Diplomarbeit, 2011
96 Seiten, Note: 1,0
1 Übersicht
1.1 Motivation
1.2 Zielsetzung
1.3 Kapitelübersicht
2 Grundlagen und Stand der Technik
2.1 Was ist ein virtuelles Team?
2.2 Wissenstransfer in virtuellen Teams
2.3 Die Entwicklung der IKT
2.4 Unterteilung der Kommunikationsmedien bei der Gruppenarbeit
2.5 Reduktion von Informationen durch die Medien
2.6 Voraussetzungen virtueller Teamarbeit im Unternehmen
2.6.1 Die organisationalen Voraussetzungen
2.6.2 Die personalen Voraussetzungen
2.7 Voraussetzung virtueller Teamarbeit bei global verteilten Teams
2.7.1 Mangel an Face-to-Face Treffen und Medienvorschläge
2.7.2 Kunden- und Lieferantendistanz – Zusammenfassung der grundlegenden Ebenen bei einem Offshoring-Projekt
2.8 virtuelle Teamarbeit – der Nutzen und die Anforderungen
2.8.1 Nutzen der virtuellen Teamarbeit
2.8.2 Anforderungen an die virtuelle Teamarbeit
3 Medienwahl
3.1 Media-Richness-Theorie
3.2 Media-Synchronicity-Theorie
3.3 Channel-Expansion-Theorie
3.4 Social-Influence-Modell
4 Kultur
4.1 Kulturelemente
4.2 Merkmale von Kultur
4.3 Die Rolle der Kulturunterschiede bei einem Software-Offshore-Projekt
4.4 Kulturelle Hindernisse, die den Wissensaustausch beeinflussen
5 Untersuchungen
5.1 Die Umfrage
5.2 Modell und Hypothesen
5.3 Auswertung der Teilnehmerumfragen
5.4 Untersuchung der Hypothese 1
5.5 Untersuchung der Hypothese 2
5.6 Untersuchung der Hypothese 3
5.7 Zusammenfassung der Ergebnisse und Fazit
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Kommunikation und Kooperation in virtuellen Teams unter Berücksichtigung der Informations- und Kommunikationstechnologie sowie verschiedener Kontextvariablen. Es wird analysiert, wie diese Faktoren die Effektivität und Zufriedenheit in global verteilten Teams beeinflussen und welche Strategien zur Problemvermeidung beitragen können.
2.1 Was ist ein virtuelles Team?
Zur Definition eines virtuellen Teams liefert die Literatur unterschiedliche Ansätze, die meist Parallelen in ihrem Inhalt aufweisen. Zülch grenzt bspw. in seinem Buch die lokale Teamarbeit folgendermaßen von der virtuellen Teamarbeit ab: „Im Gegensatz zu konventionellen Teams arbeiten virtuelle Teams nach dem „anytime-anyplace-Prinzip“ aufgaben- oder projektbezogen über Raum-, Zeit- und Organisationsgrenzen hinweg und benutzen dazu Verbindungsnetze, die durch Kommunikationstechnologien ermöglicht werden.“
Siebdrat, Hoegl und Ernst hingegen definieren zuallererst das Team als typischen Baustein der Organisation. Es dient dem Unternehmen als Mittel, um verschiedene Fähigkeiten zu kombinieren. Dabei umfasst es Talente und Perspektiven einer Gruppe von Individuen, die ein gemeinsames Ziel verfolgen. Sie führen weiterhin aus, dass immer mehr Unternehmen Projekte über Distanzen führen, mit Teams die zunehmend aus Mitgliedern zusammengesetzt werden, die einen anderen kulturellen Hintergrund haben, eine andere Sprache sprechen und an einem anderen geografischen Standort sitzen. Zusätzlich sind die Mitglieder in anderen Ländern mit anderen Wertesystemen aufgewachsen.
Sachidanandam Sakthivel definiert die virtuellen Arbeitsgruppen als geografisch getrennte, unabhängig voneinander arbeitende Mitglieder, die ein gemeinsames Ziel über Raum-, Zeit- und Organisationsgrenzen hinweg verfolgen. Dabei nutzen sie zur Kooperation und Kommunikation die IKT, z. B. Telefon oder spezielle Multimediasoftware. Diese virtuelle Arbeit ermöglicht der jeweiligen Organisation, die besten Fachkenntnisse und Kompetenzen trotz geografischer Trennung unter niedrigen Kosten zu verbinden.
1 Übersicht: Einleitung in das Thema virtuelle Teams, Darstellung der Motivation, Zielsetzung und Struktur der Arbeit.
2 Grundlagen und Stand der Technik: Definition von virtuellen Teams, Erläuterung der Bedeutung von Kommunikation sowie Überblick über die technologischen Möglichkeiten und Herausforderungen.
3 Medienwahl: Wissenschaftliche Betrachtung von Theorien und Modellen zur Auswahl geeigneter Kommunikationsmedien in virtuellen Arbeitskontexten.
4 Kultur: Analyse des Faktors Kultur, der kulturellen Merkmale und der Auswirkungen von Kulturunterschieden auf Wissensaustausch und Teamarbeit.
5 Untersuchungen: Empirische Analyse durch eine Umfrage, Vorstellung des Forschungsmodells, Überprüfung der Hypothesen sowie Diskussion der Ergebnisse und Fazit.
Virtuelle Teams, Kommunikation, Medienwahl, IKT, Offshoring, Global verteilte Teams, Media-Richness-Theorie, Media-Synchronicity-Theorie, Kulturunterschiede, Wissensaustausch, Teamzufriedenheit, Teameffektivität, Face-to-Face, Kooperation, Projektmanagement.
Die Arbeit untersucht die Kommunikation und Kooperation von global verteilten virtuellen Teams und wie diese durch moderne Informations- und Kommunikationstechnologien beeinflusst werden.
Die Schwerpunkte liegen auf den Grundlagen virtueller Teamarbeit, den Theorien zur Medienwahl, den Herausforderungen durch kulturelle Unterschiede sowie einer empirischen Analyse von Erfolgsfaktoren in solchen Teams.
Ziel ist es, die Kommunikation in virtuellen Teams zu untersuchen und mittels einer empirischen Umfrage zu bewerten, welche Medien genutzt werden und wie Kontextvariablen (wie Kultur oder Teamführung) die Zusammenarbeit beeinflussen.
Der theoretische Teil basiert auf einer fundierten Literaturrecherche. Der empirische Teil besteht aus einer quantitativen Umfrage unter 114 Teilnehmern, deren Daten mit der Statistiksoftware IBM SPSS Statistics 19 ausgewertet wurden.
Neben der Definition virtueller Teams werden die Entwicklung der IKT, verschiedene Theorien der Medienwahl, der komplexe Einfluss von Kultur auf internationale Projekte sowie ein umfangreicher Forschungsteil inklusive Hypothesenprüfung dargestellt.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie virtuelle Teams, Kommunikation, Medienwahl, Kulturunterschiede und Wissensaustausch charakterisieren.
Obwohl Face-to-Face-Treffen oft als kritisch für den Vertrauensaufbau angesehen werden, zeigt die Untersuchung, dass sie teilweise durch moderne, synchrone Kommunikationsmedien wie Videokonferenzen substituiert werden können, wobei die Kombination verschiedener Medien besonders effektiv wirkt.
Die Arbeit verdeutlicht, dass Hierarchieunterschiede einen statistisch signifikanten Zusammenhang mit der Teamzufriedenheit aufweisen und kulturelle Barrieren ein Haupthindernis für den effektiven Wissensaustausch darstellen können.
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