Fachbuch, 2011
310 Seiten
Vorwort: Louis XV.: Täter oder Opfer?
König Louis XV. „Der Vielgelebte“
Die Mätressen Halboffizielle Geliebte der Fürsten
Die Comtessen de Mailly-Nesle Vier Schwestern für den König
Marquise de Pompadour Die erste bürgerliche Mätresse von Louis XV.
Marie-Louise O’Morphy de Boisfally Das Nacktmodell
Madame Dubarry Von der Dirne zur Mätresse des Königs
Weitere Mätressen von Louis XV.
Diese Arbeit untersucht die komplexen Lebenswege und den politischen sowie sozialen Einfluss der Mätressen am französischen Hof unter König Louis XV. Im Zentrum steht die Frage, inwieweit diese Frauen, wie etwa Madame de Pompadour oder die Comtessen de Mailly-Nesle, trotz ihrer oft als moralisch zweifelhaft geltenden Stellung zur Machtfülle am Hof beitrugen oder vom System der absoluten Monarchie abhängig waren.
Die Mätressen
Mätressen waren keine Erfindung von König Louis XV. von Frankreich und Navarra und auch nicht auf seine Zeit oder sein Land beschränkt. Als Mätresse bezeichnete man – laut Online-Lexikon „Wikipedia“ – bis etwa ins 19. Jahrhundert eine öffentlich als solche bekannte Geliebte eines Fürsten, hochrangigen Adligen oder bedeutenden Amtsträgers. Der französische Begriff „Maitresse“ bedeutete zu deutsch „Meisterin“, was nicht abfällig klingt.
In Gesellschaften, in denen Ehen nicht aus Liebe, sondern vorrangig unter politischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten geschlossen wurden, hatten Männer neben ihrer Gattin oft eine Konkubine („Beischläferin“). Diese Tatsache versuchten sie nicht zu verbergen, was auch schwer möglich gewesen wäre. Statt dessen legitimierten sie ihre Geliebte halboffiziell. Vielfach hatten sie zur Mätresse eine engere körperliche und seelische Beziehung als zu ihrer Ehefrau.
Bei Hofe war der Status der Mätresse anerkannt. Manche Mätressen genossen uneingeschränkt das Vertrauen ihres Geliebten, weswegen sie großen Einfluss auf dessen politische Entscheidungen hatten oder sogar in seinem Namen Anweisungen gaben. Wehe dem, der in einem solchen Fall den Zorn der Mätresse erregte. Er musste fortan Unheil befürchten.
Vorwort: Louis XV.: Täter oder Opfer?: Dieses Kapitel hinterfragt, warum ein eigentlich schüchterner König wie Louis XV. ein so ausschweifendes Leben mit zahlreichen Mätressen führte und ob er dabei eher als Täter oder Opfer agierte.
König Louis XV. „Der Vielgelebte“: Der Abschnitt beleuchtet die Biografie des Königs von seiner Geburt über die komplizierte Regentschaft bis hin zur persönlichen Regentschaft und seiner politischen Rolle.
Die Mätressen Halboffizielle Geliebte der Fürsten: Es wird die historische und gesellschaftliche Rolle der Mätressen als halboffizielle Institution an europäischen Höfen erläutert.
Die Comtessen de Mailly-Nesle Vier Schwestern für den König: Dieses Kapitel widmet sich der Familie de Mailly-Nesle und dem Aufstieg der verschiedenen Schwestern zur Geliebten des Königs.
Marquise de Pompadour Die erste bürgerliche Mätresse von Louis XV.: Ein detailliertes Porträt der einflussreichsten Mätresse des Königs, ihres Aufstiegs, ihres politischen Einflusses und ihrer Rolle als Mäzenin.
Marie-Louise O’Murphy de Boisfally Das Nacktmodell: Die Lebensgeschichte des Nacktmodells, das durch François Boucher bekannt wurde und kurzzeitig die Gunst des Königs gewann.
Madame Dubarry Von der Dirne zur Mätresse des Königs: Eine Untersuchung des kometenhaften Aufstiegs der letzten offiziellen Mätresse von Louis XV. von einfachen Verhältnissen bis an die Spitze des Hofes.
Weitere Mätressen von Louis XV.: Ein Überblick über die Vielzahl weiterer, weniger bekannter Geliebter des Königs und deren Hintergrund.
Louis XV., Mätresse, Frankreich, Versailles, Madame de Pompadour, Madame Dubarry, Mailly-Nesle, Adel, Monarchie, Hofleben, politische Einflussnahme, Geschichte, Biografie, Marie-Louise O’Murphy, Hofdame.
Die Arbeit befasst sich mit dem Leben, dem Wirken und dem politischen Einfluss der offiziellen und halboffiziellen Mätressen des französischen Königs Louis XV.
Zentral sind die Dynamik des Hoflebens in Versailles, die Machtverhältnisse zwischen Monarchie und Mätressen sowie der soziale Aufstieg und Fall dieser Frauen.
Das Ziel ist es, ein differenziertes Bild der Mätressen zu zeichnen, die weit mehr als nur Geliebte waren und maßgeblich das kulturelle und politische Klima der Zeit mitgestalteten.
Es handelt sich um eine historisch-biografische Analyse, die auf einer fundierten Auswertung zeitgenössischer Dokumente und historischer Quellen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in detaillierte Porträts der einzelnen Frauen, angefangen bei den Schwestern Mailly-Nesle über die berühmte Madame de Pompadour bis hin zu Madame Dubarry.
Charakteristische Begriffe sind unter anderem Louis XV., Mätresse, Versailles, politische Einflussnahme, Adel und Biografie.
Während Mätressen aus dem Hochadel gesellschaftlich eher akzeptiert waren, sorgte der Aufstieg bürgerlicher Mätressen wie der Pompadour oder Dubarry für erhebliche Skandale und Widerstände am Hof.
Madame de Pompadour agierte als politische Beraterin, ernannte Minister und war eine bedeutende Patronin für Kunst und Kultur, wodurch sie eine beispiellose Machtposition einnahm.
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