Diplomarbeit, 2011
134 Seiten, Note: 2,0
1 Talent Management System – Überblick und konzeptionelle Grundlagen
1.1 Ausgangslage
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Demographischer Wandel und Entwicklung für Deutschland
1.4 Wandel zur Wissensgesellschaft
1.5 Theoretische Grundlagen
1.6 Kompetenzmanagement
2 Talent Management System – Strategie
2.1 Grundlagen
2.2 Strategische Phasen
2.2.1 Phase der Zielbildung
2.2.2 Phase der strategischen Analyse
2.2.3 Phase der Personalbedarfsermittlung
2.2.3.1 Ermittlung des quantitativen Bedarfs
2.2.3.2 Ermittlung des qualitativen Bedarfs
2.3 Planung der Personalbereitstellung
2.4 Planung der Personalentwicklung
3 Talent Management System- Kultur
3.1 Grundlagen
3.2 Kulturbegriff
3.3 Unternehmenskultur
3.4 Etablierung einer Kultur
3.4.1 Hindernisse der Etablierung
3.4.2 Techniken zur Etablierung einer Kultur
3.4.2.1 Mitarbeiter- und ergebnisorientierte Führung der Führungskräfte
3.4.2.1.1 Maßnahme der Kopfebene: 360°- Feedback
3.4.2.1.2 Maßnahme der Handebene: Mentoring
3.4.2.1.3 Maßnahme auf der Herzebene: Persönliche Anwendung der Instrumente
3.4.2.2 Engagement und Integration des Senior-Managements in den TMS-Prozesse
3.4.2.2.1 Maßnahme auf der Kopfebene: Überzeugung durch Nutzenargumente des TMS
3.4.2.2.2 Maßnahme auf der Handebene: Abstimmen der Geschäftsziele mit den TM-Zielen
3.4.2.2.3 Maßnahmen auf der Herzebene: Unterstützung durch wertschätzende Haltung
3.4.2.3 Mitarbeiter demonstrieren Offenheit für Veränderungen und Lernfähigkeit
3.4.2.3.1 Maßnahme auf der Kopfebene: Wissensmanagement
3.4.2.3.2 Maßnahmen auf der Handebene: Ausreichend Weiterbildungsmöglichkeiten
3.4.2.3.3 Maßnahme auf der Herzebene: Förderung der Offenheit durch kulturelle Vielfalt
3.4.2.4 Die HR-Manager agieren proaktiv als Business-Partner
3.4.2.4.1 Maßnahme auf der Kopfebene: Akzeptanz schaffen
3.4.2.4.2 Maßnahme auf der Handebene: Qualifikation der Personaler
3.4.2.4.3 Maßnahme auf der Herzebene: Akzeptanz der Geschäftsleitung
4 HR-Praktiken
4.1 Beurteilung
4.1.1 Personalentwicklungsgespräch
4.1.2 SMART-Prinzip
4.1.3 Objektive Beurteilung
4.1.4 Multiple Feedback Methode
4.1.5 Fazit
4.2 Identifikation von Talenten
4.2.1 Performance-Potential Matrix
4.2.2 Talent-Pool
4.2.3 Business Career Interest Inventory (BCII)
4.2.3.1 Personal highs
4.2.3.2 Business Career Profile Type
4.2.3.3 Business Career Interest Inventory in der Praxis
4.2.3.3.1 Auswertung der Testergebnisse
4.2.3.3.2 Fazit
4.3 Nachfolgeplanung
4.3.1 Koordination von Laufbahn- und Nachfolgeplanung
4.3.2 Sechs Schritte der Nachfolgeplanung
4.3.3 Ampel-Matrix
4.3.4 Fazit
4.4 Personalentwicklung
4.4.1 Inhalte
4.4.2 Methoden
4.4.3 Entwicklungsmethoden on the job und off the job
4.4.4 Entwicklungsmethoden für Teilnehmer des Talent-Pools
4.4.5 Coaching durch Führungskräfte
4.4.6 Fazit
4.5 Beschaffung
4.5.1 Beschaffungswege
4.5.1.1 Interne Beschaffung
4.5.1.1.1 Versetzung
4.5.1.1.2 Mehrarbeit
4.5.1.2 Externe Personalbeschaffung
4.5.1.2.1 Personalleasing
4.5.1.2.2 Stellenanzeige
4.5.2 Fazit
4.6 Bindung
4.6.1 Maßnahmen zur Steigerung
4.6.1.1 Work-Life-Balance
4.6.1.2 Wertschätzung gegenüber der Mitarbeiter
4.6.1.3 Laufbahnmodelle
4.6.2 Fazit
5 Zusammenfassung und Ausblick
Ziel der vorliegenden Diplomarbeit ist die Darstellung eines ganzheitlichen Talent Management Systems (TMS), das Unternehmen befähigen soll, auf wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen flexibel zu reagieren. Die Arbeit adressiert dabei insbesondere die Herausforderungen des demografischen Wandels und des zunehmenden Fachkräftemangels, indem sie ein Rahmenmodell entwickelt, das über die bloße Identifikation von Leistungsträgern hinausgeht und die Talente aller Mitarbeiter im Unternehmen in den Fokus rückt. Die Arbeit leistet somit einen Beitrag zur strategischen Personalentwicklung und Mitarbeiterbindung in der Wissensgesellschaft.
1.1 Ausgangslage
Wir befinden uns heute in wirtschaftlich turbulenten Zeiten. Es vollzieht sich ein wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Wandel, der durch die Globalisierung, Deregulierung und Liberalisierung der Märkte und weiteren sozialen, ökonomischen und technologischen Kräfte angetrieben wird. Zudem sind die Folgen der Weltwirtschafts- und Finanzkrise weltweit noch deutlich spürbar.
Dennoch beschäftigt kaum ein anderes Thema die Medienwelt und unsere Gesellschaft so, wie der demographische Wandel. Zweifellos stellt uns dieser Wandel vor eine unserer größten Herausforderungen der Zukunft. In diesen Zeiten stellen Innovationen im umfassenden Sinne von neuen Produkten und Prozessen die Vorrausetzung für Unternehmen dar, um heute und in Zukunft erfolgreich am Markt agieren zu können. Grundlage für Innovationen sind hochqualifizierte Mitarbeiter. In der heutigen Zeit ist zu beobachten, dass viele der Hochqualifizierten aus den geburtsstarken Jahrgängen den Arbeitsmarkt verlassen und gleichzeitig folgen nicht genügend potenzielle Arbeitskräfte aus den jüngeren Jahrgängen. Für Unternehmen entsteht somit ein Wettbewerb um die besten Mitarbeiter. Dieser Wettbewerb wird häufig auch als „War for Talents“ bezeichnet. Dieser Begriff tauchte erstmals durch die Veröffentlichung des gleichnamigen Buches von Ed Michaels, Hellen Handfield-Jones und Beth Axelrod im Jahre 1997 auf. Anhand einer Mc-Kinsey-Studie machten die Autoren erstmals auf den bevorstehenden Fachkräftemangel aufmerksam. Die Begriffswahl soll verdeutlichen, dass es bei diesem Wettbewerb um das Überleben von Unternehmen geht. Zudem wird deutlich, dass der Fachkräftemangel keineswegs ein neues Problem für die Wirtschaft und Gesellschaft ist und diese unvorbereitet trifft. Bereits heute ist ein qualitativer Fachkräftemangel in Deutschland vorhanden. Beobachten lässt sich der Mangel an den Unternehmen, die anhand von Kurzarbeitszeit versuchen, mit fast allen Mitteln Entlassungen zu vermeiden.
1 Talent Management System – Überblick und konzeptionelle Grundlagen: Dieses Kapitel führt in die Notwendigkeit eines Talent Management Systems ein, beleuchtet den demografischen Wandel sowie den Wandel zur Wissensgesellschaft und legt die theoretischen Fundamente.
2 Talent Management System – Strategie: Hier werden die strategischen Phasen eines TMS beschrieben, insbesondere die Zielbildung, die strategische Analyse (z.B. SWOT-Analyse) sowie die Ermittlung des quantitativen und qualitativen Personalbedarfs.
3 Talent Management System- Kultur: Das Kapitel erläutert die Bedeutung der Unternehmenskultur für den Erfolg von Personalprozessen und stellt Techniken zu deren Etablierung durch Führungskräfte vor.
4 HR-Praktiken: Dieser Hauptteil präsentiert konkrete HR-Instrumente zur Beurteilung, Talentidentifikation, Nachfolgeplanung und Mitarbeiterbindung, wobei insbesondere das Business Career Interest Inventory (BCII) praktisch getestet wird.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Das Kapitel resümiert die Kernaussagen der Arbeit und diskutiert zukünftige Herausforderungen sowie die Bedeutung einer modernen Einwanderungspolitik für den deutschen Arbeitsmarkt.
Talent Management, demografischer Wandel, Fachkräftemangel, Unternehmenskultur, Strategisches Personalmanagement, Kompetenzmanagement, Mitarbeiterbindung, Personalentwicklung, Talent-Pool, Performance-Potential Matrix, Nachfolgeplanung, Business Career Interest Inventory, Wissensgesellschaft, Recruiting, Personalleasing.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Konzeption und Einführung eines Talent Management Systems (TMS), um Unternehmen in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten durch effektive Mitarbeitergewinnung und -förderung wettbewerbsfähig zu halten.
Die Schwerpunkte liegen auf den drei Säulen Strategie, Unternehmenskultur und HR-Praktiken sowie der Reaktion auf den demografischen Wandel und den Fachkräftemangel.
Das Ziel ist es, dem Leser einen umfassenden Überblick über Hintergründe, Strategien und Instrumente zur Einführung eines TMS zu geben, das individuell auf verschiedene Unternehmensfaktoren angepasst werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und ergänzt diese durch einen praktischen Feldversuch, bei dem das "Business Career Interest Inventory" (BCII) an einer Gruppe von Abiturienten getestet wurde.
Im Hauptteil werden strategische Phasen der Personalbedarfsplanung, Techniken zur Etablierung einer Unternehmenskultur sowie konkrete HR-Praktiken wie die Talentidentifikation und Nachfolgeplanung detailliert erläutert.
Die wichtigsten Begriffe sind Talent Management, Fachkräftemangel, Unternehmenskultur, Personalentwicklung, Mitarbeiterbindung und Kompetenzmanagement.
Während klassische Ansätze sich oft nur auf wenige "High Potentials" konzentrieren, verfolgt diese Arbeit einen integrierten Ansatz, bei dem die Begabungen jedes einzelnen Mitarbeiters als wertvolles Talent betrachtet werden.
Die Ampel-Matrix dient als vereinfachtes Instrument zur Talentidentifikation, bei dem Mitarbeiter hinsichtlich Leistung, Verhalten und Potenzial bewertet werden, um Stärken und Lücken transparent darzustellen.
Laut der Arbeit ist Wertschätzung essenziell für die emotionale Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen; ohne diese Haltung verfehlen personalwirtschaftliche Instrumente ihre psychologische Wirkung auf die Motivation.
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