Bachelorarbeit, 2010
48 Seiten, Note: 1,7
1 Grundlagen & Definitionen
1.1 Die Subprimekrise
1.2 Private Equity
1.2.1 Definition von Private Equity als Oberbegriff
1.2.2 Finanzierungsphasen
1.2.3 Exitstrategien
1.2.4 Die volkswirtschaftliche Relevanz von Private Equity
2 Die Veränderungen der Branchengegebenheiten durch die Subprimekrise
2.1 Wandel der Private Equity Branche
2.1.1 Unterscheidung von früheren Phasen
2.1.2 Private Equity als Wachstumstreiber
2.1.3 Private Equity als Chance für den Mittelstand
2.2 Die Auswirkungen des Konjunktureinbruchs auf die Private Equity Branche
2.2.1 Kapital als Engpassfaktor und die Wirkung von Basel II
2.2.2 Überschuldung als Bedrohung der Portfoliounternehmen
2.2.3 Erschwerung der Exits durch Umfeldveränderungen
2.3 Regulierung der Private Equity Branche
3 Erfolgsfaktoren einer Private Equity Beteiligung an den Beispielen Berentzen & Grohe
3.1 Kurzportraits der Unternehmen
3.1.1 Die Berentzen-Gruppe AG
3.1.2 Die Grohe Holding GmbH
3.2 Definition von Erfolg in der Private Equity Branche
3.3 Erfolgsfaktor: Optimierung der Unternehmensstrategie
3.3.1 Berentzen-Gruppe AG
3.3.2 Grohe Holding GmbH
3.3.3 Fazit
3.4 Erfolgsfaktor: Managementunterstützung
3.4.1 Berentzen-Gruppe AG
3.4.2 Grohe Holding GmbH
3.4.3 Fazit
3.5 Erfolgsfaktor: Optimierung der Finanzstruktur
3.5.1 Berentzen-Gruppe AG
3.5.2 Grohe Holding GmbH
3.5.3 Fazit
4 Ergebnisse der Arbeit & Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der Subprimekrise auf die deutsche Private-Equity-Branche. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwiefern die Krise den Markt für Unternehmensbeteiligungen verändert hat und ob die beteiligten Akteure gezwungen waren, ihre bisherigen Strategien grundlegend anzupassen.
Die Subprimekrise
Die Ursachen der Subprimekrise finden sich auf dem Immobilienmarkt der Vereinigten Staaten. Begründet durch die Niedrigzinspolitik der Notenbanken nach dem Platzen der „Dotcom-Blase“ 2001 war ein jeder Investor auf der Suche nach Möglichkeiten seine persönliche Rendite zu steigern. Auf der anderen Seite fand sich auch eine größere Anzahl potentieller Kreditnehmer, da durch das niedrige Zinsniveau auch Bürger mit eher zweifelhafter Bonität in der Lage waren, Kredite zu bekommen und zu finanzieren.
Dies nutzten findige und innovative US-Banken aus und begannen Kredite an zweitklassige (Subprime) Schuldner zu gewähren, die Risiken im Anschluss direkt aus ihrer Bilanz auszulagern und auf interessierte Investoren zu übertragen. Durch die Bündelung und Restrukturierung dieser Subprime Kredite entstanden neue handelbare Wertpapiere, so genannte „Asset Backed Securities“ (ABS). Diese versprachen durch die Weitergabe der Kreditrisiken an die Investoren eine höhere Rendite als andere Assets.
Speziell dafür gegründete Gesellschaften waren nun dafür verantwortlich, bei den ABS eine Risikoklassifizierung und daraufhin die Einteilung in verschiedene Tranchen vorzunehmen. Damit entstanden „Collateralized Debt Obligations“ (dt. besicherte Schuldscheine, CDOs), welche dann in Umlauf gebracht wurden. Durch dieses Verfahren war es möglich, dass zweitklassige Hypotheken durch Neustrukturierung und Zusammenfassung mit anderen Papieren durchschnittlich besser geratet wurden, als die Hypothek für sich alleine diese Bonität gehabt hätte. Folglich waren die ursprünglichen Risiken der CDOs für die Anleger nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr einzuschätzen und die CDOs fanden ihre Investoren auf der ganzen Welt.
Über mehrere Jahre hinweg traten hierbei keinerlei Probleme auf. Die Schwierigkeiten begannen erst Anfang 2007, da inzwischen die als Referenzzinssatz für Immobilienkreditzinsen verwendete Rendite von einjährigen US-Staatsanleihen durch Leitzinserhöhungen von 1,25% in 2003 auf 5% in 2007 angestiegen war.
Grundlagen & Definitionen: Vermittlung theoretischer Grundlagen zu Private Equity, den Finanzierungsphasen sowie der volkswirtschaftlichen Bedeutung der Anlageklasse.
Die Veränderungen der Branchengegebenheiten durch die Subprimekrise: Analyse der krisenbedingten Marktveränderungen, der Kreditklemme sowie der Auswirkungen auf das Image und die Regulierung der Branche.
Erfolgsfaktoren einer Private Equity Beteiligung an den Beispielen Berentzen & Grohe: Praxisorientierte Untersuchung der Optimierung von Strategie, Management und Finanzstruktur anhand zweier prominenter Fallbeispiele.
Ergebnisse der Arbeit & Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Krisenfolgen und Prognose der zukünftigen Entwicklung von Private Equity im deutschen Markt.
Private Equity, Subprimekrise, Finanzinvestoren, Unternehmensübernahme, Leverage-Effekt, Portfoliounternehmen, Restrukturierung, Berentzen-Gruppe, Grohe, Basel II, Finanzstruktur, Eigenkapital, Krisenmanagement, Unternehmenswert, Exitstrategien
Die Bachelorarbeit behandelt die tiefgreifenden Auswirkungen der weltweiten Subprimekrise auf die Private-Equity-Branche in Deutschland und analysiert, wie diese auf die neuen Rahmenbedingungen reagiert hat.
Die Arbeit beleuchtet den Wandel der Branche, die Herausforderungen bei der Finanzierung, die Rolle von Private Equity als Wachstumstreiber sowie kritische Erfolgsfaktoren bei Unternehmensbeteiligungen.
Es soll geklärt werden, wie die Subprimekrise den Markt für Unternehmensbeteiligungen verändert hat und ob die Branchenakteure gezwungen waren, ihre bisherigen Strategien grundlegend umzustellen.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus theoretischer Fundierung und einer empirischen Fallstudienanalyse anhand der Unternehmen Berentzen und Grohe, um Erfolgsfaktoren praxisnah zu veranschaulichen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der veränderten Branchenbedingungen durch die Krise und eine detaillierte Analyse der Erfolgsfaktoren (Strategie, Managementunterstützung, Finanzstruktur) in den Fallbeispielen.
Zentrale Begriffe sind Private Equity, Subprimekrise, Leverage-Effekt, Portfoliounternehmen, Restrukturierung, Finanzstruktur und Krisenmanagement.
Die Debatte wird als Hintergrund aufgegriffen, um aufzuzeigen, wie Private-Equity-Gesellschaften ihr Image durch das Handeln als "Wachstumstreiber" statt als reine "Finanzinvestoren" in schwierigen Zeiten korrigieren oder behaupten müssen.
Grohe dient als Beispiel für eine umfassende Restrukturierung unter hohem Fremdkapitaleinsatz und zeigt auf, wie ein Global Player die Krise trotz hoher Zinsbelastungen meistern konnte.
Basel II wird als verschärfende Hürde für die Kreditvergabe an Unternehmen mit mittlerer Bonität identifiziert, was die Bedeutung der alternativen Finanzierung durch Private Equity im Mittelstand massiv erhöht hat.
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