Examensarbeit, 2010
117 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
1.1 Das Baskenland
1.2 Europas älteste Sprache – Das Euskera
2. Die Geschichte der Basken
2.1 Die baskische Prähistorie
2.2 Die baskische Frühgeschichte und das Mittelalter
2.3 Baskische Sonderrechte – die Fueros
2.4 Sozio-ökonomische Entwicklungen bis in das 18. Jahrhundert
3. Spanien und das Baskenland im 19. Jahrhundert
4. Theoretischer Hintergrund: Was ist Nationalismus?
5. Sabino Arana und der baskische Nationalismus
5.1 Sabino Policarpo Arana Goiri – Eine biografische Notiz
5.2 Der baskische Nationalismus und die Erfindung Euskadis
6. Abschließende Betrachtung
7. Zusammenfassung in der Fremdsprache (Spanisch)
Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehungsgeschichte des baskischen Nationalismus zur Jahrhundertwende, wobei insbesondere die sozio-ökonomischen Transformationen des 19. Jahrhunderts und die Rolle von Sabino Arana als ideologischer Begründer im Zentrum stehen.
2.2 Die baskische Frühgeschichte und das Mittelalter
Die Ankunft der Römer um das Jahr 200 v. Chr. sorgte für eine gewisse Stabilisierung unter den verschiedenen Stämmen und Volksgruppen. Die römische Politik erschwerte große Völkerbewegungen und ethnische Vermischungen und wirkte somit konservierend auf die bestehenden Zustände. Da die Römer an den baskischen Gebieten kaum interessiert waren, kam es in den späteren Jahren der Romanisierung der Iberischen Halbinsel auch zu keinen nennenswerten Auseinandersetzungen. Das zerklüftete Land der Vascones war für die Römer wirtschaftlich nicht sonderlich fruchtbar und militärisch schwer zugänglich, weshalb sie vielmehr an den südlichen Regionen der Provinzen Álava und Navarra interessiert waren. Die römische Epoche war höchstwahrscheinlich die längste friedliche Zeit in der baskischen Geschichte. Noch heute wird unter Basken diese Zeitspanne als Beweis angesehen, dass ein friedliches und konstruktives Zusammenleben auch mit größeren Mächten möglich ist. Zudem profitierten die Basken von den fortschrittlichen Entdeckungen der Römer. So erlernten sie unter anderem die Kultivierung von Oliven und Trauben, nutzten die von den Römern angelegten Straßen und handelten mit den Römern in neu gegründeten Städten wie Pamplona und Bayonne.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die Bedeutung der baskischen Identität und Sprache und definiert den geografischen sowie wissenschaftlichen Rahmen der Arbeit.
2. Die Geschichte der Basken: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung der Basken von der Prähistorie über das Mittelalter bis zum 18. Jahrhundert nach, wobei besonders die Bedeutung der Fueros für die regionale Autonomie hervorgehoben wird.
3. Spanien und das Baskenland im 19. Jahrhundert: Hier wird der Transformationsprozess im 19. Jahrhundert untersucht, der durch die Abschaffung der Fueros und die aufkommende Industrialisierung tiefgreifende soziale Spannungen auslöste.
4. Theoretischer Hintergrund: Was ist Nationalismus?: Dieses Kapitel bietet eine theoretische Auseinandersetzung mit den Begriffen Nation und Nationalismus, unter Einbeziehung verschiedener wissenschaftlicher Erklärungsmodelle.
5. Sabino Arana und der baskische Nationalismus: Der Hauptteil der Arbeit befasst sich mit der Person Sabino Arana, seiner Ideologie und der Institutionalisierung des frühen baskischen Nationalismus.
6. Abschließende Betrachtung: Eine Zusammenfassung der gewonnenen Erkenntnisse und ein Fazit zum geschichtlichen Verlauf sowie zur Identitätsfindung des baskischen Volkes.
7. Zusammenfassung in der Fremdsprache (Spanisch): Eine abschließende Rekapitulation der wesentlichen Argumente der Arbeit in spanischer Sprache.
Baskenland, Euskera, Nationalismus, Fueros, Sabino Arana, Euskadi, Identität, Spanien, Industrialisierung, Geschichte, Autonomie, Ethnizität, Separatismus, Sozialkonflikte, Karlistenkriege.
Die Arbeit behandelt die Entstehung und Entwicklung des ersten baskischen Nationalismus an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert.
Die Schwerpunkte liegen auf der Geschichte des Baskenlandes, der Rolle der baskischen Sprache (Euskera) und den Auswirkungen der Industrialisierung auf die baskische Gesellschaft.
Das Hauptziel ist es, die Entstehungsgeschichte des ersten baskischen Nationalismus wertneutral darzulegen und die Hintergründe der Identitätsbildung in dieser Epoche aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse geschichtswissenschaftlicher und politikwissenschaftlicher Werke zur baskischen Geschichte und zu nationalismustheoretischen Konzepten.
Der Hauptteil analysiert detailliert die sozio-ökonomischen Veränderungen des 19. Jahrhunderts, den Verlust der Fueros und das Wirken von Sabino Arana als zentraler Figur der nationalistischen Bewegung.
Baskenland, Sabino Arana, Fueros, Euskadi, Identität, Nationalismus und Industrialisierung sind die zentralen Schlagworte.
Die Kriege führten zu einer tiefgreifenden Spaltung der baskischen Gesellschaft und wurden von den Nationalisten als Kampf für die Erhaltung der Fueros und der traditionellen Lebensweise mythologisiert.
Die Erfindung Euskadis diente als identitätsstiftendes Symbol, das eine unabhängige baskische Nation heraufbeschwor und half, die kulturelle und sprachliche Einzigartigkeit politisch zu instrumentalisieren.
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