Bachelorarbeit, 2011
60 Seiten, Note: 1,0
1 Einführung
2 Chinas Entwicklung im Währungsbereich
2.1 Das Währungssystem im Zeitablauf
2.1.1 Das duale Wechselkurssystem bis 1994
2.1.2 Das Wechselkurssystem nach 1994
2.2 Entwicklung von Chinas Währung
3 Theorien zur Währungsbewertung
3.1 Kaufkraftparität
3.1.1 Methode
3.1.2 Kritik
3.2 Devisenreserven
3.2.1 Methode
3.2.2 Kritik
3.3 Makroökonomisches Gleichgewicht
3.3.1 BEER
3.3.1.1 Methode
3.3.1.2 Kritik
3.3.2 FEER
3.3.2.1 Methode
3.3.2.2 Kritik
4 Geld- und Devisenmarktinterventionen
4.1 Der Dollar Peg
4.1.1 Vorteile des Pegs
4.1.2 Nachteile des Pegs
4.2 Sterilisierungspolitik
4.2.1 Offenmarktgeschäfte
4.2.2 Mindestreservesatz
4.2.3 Window Guidance
4.3 Probleme und Gefahren der Sterilisierung
5 Alternative Währungssysteme
5.1 Einmalige Aufwertung
5.2 Freies Floaten
5.3 Währungskorb
6 Ausblick
Diese Arbeit analysiert die Interventionen der chinesischen Zentralbank auf dem Devisenmarkt und deren Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum und das Währungssystem. Ziel ist es, die Methoden zur Bewertung der chinesischen Währung zu untersuchen, den Grad der Unterbewertung des Yuan zu bestimmen und die Rolle der Sterilisierungspolitik innerhalb der chinesischen Planwirtschaft kritisch zu beleuchten.
3.1.1 Methode
Die KKP stellt dar, dass jede Änderung des nominalen Wechselkurses (E) durch eine Modifikation des Preisniveaus (P) ausgeglichen wird. Der reale Wechselkurs q muss deshalb bei Gültigkeit der KKP immer 1 betragen. Da der nominale Wechselkurs (E) im Austauschverhältnis China/USA nicht schwanken kann, muss in diesem System fixer Wechselkurse jede Änderung des Preisniveaus zu einer Veränderung des realen Wechselkurses führen. Die Abweichung von q gegenüber dem unter „KKP-Bedingungen“ geltenden Wert von 1, verändert somit auch die Wettbewerbsfähigkeit Chinas gegenüber den USA, wobei q > 1 eine Verbesserung und q < 1 eine Verschlechterung der Wettbewerbssituation impliziert.
Basierend auf der KKP-Theorie hat die Zeitschrift „The Economist“ eine vereinfachte Form der Messung des Wertes einer Währung veröffentlicht. Sie bestimmt deren „wahren“ Wert aus dem Vergleich der Preise eines einzelnen, weltweit identischen und verfügbaren Produktes (eines Burgers) in verschiedenen Ländern in Bezug auf ein und dieselbe Währung (USD). Dieser so genannte BigMac-Index führt zu einer stark vereinfachten Prognose, liefert aber einen ersten wagen Anhaltspunkt: eine Unterbewertung des Yuan gegenüber dem USD in Höhe von 48% (siehe Anhang A2).
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet den Aufstieg Chinas zum Exportweltmeister und die daraus resultierenden internationalen Spannungen bezüglich der Währungspolitik.
2 Chinas Entwicklung im Währungsbereich: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung vom dualen Wechselkurssystem über den Dollar-Peg bis hin zum heutigen System nach.
3 Theorien zur Währungsbewertung: Es werden wissenschaftliche Modelle wie die Kaufkraftparität, Devisenreserven-Analyse sowie BEER und FEER vorgestellt, um den Wert des Yuan objektiv zu bestimmen.
4 Geld- und Devisenmarktinterventionen: Der Hauptteil erläutert die Funktionsweise des Dollar-Pegs und die notwendigen Sterilisierungsinstrumente der Zentralbank zur Kontrolle der Geldmenge.
5 Alternative Währungssysteme: Hier werden Möglichkeiten für einen Ausstieg aus dem festen Wechselkurssystem diskutiert, darunter Aufwertung, freies Floaten und Währungskörbe.
6 Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die Herausforderungen zusammen, vor denen die chinesische Regierung angesichts des internationalen Drucks und des Reformbedarfs im Finanzsektor steht.
Chinas Währungssystem, Yuan, Devisenmarktinterventionen, PBoC, Sterilisierungspolitik, Dollar-Peg, Kaufkraftparität, BEER, FEER, Wechselkursmanipulation, Leistungsbilanz, Finanzmarkt, Geldpolitik, Währungskorb, Aufwertung.
Die Arbeit befasst sich mit der ökonomischen Analyse des chinesischen Währungssystems und den aktiven Interventionen der chinesischen Zentralbank (PBoC) auf dem Devisenmarkt.
Zentral sind die historische Entwicklung des Wechselkurssystems, die theoretische Bestimmung des "wahren" Wertes des Yuan sowie die Analyse der Instrumente zur Sterilisierung der Geldmenge.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die PBoC das Wachstum beeinflusst, und zu bewerten, ob und in welchem Ausmaß der chinesische Yuan unterbewertet ist.
Es werden verschiedene ökonomische Modelle angewandt, insbesondere die Kaufkraftparität (KKP) sowie makroökonomische Gleichgewichtsmodelle (BEER und FEER), ergänzt durch eine Analyse der Devisenreserven.
Im Hauptteil werden der "Dollar-Peg", die Vorteile und Nachteile dieses Systems für die chinesische Wirtschaft sowie die Sterilisierungspolitik (Offenmarktgeschäfte, Mindestreservesatz, Window Guidance) detailliert erörtert.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Yuan-Aufwertung, Sterilisierungspolitik, Devisenreserven, PBoC, Leistungsbilanz und makroökonomisches Gleichgewicht geprägt.
Die Regierung fürchtet negative Auswirkungen auf die Exportwettbewerbsfähigkeit, soziale Instabilität durch Jobverluste und finanzielle Verluste bei den gehaltenen US-Staatsanleihen.
Sie ermöglicht es der PBoC, die durch Devisenmarktinterventionen induzierte Liquidität im Inland zu neutralisieren, was wiederum Inflationsgefahren eindämmt und den fixen Wechselkurs stabilisiert.
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