Magisterarbeit, 2011
130 Seiten, Note: 1,15
1 Einleitung
2 Theoretischer Rahmen
2.1 Was versteht man unter Fremdwahrnehmung?
2.2 Stereotype und benachbarte Begriffe
2.2.1 Stereotype und nationale Stereotype
2.2.1.1 Das Stereotyp als sozial- und sprachwissenschaftliches Phänomen
2.2.1.2 Nationale Stereotype
2.2.1.3 Funktionen und Gefahren von nationalen Stereotypen
2.2.2 Images und Nationenbilder
2.2.3 Selbst- und Fremdbilder – Auto- und Heterostereotype
2.2.4 Wandelbarkeit von nationalen Stereotypen und Nationenbildern
2.2.5 Zusammenfassung – nationale Stereotype und Nationenbilder
2.3 Sprachwissenschaftliche Grundlagen
2.3.1 Explizite All-Aussagen und Aussagen mit eingeschränkter Verbindlichkeit
2.3.2 Implizite Stereotype
2.3.3 Ersatzbezeichnungen und ethnische Schimpfnamen
2.3.4 Der Gebrauch von Germanismen
2.4 Deutsche und italienische Fremd- und Selbstbilder
2.4.1 Das Italienbild und das Selbstbild der Deutschen
2.4.2 Das Selbstbild der Italiener
2.4.3 Wie die Italiener die Deutschen sehen
2.4.3.1 Das geschichtliche Werden des Deutschlandbildes
2.4.3.2 Das heutige Deutschlandbild der Italiener
2.4.4 Nationale Fußballstereotype
2.4.4.1 Fußball und nationale Identität
2.4.4.2 Typisch deutscher – typisch italienischer Fußball
2.4.4.3 Aktuelle Trends
2.5 Massenmedien und nationale Stereotype
2.5.1 Massenmedien als Vermittler von nationalen Stereotypen
2.5.2 Sekundärerfahrungen im deutsch-italienischen Verhältnis
2.6 Stand der Forschung
3 Empirie: Die Fußball-Berichterstattung in der Tageszeitung ‚Corriere della Sera‘
3.1 Erkenntnisziele der Untersuchung
3.2 Methodische Vorgehensweise
3.2.1 Wahl der Untersuchungsmethode
3.2.2 Wahl des Untersuchungsmaterials
3.2.2.1 Untersuchungszeitraum
3.2.2.2 Erschließung des Materials
3.2.3 Entwicklung eines Kategoriensystems – qualitative Vorgehensweise
3.2.4 Das Kategoriensystem zur Untersuchung des Deutschlandbildes
3.2.5 Ergebnisinterpretation – quantitative und qualitative Analyse
3.3 Quantitative Verteilung der Untersuchungsergebnisse
3.4 Fußballspezifische Aussagen
3.4.1 Aussehen der Spieler und Trainer
3.4.2 Handlungen und Eigenschaften der Akteure
3.4.2.1 Aggressiver und körperbetonter Spielstil
3.4.2.2 Ehrgeiz und mentale Stärke
3.4.2.3 Unvermeidbarkeit deutscher Siege
3.4.2.4 Selbstbewusstsein bis hin zur Arroganz
3.4.2.5 Ordnung, Disziplin, Taktik
3.4.2.6 Wenn deutsche Tugenden schönem Fußball im Wege stehen…
3.4.2.7 Untypische Mannschaft
3.4.2.8 Fazit – Basta con i panzer tedeschi?
3.5 Verallgemeinernde Aussagen
3.5.1 Aussehen der Deutschen
3.5.2 Handlungen und Eigenschaften der Deutschen
3.5.2.1 Ehrgeiz bis hin zum Größenwahn
3.5.2.2 Humorlos, rassistisch, neidisch, frustriert
3.5.2.3 Organisation, Effizienz
3.5.2.4 Kultiviertes Deutschland: Anstand, Pünktlichkeit, Gehorsam
3.5.2.5 Nüchternes, kaltes Deutschland
3.5.2.6 Patriotismus und Feierfreude – Ist Deutschland ein normales Land?
3.5.2.7 Fazit – Verallgemeinernde Aussagen
3.6 Fußballspezifische und allgemeine Ersatzbezeichnungen
3.6.1 Ersatzbezeichnungen neutraler Art
3.6.2 Die Germanismen ‚Mannschaft‘ und ‚Nationalmannschaft‘
3.6.3 Ethnisch geprägte Ersatzbegriffe
3.6.4 Verschiedene Metaphern
3.6.5 Junges, multiethnisches und untypisches Deutschland
3.7 Germanismen in der Berichterstattung
3.8 Fazit – Das Deutschlandbild in der italienischen Fußball-Berichterstattung
4 Schlussbemerkungen
Die Arbeit untersucht, wie das Deutschlandbild durch die italienische Sport-Berichterstattung, speziell im Corriere della Sera, zur Zeit der Fußball-Weltmeisterschaften 2006 und 2010 sowie der Europameisterschaft 2008 konstruiert und möglicherweise verändert wurde. Die zentrale Forschungsfrage ist, inwiefern diese mediale Darstellung nationale Stereotype festigt oder transformiert.
3.4.2.6 Wenn deutsche Tugenden schönem Fußball im Wege stehen…
Wenn mit Hermann Bausinger (2009: 29) die Brechstange zum Tugendinstrument wird, wird dem deutschen Fußball jegliche Raffinesse und Schönheit abgesprochen. In dieser Unterkategorie sind diejenigen Aussagen aufgenommen, in denen über den Verweis auf die deutschen Tugenden explizit oder implizit auf einen unattraktiven deutschen Fußball Bezug genommen wird. Auf das gesamte Korpus verteilt finden sich dazu 14 Belege (2006: 7 Aussagen, 2008: 6 Aussagen, 2010: 1 Aussage).
Ergebnisorientiert und taktisch klug, allerdings nicht schön, ist es, von den Fehlern der Gegner zu profitieren und diese auszunutzen: „La caratteristica dei tedeschi è che non sprecano i regali“ (Perrone: 26.6.08). Durch die Betonung der Typik als caratteristica dei tedeschi wird die qualitative Ausprägung der Eigenschaft intensiviert und verallgemeinert.
1 Einleitung: Stellt die Bedeutung der Medien für das Nationenbild dar und führt in das Forschungsfeld der italienischen Fußball-Berichterstattung über Deutschland ein.
2 Theoretischer Rahmen: Definiert zentrale Begriffe wie Stereotyp, Nationenbild und Fremdwahrnehmung und erläutert die sprachwissenschaftlichen Grundlagen der Analyse.
3 Empirie: Die Fußball-Berichterstattung in der Tageszeitung ‚Corriere della Sera‘: Analysiert das Korpus anhand von fußballspezifischen und verallgemeinernden Aussagen, Ersatzbezeichnungen und Germanismen auf das transportierte Deutschlandbild.
4 Schlussbemerkungen: Synthetisiert die Ergebnisse und diskutiert die Kontinuität und den (beginnenden) Wandel des italienischen Deutschlandbildes.
Nationale Stereotype, Deutschlandbild, Fußball-Berichterstattung, Italienische Presse, Corriere della Sera, Fremdwahrnehmung, Nationenbilder, Sprachwissenschaftliche Analyse, Massenmedien, Fußball-Weltmeisterschaft, EM 2008, Integration, Germanismen, Vorurteile, Fußballstil.
Die Arbeit untersucht das Bild Deutschlands, wie es in der italienischen Fußball-Berichterstattung vermittelt wird.
Die Themen umfassen nationale Stereotype, Nationenbilder, die Wirkung von Massenmedien und die sprachliche Konstruktion von Fremdheit im Sportjournalismus.
Es wird untersucht, wie durch die Sport-Berichterstattung ein Nationenbild geformt und möglicherweise verändert wird.
Es kommt eine Kombination aus quantitativer und qualitativer Inhaltsanalyse zum Einsatz.
Der Hauptteil analysiert knapp 200 Artikel des Corriere della Sera hinsichtlich fußballspezifischer und allgemeiner Stereotype über Deutschland.
Zentrale Begriffe sind nationale Stereotype, Deutschlandbild, Fußball-Berichterstattung, Italienische Presse und Fremdwahrnehmung.
Ja, die Studie stellt eine Dominanz fremdbildhaltiger Artikel im Jahr 2006 fest, was primär auf die Gastgeberfunktion zurückgeführt wird.
Es zeigt sich eine hohe Beständigkeit altbekannter Stereotype, jedoch konnte für die WM 2010 eine Tendenz zu positiveren Attributen und eine Aufweichung der klassischen Sichtweise belegt werden.
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