Fachbuch, 2011
149 Seiten
1. Einleitung
1.1 Ausgangslage
1.2 Problemstellung
1.3 Zielformulierung
1.4 Vorgehensweise
2. Entstehung und Aufbau der internationalen betrieblichen Vorsorge
2.1 Entwicklung der betrieblichen Vorsorge auf nationaler Ebene
2.1.1 Hinweise zu den staatlichen Vorsorgesystemen
2.1.2 Folgen der demographischen Veränderungen auf die Entwicklung der nationalen betrieblichen Vorsorgelösungen
2.1.3 Unterschiede zwischen den nationalen betrieblichen Vorsorgelösungen
2.2 Finanzielle Aspekte der nationalen Vorsorgesysteme
2.2.1 Der Alters-Sparprozess
2.2.2 Die betriebliche Vorsorge geführt von den Lebensversicherungsunternehmen
2.2.2.1 Die materielle Versicherungsaufsicht
2.2.2.2 Rückstellungen
2.2.2.3 Solvenzaufsicht
2.3 Entwicklung der betrieblichen Vorsorge auf internationaler Basis
2.3.1 Auswirkungen der wirtschaftlichen Entwicklung auf die nationale betriebliche Vorsorge
2.3.2 Vorgaben der Konzerne für die "internationale" betriebliche Vorsorge
2.3.3 Forderungen zur Transparenz
2.3.4 Internationale Rahmenverträge
2.4 Entwicklung der internationalen Versicherungsgruppen
2.4.1 Versicherungsnetzwerke und ihre Zielsetzungen
2.4.1.1 John Hancock
2.4.1.2 Swiss Life
2.4.1.3 Insurope
2.4.1.4 Generali
2.4.1.5 ING (Internationale Nederlanden Groep)
2.4.1.6 Allianz
2.4.1.7 Winterthur
2.4.1.8 Gerling
2.4.1.9 AIG (American International Group)
2.4.2 Internationale Zusammenarbeitsverträge
3. Struktur der internationalen Rahmenverträge
3.1 Administrative Abwicklung
3.1.1 Vertragsabwicklungen auf nationaler Ebene, Versicherungsgarantien
3.1.2 Organisatorischer Überblick auf internationaler Ebene
3.1.3 Internationale Einnahmen- und Ausgabenrechnung
3.1.3.1 Positionen der internationalen Einnahmen- und Ausgabenrechnung
3.1.3.2 Hinweise zu einzelnen Positionen
3.2 Arten der internationalen Abrechnungssysteme
3.2.1 Stoploss-Deckung
3.2.2 Verlustvortrags-System
3.2.3 Gewinn- und Verlustvortrags-System
3.2.4 Rückversicherungs-Systeme
3.2.5 Spezialfälle
3.2.6 Aktuelle Entwicklungen
3.3 Tarifstrukturen
3.3.1 Übergang zur Tariffreiheit
3.3.2 Fehlende Grundlagen für Tarifansätze der Risikobeiträge
4. Versicherungsaspekte der internationalen Rahmenverträge
4.1 Versicherungsgarantien
4.1.1 Zusätzliche, die nationalen Versicherungsverträge überlagernde Garantien
4.1.1.1 Erleichterte Aufnahmebedingungen
4.1.1.2 Abzüge bei Auflösung von nationalen Versicherungsverträgen
4.1.1.3 Risiken bei Ein- oder Ausschluss von nationalen Versicherungsverträgen
4.1.1.4 Risiken bei Kündigung des Rahmenvertrages
4.1.1.5 Katastrophenrisiken
4.1.2 Versicherungstechnische Handhabung bei fehlenden statistischen Grundlagen
4.2 Technische Aspekte und Gefahren der Abrechnungssysteme
4.2.1 Risiken innerhalb der internationalen Versicherungsgruppen
4.2.2 Vertragswerke zur Regelung der Risiken und des Zahlungsverkehrs innerhalb der internationalen Versicherungsgruppen
4.2.1.1 Nationale Lebensversicherungsunternehmen als Träger exklusiv der eigenen versicherten Risiken
4.2.1.2 Nationale Lebensversicherungsunternehmen als Träger weiterer Risiken
4.2.1.3 Zusammenarbeitsverträge im Netzwerk
4.2.3 Bestimmung der Risikobeiträge
4.2.3.1 Unsicherheiten bei der Berechnung der Risikobeiträge
4.2.3.2 Risikobeiträge und ihre darin enthaltenen Margen
4.2.4 Fehlende aufsichtsrechtliche Vorgaben
4.3 Vorzunehmende Abklärungen
5. Markt-Deregulierungen, Solvenzkapitalanforderungen und deren Einfluss auf die künftige internationale betriebliche Vorsorge
5.1 Deregulierungen in Europa und Solvabilität I
5.1.1 Hinweise zur Entwicklung der EU-Lebensversicherungs-Richtlinien
5.1.1.1 Die erste Richtlinie
5.1.1.2 Die zweite Richtlinie
5.1.1.3 Die dritte Richtlinie
5.1.2 Solvenzvorschriften (Solvabilität I)
5.1.2.1 Reformen Solvenzkapitalanforderung
5.1.2.2 Wettbewerb und "Solvabilität I"
5.1.2.3 Fehlende Zielerreichung mit Solvabilität I
5.2 Neue Solvenzvorschriften (Solvabilität II)
5.2.1 Die Drei-Säulen-Struktur
5.2.2 Solvenzkapitalanforderung (Solvency Capital Requirement, SCR)
5.2.3 Erfahrungen
5.2.4 Standardformel versus Internes Modell
5.3 Auswirkungen auf die internationale betriebliche Vorsorge
5.3.1 Einfluss auf die nationalen Versicherungsverträge für die betriebliche Vorsorge
5.3.1.1 Ausgangslage
5.3.1.2 Grundsätzliche Hinweise zu Solvabilität II
5.3.1.3 Bestandesentwicklungen
5.3.1.4 Risikoprozess bei den aktiven Versicherten
5.3.1.5 Kapital- oder Rentenbezug und laufende Renten
5.3.1.6 Kostenprozess
5.3.1.7 Vertragsauflösungen
5.3.1.8 Mindestquotenregelung
5.3.1.9 Auswirkungen auf die nationalen Versicherungsverträge
5.3.2 Einfluss auf die Gestaltung von internationalen Rahmenverträgen
5.3.2.1 Ausgangslage
5.3.2.2 Hinweise zu besonderen Risiken
5.3.2.3 Spezialsituationen bei der Internationalen Erfahrungstarifierung
6. Überprüfung der internationalen Rahmenverträge unter Beachtung von Solvabilität II
6.1 Spezielle aufsichtsrechtliche Aufgaben
6.2 Rechtliche Aspekte zu den Formen internationaler Rahmenverträge
6.2.1 Das Bonus/Malus-System
6.2.2 Das Abrechnungsprinzip auf der Basis der Rückversicherung
6.2.3 Fazit zum rechtlichen Aspekt
6.3 Versicherungstechnische Aspekte in den internationalen Rahmenverträgen
6.3.1 Grundsätzliches
6.3.2 Ausfallrisiko von Rückversicherungsunternehmen
6.3.2.1 Umfang des Risikos
6.3.2.2 Bestimmung der Faktoren mit Einfluss auf das Ausfallrisiko Rückversicherungsunternehmen
6.3.2.3 Parameteransätze durch Abstellen auf sinnvolle Daten
6.3.2.4 Erfahrungen beim schweizerischen Swiss Solvency Test
6.3.3 Solvabilität II – Ausfallrisiko im Zahlungsverkehr
6.3.3.1 Ausfallrisiken von Partnergesellschaften
6.3.3.2 Bestimmung der Faktoren mit Einfluss auf das Ausfallrisiko Netzwerkpartner
6.3.3 Fazit zum versicherungstechnischen Aspekt
7. Mögliche Folgen von Solvabilität
7.1 Auswirkungen von Solvabilität II
7.1.1 Rechte der Versicherungsunternehmen
7.1.2 Auswirkungen wegen Vorgaben zur 1. Säule von Solvabilität II
7.1.3 Auswirkungen wegen Vorgaben zur 2. Säule von Solvabilität II
7.1.4 Auswirkungen wegen Vorgaben zur 3. Säule von Solvabilität II
7.1.5 Fazit
7.2 Weitere Überprüfungen durch die Aufsichtsbehörde
7.2.1 Ausgangslage
7.2.2 Analyse von kurzfristigen Wertschwankungen bei Kapitalanlagen
7.2.3 Konzepte für Analysen auf monatlicher Basis
7.2.4 Interventionsschwellen
7.2.5 System-Risiken und "Domino-Effekte"
8. Zusammenfassung und Schlussfolgerungen
8.1 Geschichtlicher Rückblick
8.2 Aktuelle rechtliche und versicherungstechnische Aspekte
8.2.1 Rechtliche Vorgaben der Aufsichtsbehörden
8.2.2 Auflagen an die nationalen Lebensversicherungsunternehmen
8.2.3 Chancen und Risiken für internationale Versicherungsgruppen
Die vorliegende Publikation setzt sich zum Ziel, einen fundierten Überblick über die Entwicklung und den heutigen Stand der internationalen betrieblichen Vorsorge sowie der damit verbundenen internationalen Rahmenverträge und der Erfahrungstarifierung zu geben, insbesondere vor dem Hintergrund neuer gesetzlicher Anforderungen wie Solvabilität II.
2.4.1 Versicherungsnetzwerke und ihre Zielsetzungen
Diejenigen Lebensversicherungsunternehmen, welche erste internationale Rahmenverträge mit Konzernen zu Beginn der 60er Jahre abschliessen konnten, erkannten, dass sich auf dieser Grundlage das Geschäftsvolumen erhöhen liess und Marktanteile zugewonnen werden können. Zwar war es nicht möglich, die gleich guten Margen wie bei einem rein national abgeschlossen Versicherungsvertrag für die betriebliche Vorsorge als Gewinnbeitrag für das Lebensversicherungsunternehmen zu erhalten, doch rechneten die Lebensversicherungsunternehmen sich durch ihr Entgegenkommen mit erhöhter Transparenz, neuartigen Garantien und einer Rückerstattung von nicht benötigten Margen an Konzerne weitere Geschäftsmöglichkeiten oder Kostenvorteile aus:
+ Imageverbesserung auf breiter Basis als fortschrittlich geltendes Lebensversicherungsunternehmen und damit Gewinn neuer Kunden.
+ Reduktion der Kostenbeiträge je Versicherungsnehmer zur Bedeckung der Kosten der Grundstrukturen (u.a. Informatik) bei stark zunehmendem Portefeuille.
+ Einsparung von Abschlusskosten als Folge der beim Konzern durchgeführten zentralen Anwerbung der verschiedenen nationalen Vorsorgepläne.
+ Reduktion der Stornorate durch die Unterstützung des Konzerns, die nationalen Vorsorgepläne für das Lebensversicherungsunternehmen in Kraft zu halten.
+ Erhöhung der Abschlüsse von individuellen Lebensversicherungspolicen, vor allem an Kadermitarbeitende der Konzerne.
1 Einleitung: Beschreibt die Ausgangslage, die Problemstellung und die Zielsetzung der Arbeit, die sich mit den rechtlichen und finanziellen Herausforderungen internationaler Rahmenverträge für die betriebliche Vorsorge befasst.
2 Entstehung und Aufbau der internationalen betrieblichen Vorsorge: Analysiert die historische Entwicklung der betrieblichen Vorsorge auf nationaler und internationaler Ebene sowie die Entstehung der internationalen Versicherungsnetzwerke.
3 Struktur der internationalen Rahmenverträge: Behandelt die administrativen Abläufe, verschiedene Arten der internationalen Abrechnungssysteme wie Stoploss- oder Verlustvortrags-Systeme sowie die grundlegenden Tarifstrukturen.
4 Versicherungsaspekte der internationalen Rahmenverträge: Beleuchtet die versicherungstechnischen Garantien, die Risiken der Abrechnungssysteme und die Notwendigkeit der Bestimmung risikogerechter Beiträge.
5 Markt-Deregulierungen, Solvenzkapitalanforderungen und deren Einfluss auf die künftige internationale betriebliche Vorsorge: Untersucht den Einfluss von Solvabilität I und II auf die Gestaltung nationaler Versicherungsverträge und internationaler Rahmenverträge.
6 Überprüfung der internationalen Rahmenverträge unter Beachtung von Solvabilität II: Geht auf spezielle aufsichtsrechtliche Aufgaben und die rechtlichen sowie versicherungstechnischen Risiken bei der Anwendung von Solvabilität II ein.
7 Mögliche Folgen von Solvabilität: Diskutiert die Auswirkungen von Solvabilität II auf Versicherungsunternehmen und die Notwendigkeit weiterer Überprüfungen durch die Aufsichtsbehörden, inklusive Systemrisiken.
8 Zusammenfassung und Schlussfolgerungen: Fasst die Kernergebnisse zum geschichtlichen Rückblick sowie die aktuellen rechtlichen und versicherungstechnischen Aspekte für internationale Versicherungsgruppen zusammen.
Betriebliche Vorsorge, Internationale Rahmenverträge, Erfahrungstarifierung, Multinational Pooling, Lebensversicherung, Solvabilität II, Schweizer Solvenztest, Risikomanagement, Versicherungsnetzwerke, Rückversicherung, Aufsichtsrecht, Kapitaldeckungsverfahren, Risikobeitrag, Solvenzkapitalanforderung, internationale Einnahmen- und Ausgabenrechnung.
Die Arbeit untersucht die Entwicklung, den Aufbau und die Herausforderungen internationaler Rahmenverträge in der betrieblichen Vorsorge, insbesondere im Hinblick auf neue aufsichtsrechtliche Anforderungen wie Solvabilität II.
Zentrale Themen sind das "Multinational Pooling", die internationale Erfahrungstarifierung, die Rolle von Versicherungsnetzwerken sowie die Auswirkungen regulatorischer Änderungen auf die Finanzkraft und Risikosteuerung von Lebensversicherungsunternehmen.
Das Ziel ist es, interessierten Personen einen Überblick über die Entwicklung dieser Rahmenverträge zu geben und aufzuzeigen, welche Risiken und Chancen sich durch neue Solvenzvorschriften für Konzerne und Versicherer ergeben.
Der Autor verwendet eine analytische Herangehensweise, basierend auf einer Zusammenstellung der geschichtlichen Entwicklung, regulatorischer Rahmenbedingungen sowie einer empirischen Modellbetrachtung zur Bestimmung von Risikobeiträgen in internationalen Einnahmen- und Ausgabenrechnungen.
Der Hauptteil behandelt die Struktur internationaler Rahmenverträge, die verschiedenen Abrechnungs- und Risikomodelle, die Auswirkungen der Deregulierung in Europa sowie die spezifischen versicherungstechnischen Herausforderungen unter Solvabilität II.
Typische Schlüsselwörter sind Betriebliche Vorsorge, Internationale Rahmenverträge, Multinational Pooling, Erfahrungstarifierung, Solvabilität II und Risikomanagement.
Solvabilität II erfordert eine risikogerechtere Unterlegung von Eigenkapital, was die bisherigen, teils auf "best estimates" basierenden Abrechnungsmodelle der Netzwerke unter Druck setzt und eine genauere Analyse der Risiken und der Gewinnkraft erfordert.
Aufsichtsbehörden fordern verstärkt Transparenz und eine risikoorientierte Steuerung. Sie hinterfragen zunehmend, ob internationale Rahmenverträge bei einer Übertragung fast aller Risiken an den Konzern noch den aufsichtsrechtlichen Vorgaben für Versicherungsunternehmen entsprechen.
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