperorientierte Verfahren, Tanztherapie, Ressourcenaktivierung, Case Management, Psychosoziale Versorgung, Gesundheit, Salutogenese, Embodiment, Krankheitsverarbeitung.
Die Master-Thesis beschäftigt sich mit den Möglichkeiten und Grenzen der Klinischen Sozialarbeit im Bereich der psychoonkologischen und körperorientierten Rehabilitation von Krebspatienten.
Zentrale Themen sind die psychoonkologische Versorgung, körperpsychotherapeutische Ansätze, die klinische Soziotherapie sowie die notwendige Professionalisierung und Etablierung körperorientierter Methoden innerhalb der Sozialen Arbeit.
Ziel ist es, den Bedarf und die Potenziale der Sozialen Arbeit aufzuzeigen, um über rein administrative Aufgaben hinausgehend eine ganzheitliche, psychosozialtherapeutische Begleitung von Krebspatienten zu leisten.
Die Arbeit basiert auf einer explorativen Abhandlung, die theoretische Grundlagen aus der Psychoonkologie, den Neurowissenschaften und der Körperpsychotherapie mit der Praxis der Klinischen Sozialarbeit verknüpft.
Der Hauptteil analysiert die Situation von Krebspatienten, die Rolle der Sozialen Arbeit in der Rehabilitation, die Bedeutung des biopsychosozialen Modells sowie konkrete körperorientierte Verfahren am Beispiel der Tanztherapie.
Klinische Sozialarbeit, Psychoonkologie, Körperpsychotherapie, Rehabilitation, Krebs, biopsychosoziales Modell und Tanztherapie.
Die Neurowissenschaften liefern durch Konzepte wie das Embodiment und die Spiegelneurone das theoretische Fundament für die Wirksamkeit körperorientierter Ansätze in der Arbeit mit Krebspatienten.
Die Tanztherapie dient als praktisches Fallbeispiel, um zu illustrieren, wie körperorientierte Methoden zur Bewältigung von Ängsten und Depressionen sowie zur Ressourcenaktivierung in die Klinische Sozialarbeit integriert werden können.
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