Diplomarbeit, 2011
76 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Zentrale Begriffe und Konstrukte des Modells adaptiver Präferenzen
2.1 Aufmerksamkeitsausrichtende Hinweisreize zur Reizselektion
2.2 Bewusstsein und Unterbewusstsein als ineinandergreifender Prozess
2.3 Emotionen, ihre Funktion und Gefühle
2.4 Abgrenzung der Konstrukte Motiv, Präferenz und Einstellung
3 Basistheorien zur intuitiven Verhaltenssteuerung
3.1 Duale Prozesse während der Informationsverarbeitung
3.2 Geheimnis der Intuition: Damasio’s Somatische Marker und die Affektheuristik
3.3 Neuronale Prozesse und das limbische System
3.3.1 Neuronale Informationsverarbeitung
3.3.2 Aufbau und Funktionsweise des limbischen Systems
3.4 Adaptives Unterbewusstsein und Implizites Lernen von Mustern
4 Das Modell adaptiver Präferenzen
4.1 Was sind adaptive Präferenzen?
4.2 ‚Aktive Motive’ versus ‚adaptive Präferenzen’
4.3 Prozess zur Entwicklung von Produktpräferenzen
4.4 Ableitung und Erklärung des Modells adaptiver Präferenz (MAP)
4.4.1 Umwelt und adaptive Präferenz
4.4.2 Persönlicher Kontext adaptiver Kaufentscheidungen
4.5 Einfluss adaptiver Präferenzen auf das Käuferverhalten
5 Ergebnisse und Diskussion
6 Zusammenfassung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines übergreifenden Modells, das die unbewusste Steuerung von Kaufentscheidungsprozessen erklärt. Dabei wird untersucht, wie neurobiologische Erkenntnisse und psychologische Theorien dazu beitragen können, Konsumentenentscheidungen in komplexen, aber unbewusst ablaufenden Prozessen zu verstehen.
Geheimnis der Intuition: Damasio’s Somatische Marker und die Affektheuristik
Wie bereits in Kapitel 2.3 einführend erklärt, haben Emotionen großen Einfluss auf unser Gedächtnis und auf unser Verhalten. Die Brücke zur Erklärung dieses Zusammenhangs stellt die von Damasio entwickelte ‚Somatische Marker Hypothese’ (SMH) dar. Nachweise für seine Hypothese fand Damasio zusammen mit Kollegen in verschiedenen experimentellen Studien (Damasio et al. 1990, S. 1039ff.; Bechara et al. 1994, S. 7ff.; 1995, S. 1115ff., 1997, S. 1293f.). Aufgrund ihrer großen Erklärungskraft, haben sich auch andere Autoren (kritisch) mit der SMH auseinandergesetzt (vgl. Paulus/Frank 2003, S. 1311ff.; Dunn et al. 2006, S. 239ff.) und sie für eigene Thesen verwendet (s. z. B. Loewenstein 2001, S. 270; Pham/Avnet 2009, S. 267ff.).
Das Gehirn ist in der Lage, in sehr kurzer Zeit sehr viele Informationen zu verarbeiten und sogar Handlungsentscheidungen zu treffen, ohne dafür das Bewusstsein in Anspruch nehmen zu müssen. Ein berühmtes Experiment, mit dem dies nachgewiesen werden konnte, ist das ‚Iowa-Glücksspielexperiment’ (‚Iowa gambling task’), das von Bechara und Kollegen 1994 an der University of Iowa durchgeführt wurde und seitdem für viele weitere Experimente eingesetzt wurde.
1 Einleitung: Vorstellung des Themas und der Forschungsfrage zur unbewussten Steuerung von Kaufentscheidungen.
2 Zentrale Begriffe und Konstrukte des Modells adaptiver Präferenzen: Definition der Grundlagen wie Bewusstsein, Unterbewusstsein, Emotionen und Abgrenzung der Konstrukte Motiv, Präferenz und Einstellung.
3 Basistheorien zur intuitiven Verhaltenssteuerung: Übersicht zu dualen Prozessmodellen, der Somatischen Marker Hypothese und neuronalen Grundlagen des limbischen Systems.
4 Das Modell adaptiver Präferenzen: Detaillierte Herleitung des MAP-Modells sowie Diskussion von Umwelt- und Kontextfaktoren bei Kaufentscheidungen.
5 Ergebnisse und Diskussion: Diskussion der Vor- und Nachteile des Modells und der Implikationen für Marketing und Forschung.
6 Zusammenfassung: Synthese der Kernergebnisse der Arbeit hinsichtlich der unbewussten Steuerung von Konsumverhalten.
Adaptives Unterbewusstsein, Modell adaptiver Präferenzen, Neuromarketing, Emotionen, Somatische Marker Hypothese, Affektheuristik, Kaufentscheidungsverhalten, Limbisches System, Kognitive Prozesse, Implizites Lernen, Priming, Produktpräferenzen, Bewusstsein, Intuition, Konsumverhalten.
Die Diplomarbeit untersucht die Rolle des Unterbewusstseins und von Emotionen bei der Steuerung von Kaufentscheidungen und führt das „Modell adaptiver Präferenzen“ (MAP) ein.
Zu den zentralen Themen gehören die moderne Neurowissenschaft, die Verhaltenspsychologie, die Emotionsforschung sowie die praktische Anwendung im Marketing, insbesondere im Bereich der Produkt- und Markenwahrnehmung.
Das Ziel ist es, eine übergreifende Theorie zu erstellen, die erklärt, wie Konsumenten unbewusst vorteilhafte Entscheidungen treffen, auch wenn sie nicht explizit über Optionen nachdenken.
Es handelt sich um eine deskriptive Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse aktueller neurobiologischer und psychologischer Studien basiert, um ein neues, integratives Modell abzuleiten.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu unbewussten Prozessen, die Erklärung neurobiologischer Strukturen (limbische System) und die schrittweise Entwicklung des MAP-Modells.
Die Arbeit fokussiert sich insbesondere auf Begriffe wie „adaptives Unterbewusstsein“, „Somatische Marker“ und „Kaufentscheidungsprozesse“.
Es sind unbewusste Signalreize, die an einen situativen Kontext angepasst sind und dem Konsumenten helfen, schnell und effizient eine vorteilhafte Kaufentscheidung zu treffen.
Das limbische System gilt als evolutionär altes Zentrum für emotionsgesteuerte Informationsverarbeitung, das in Entscheidungssituationen schnell intuitive „Bauchgefühle“ liefert.
Laut Modell greifen Konsumenten unter Zeitdruck auf gespeicherte, somatisch markierte Informationen zurück, was eine schnelle, unbewusste Auswahl ohne aufwendige Analyse ermöglicht.
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