Bachelorarbeit, 2008
49 Seiten, Note: 1.7
3 ALLGEMEINER TEIL
3.1 VANCOMYCIN
3.1.1 Entdeckung und klinische Verwendung
3.1.2 Struktur
3.1.3 Wirkmechanismus
3.1.4 Resistenzmechanismus
3.2 RESISTENZ-ÜBERWINDENDE VANCOMYCIN-DERIVATE
3.3 THEORIEN ÜBER RESISTENZÜBERWINDUNG
4 AUFGABENSTELLUNG
5 SYNTHESEPLANUNG UND SONDENDESIGN
6 ERGEBNISTEIL
6.1 SYNTHESE
6.1.1 Synthese von Sonde 1
6.1.2 Synthese von Sonde 2
6.1.3 Synthese von Sonde 3
6.1.4 Versuch der Synthese von Sonde 4
6.2 IN VITRO MARKIERUNGSEXPERIMENTE
6.2.1 Allgemeines
6.2.2 In vitro Markierung im Proteom von B. subtilis
6.2.3 In vitro Markierung im Proteom von L. welshimeri
6.2.4 In vitro Markierung im Proteom von B. licheniformis
6.2.5 In vitro Markierung im Proteom von P. putida
6.2.6 In vitro Markierung im Proteom von E. coli
7 ZUSAMMENFASSUNG DER ARBEIT
8 AUSBLICK
9 EXPERIMENTELLER TEIL
9.1 SYNTHESE
9.1.1 Allgemeines
9.1.2 Synthese von NV-p-Bpoyl-vancomycinamid (5)
9.1.3 Synthese von NV-p-Bpoyl-C-propagylamid-vancomycinamid (Sonde 1)
9.1.4 Synthese von NV-Hexinoyl-vancomycinamid (6)
9.1.5 Synthese von Fmoc-Glycyl-4-benzophenonamid (8)
9.1.6 Synthese von N-(3-Aminopropyl)-4-benzoyl-benzamid (9)
9.1.7 Synthese von NV-Hexinoyl-C-(p-Bpoyl-1,3-diaminopropanamid)-vancomycinamid (Sonde 2)
9.1.8 Synthese von NV-(N-Hexinoyl-Phe(4-benzoyl)oyl)-vancomycinamid (Sonde 3)
9.1.9 Synthese von H2N-Phe(4-benzoyl)-propagylamid (12)
9.1.10 Versuch der Synthese von NV-Hexinoyl-C-p-Bp-amid-vancomycinamid (7)
9.1.11 Versuch der Synthese von C-(Phe(4-benzoyl)-propagylamid)amid-vancomycin (Sonde 4)
9.2 IN VITRO MARKIERUNGSEXPERIMENTE
9.2.1 Verwendete Materialien
9.2.2 Durchführung des Markierungsexperiments
Das primäre Ziel dieser Arbeit besteht darin, neue zelluläre Angriffsziele für Chlorbiphenyl-Derivate von Vancomycin durch die Anwendung der Activity-Based Protein Profiling (ABPP) Methode zu identifizieren. Dabei wird untersucht, wie spezifische Vancomycin-Sonden mit unterschiedlichem strukturellen Aufbau in verschiedenen Bakterienproteomen interagieren.
3.1.1 ENTDECKUNG UND KLINISCHE VERWENDUNG
Vancomycin wurde erstmals 1952 durch Kornfield aus dem Organismus Amycolatopsis orientalis isoliert. Es war gegenüber den meisten gram-positiven Bakterien, einschließlich Penicillin-resistenten Staphylococci wirksam.[1] 1958 wurde es durch die FDA als Antibiotikum zugelassen und durch Eli Lilly als Hydrochlorid unter dem Handelsnamen Vancocin vermarktet.[2] Anfang der 80er Jahre nahm die Verwendung von Vancomycin drastisch zu. Grund dafür war unter anderem das immer stärkere Aufkommen vom Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA),[3] der gegenüber praktisch allen damals verfügbaren Antibiotika Resistenzen ausbildete.[4] Vancomycin wurde seitdem als das wichtigste Reserveantibiotikum gegenüber MRSA Infektionen eingesetzt.[5] 1986 tauchten erstmals Vancomycin-resistente Enterokokken (VRE)[6] und 2003 Vancomycin-resistenter Staphylococcus aureus (VRSA)[7] auf. Das Aufkommen von VRE und VRSA stellt ernsthafte Probleme für die öffentliche Gesundheit dar,[8] weshalb intensiv versucht wird, neue Antibiotika zu entwickeln.[9]
3. ALLGEMEINER TEIL: Vermittelt Grundlagen über Vancomycin, dessen Wirkweise, auftretende Resistenzen und Strategien zu deren Überwindung.
4. AUFGABENSTELLUNG: Definiert die Forschungsziele, insbesondere die Identifikation neuer Angriffsziele von Vancomycin-Derivaten mittels ABPP.
5. SYNTHESEPLANUNG UND SONDENDESIGN: Beschreibt das Konzept der Sonden, inklusive Benzophenon-Crosslinker und Alkin-Tags für die Click-Chemie.
6. ERGEBNISTEIL: Dokumentiert detailliert die chemische Synthese der Sonden und die Ergebnisse der Markierungsexperimente in verschiedenen Bakterienproteomen.
7. ZUSAMMENFASSUNG DER ARBEIT: Fasst die Herstellung der drei Sonden und die beobachteten Markierungsunterschiede in den verschiedenen Bakterien zusammen.
8. AUSBLICK: Skizziert weiterführende Schritte wie die massenspektrometrische Identifizierung der markierten Proteine und Strukturanalysen.
9. EXPERIMENTELLER TEIL: Liefert die genauen experimentellen Protokolle, verwendeten Materialien und analytischen Daten zur Synthese.
Vancomycin, ABPP, Activity-Based Protein Profiling, Benzophenon, Click-Chemie, Peptidoglycan, Bakterienproteom, Antibiotikaresistenz, MRSA, VRE, Synthese, Markierungsexperiment, Sonde, Massenspektrometrie, Proteinprofiling
Es geht um die chemische Modifikation des Antibiotikums Vancomycin zur Identifizierung seiner zellulären Zielproteine mittels Activity-Based Protein Profiling (ABPP).
Die zentralen Felder sind die Bioorganische Chemie, die Totalsynthese von Derivaten, sowie die biochemische Analyse der Protein-Ligand-Wechselwirkungen in verschiedenen Bakterienstämmen.
Das Ziel ist die Konstruktion und Anwendung von Vancomycin-basierten Sonden, um bakterielle Zielproteine zu markieren, die eine Rolle beim Wirkungsprozess oder bei der Resistenzüberwindung spielen.
Hauptsächlich wird das Activity Based Protein Profiling (ABPP) eingesetzt, ergänzt durch klassische organische Synthesemethoden und SDS-PAGE zur Visualisierung.
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Syntheseplanung verschiedener Sonden, deren erfolgreiche (oder versuchte) Herstellung sowie die Ergebnisse der In-vitro-Markierungstests an Membran- und Cytosolfraktionen.
Die Arbeit lässt sich durch Vancomycin, ABPP, Benzophenon-Crosslinker, Click-Chemie und Proteinmarkierung charakterisieren.
Vermutlich aufgrund sterischer Hinderung bei der Kupplung der komplexen Vorstufen am Vancomycin-Gerüst, was trotz optimierter Kupplungsprotokolle zu keinem identifizierbaren Produkt führte.
Es konnte eine Abschwächung der Bandenintensität festgestellt werden, was beweist, dass die Sonden mit Vancomycin um die Bindestellen am Zielprotein konkurrieren.
Es wurden deutliche Unterschiede zwischen Cytosol- und Membranfraktionen beobachtet, wobei Membranproteine oft ein spezifischeres Markierungsmuster zeigten, was mit der bekannten Zielstruktur der PBPs korreliert.
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