Diplomarbeit, 2010
120 Seiten, Note: 2,1
1. Einführung
1.1 Problemstellung und Problemrelevanz
1.2 Schwerpunkte und Kritik der Forschung
1.3 Zielsetzung der Arbeit und Forschungsfragen
1.4 Vorgehensweise und Struktur der Arbeit
2. Nachhaltigkeit
2.1 Historische Entwicklung des Begriffs Nachhaltigkeit
2.2 Begriffsinhalt
2.2.1 Definition und Begriffsabgrenzung
2.2.2 Dimensionen der Nachhaltigkeit
2.2.3 Normative und rationale Perspektive
2.3 Nachhaltigkeit als gesellschaftliches Leitbild: Generationengerechtigkeit
2.3.1 Definition
2.3.2 Das Unternehmen als Träger des gesellschaftlichen Leitbildes
2.3.3 Ressourcenbegriff
3. Glaubwürdigkeit
3.1 Begriff
3.1.1 Definition und Begriffsabgrenzung
3.1.2 Glaubwürdigkeitsperspektiven
3.2 Glaubwürdigkeit im Marketingkontext
3.2.1 Glaubwürdigkeitsfaktoren
3.2.2 Erzielung eines glaubwürdigen Marketing
3.3 Glaubwürdigkeit im Nachhaltigkeitskontext
3.3.1 Glaubwürdigkeitsbeurteilung
3.3.2 Glaubwürdigkeit als Ressource
4. Nachhaltigkeits-Marketing
4.1 Begriff
4.1.1 Definition und Ziel
4.1.2 Verständnis und Herausforderung des Marketing
4.1.3 Begriffsabgrenzung
4.2 Konzeption
4.2.1 Informationsebene
4.2.2 Gestaltungsebene
4.2.3 Transformationsebene
4.3 Glaubwürdigkeitsproblematik des Nachhaltigkeits-Marketing
4.3.1 Informationsassymetrien
4.3.2 Komplexität
4.3.3 Widersprüche
5. Gestaltungsfelder der Glaubwürdigkeitsentwicklung und -erhaltung im Nachhaltigkeits-Marketing
5.1 Angebot von sozial-ökologischen Produkten
5.1.1 Marktpositionierung und Zielgruppen
5.1.2 Preis-, Produkt- und Distributionspolitik
5.1.3 Öko-Labels
5.2 Förderung nachhaltigen Konsums
5.2.1 Nachhaltiger Konsum als Ziel nachhaltiger Entwicklung
5.2.2 Schaffung nachhaltiger Konsummuster
5.3 Aktive Mitwirkung an sozial-ökologischen Rahmenbedingungen
5.3.1 Verantwortungsübernahme als entscheidendes Merkmal des Nachhaltigkeits-Marketing
5.3.2 Corporate Social Responsibility
5.3.3 Stakeholderdialog
5.4 Exkurs: Greenwash
6. Gestaltungsempfehlungen
Die Arbeit analysiert die Bedeutung von Glaubwürdigkeit als strategische Ressource innerhalb des Nachhaltigkeits-Marketing. Ziel ist es, Gestaltungsempfehlungen für Unternehmen zu entwickeln, die es ermöglichen, Glaubwürdigkeit systematisch aufzubauen und zu erhalten, um so erfolgreich als nachhaltige Akteure am Markt zu agieren und gesellschaftliche Anforderungen zu erfüllen.
Glaubwürdigkeit als Ressource
Die Ressource Glaubwürdigkeit kann, wie Vertrauen oder Legitimation, zu den immateriellen, absolut knappen und sozialen Ressourcen, von denen ein Unternehmen abhängig ist, die es verbraucht und die es nicht ohne weiteres neu erwerben kann, gezählt werden. Diese Zuordnung kann nicht zuletzt der bereits im Kapitel 3.1.1 dargelegten, engen Verbindung der Glaubwürdigkeit zu den Begriffen Vertrauen und Legitimation zugeschrieben werden.
Eine Substituierbarkeit immaterieller Ressourcen ist, wie bereits dargelegt, nicht möglich. Dies macht es für das Unternehmen essentiell, die komplexen Eigengesetzlichkeiten dieser Ressourcen zu achten und ihren Erhalt bzw. ihre Reproduktion zu sichern. Im Falle der immateriellen Ressourcen ist diese Sicherung durch die Moderatorwirkung der immateriellen Ressourcen zwischen materiellem Ressourcenfluss und Wertschöpfung von besonderer Bedeutung. Im oben aufgeführten Beispiel der Credit Suisse lässt sich diese Moderatorwirkung an dem Imageschaden durch verspielte Glaubwürdigkeit und dessen langfristigen finanziellen Schäden absehen.
Die Erwartungshaltung der Gesellschaft an die Rolle von Unternehmen nimmt stetig zu, ebenso wie der imagebildende Einfluss ökologischer und sozialer Faktoren. Unternehmen werden auf diesem Weg dazu gebracht, ihr Verhalten bewusster an ihrer Gesellschaftsverantwortung zu orientieren und dies auch zu kommunizieren. Mittels dieser Kommunikation kann das Unternehmen daraus Nutzen ziehen, wie z.B. Vertrauen in der Öffentlichkeit zu schaffen.
1. Einführung: Die Arbeit thematisiert die Notwendigkeit von Nachhaltigkeits-Marketing und die zentrale Rolle der Glaubwürdigkeit als Wettbewerbsfaktor angesichts wachsender gesellschaftlicher Anforderungen an Unternehmen.
2. Nachhaltigkeit: Dieses Kapitel erläutert die historische Entwicklung, die Dimensionen (Ökonomie, Ökologie, Soziales) und die Bedeutung von Generationengerechtigkeit als normatives Leitbild.
3. Glaubwürdigkeit: Hier wird Glaubwürdigkeit als psychologisches Konstrukt, als wichtige Stütze des Marketing und als kritische Ressource im Nachhaltigkeitskontext definiert.
4. Nachhaltigkeits-Marketing: Das Kapitel führt in das Konzept des Nachhaltigkeits-Marketing ein, beschreibt dessen Konzeption in sechs Schritten und diskutiert Probleme wie Informationsasymmetrien und Widersprüche.
5. Gestaltungsfelder der Glaubwürdigkeitsentwicklung und -erhaltung im Nachhaltigkeits-Marketing: Dieses Kapitel untersucht praxisnahe Handlungsfelder wie Produktangebot, Konsumförderung und Rahmenbedingungen sowie den kritischen Exkurs zu Greenwash.
6. Gestaltungsempfehlungen: Abschließend werden konkrete Empfehlungen gegeben, wie Unternehmen Glaubwürdigkeit als Ressource in ihre Nachhaltigkeitsstrategie integrieren und so ihre langfristige Überlebensfähigkeit sichern können.
Nachhaltigkeits-Marketing, Glaubwürdigkeit, Generationengerechtigkeit, Ressourcenmanagement, CSR, Stakeholderdialog, Nachhaltiger Konsum, Greenwash, Unternehmensverantwortung, Authentizität, Marketingkonzeption, Kommunikationspolitik, Legitimationsstrategien, Reputation, Nachhaltige Entwicklung.
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen die Ressource "Glaubwürdigkeit" entwickeln und erhalten können, um im Rahmen eines effektiven Nachhaltigkeits-Marketings authentisch und wettbewerbsfähig zu agieren.
Die Arbeit verknüpft die Konzepte Nachhaltigkeit und Marketing durch die Betrachtung von Glaubwürdigkeit als zentrale, immaterielle Ressource.
Das Ziel ist die Erarbeitung von Gestaltungsempfehlungen für Unternehmen, damit diese Glaubwürdigkeit gezielt als Gestaltungselement für ein glaubwürdiges Nachhaltigkeits-Marketing nutzen können.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse, bei der existierende Ansätze aus Forschung und Praxis zu Nachhaltigkeit, Glaubwürdigkeit und Marketing zusammengeführt werden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Nachhaltigkeit, Glaubwürdigkeit), die Konzeption des Nachhaltigkeits-Marketing und konkrete Gestaltungsfelder zur Glaubwürdigkeitsentwicklung, wie etwa der Stakeholderdialog und das Produktmanagement.
Nachhaltigkeits-Marketing, Glaubwürdigkeit, Generationengerechtigkeit, CSR, Stakeholderdialog und Greenwash sind die prägenden Begriffe.
Der Autor nutzt die Theorie des "ressourcenabhängigen Unternehmens", um Nachhaltigkeit nicht nur als moralischen Anspruch, sondern als rationale Notwendigkeit für das langfristige Überleben einer wirtschaftlichen Einheit zu legitimieren.
Es besteht die Gefahr, dass CSR als "Nachhaltigkeit light" oder bloße PR-Strategie genutzt wird, um vom Kerngeschäft abzulenken, was letztlich die Glaubwürdigkeit des Unternehmens zerstören kann, wenn Worte und Taten auseinanderklaffen.
Greenwash dient als Negativbeispiel, um die fatalen Auswirkungen von bewusster Täuschung oder Unachtsamkeit auf das Vertrauen der Konsumenten zu demonstrieren und die Wichtigkeit authentischer Kommunikation zu unterstreichen.
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