Diplomarbeit, 2010
92 Seiten, Note: 2,0
1. Einführung
1.1. Relevanz des Themas
1.2. Forschungsstand und Entfaltung der Fragestellung
1.3. Aufbau und Methodik
2. Das chinesische Berufsbildungssystem
2.1. Identifikation zentraler Probleme
3. Förderung der Berufsbildung
3.1. Quantitative Ausweitung
3.1.1. Zielvorgaben
3.1.2. Initiativen und Umsetzung
3.1.3. Bewertung
3.2. Lehreraus- und -fortbildung
3.2.1. Zielvorgaben
3.2.2. Initiativen und Umsetzung
3.2.3. Bewertung
3.3. Reform der Curricula und Lehrmethoden
3.3.1. Zielvorgaben
3.3.2. Initiativen und Umsetzung
3.3.3. Bewertung
3.4. Schul-Unternehmenskooperation
3.4.1. Zielvorgaben
3.4.2. Initiativen und Umsetzung
3.4.3. Bewertung
3.5. Zusammenfassung der bisherigen Ergebnisse
4. Deutsch-chinesische Berufsbildungskooperation
4.1. Entwicklung und zentrale Akteure
4.2. Erfahrungen mit Kooperationsprojekten
4.2.1. Mikroebene: Modellprojekte zur Facharbeiter- und Lehrerausbildung
4.2.2. Mesoebene: Multiplikatorenmodelle
4.2.3. Makroebene: Systemberatung
4.2.4. Integrierte Projekte
4.3. Zusammenfassung der bisherigen Ergebnisse
5. Potenzial deutsch-chinesischer Berufsbildungskooperation
5.1. Im Bereich der quantitativen Ausweitung
5.2. Im Bereich der Lehreraus- und -fortbildung
5.3. Im Bereich der Reform der Curricula und Lehrmethoden
5.4. Im Bereich der Schul-Unternehmenskooperation
6. Fazit
Diese Diplomarbeit analysiert die Förderung der beruflichen Bildung in der Volksrepublik China seit 2005 und bewertet dabei insbesondere die deutsch-chinesische Bildungskooperation. Das primäre Ziel besteht darin, unter Berücksichtigung des 11. Fünfjahresplans verschiedene Kooperationsfelder zu untersuchen, Synergieeffekte zu identifizieren und Empfehlungen für eine nachhaltigere Projektgestaltung abzuleiten, um vorhandene Schwächen im chinesischen Berufsbildungssystem auszugleichen.
1.1. Relevanz des Themas
Die Berufsbildung hat direkten Einfluss auf die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung eines Landes und gilt in der Volksrepublik China (VRCh, China) als Engpass auf dem Weg zur Modernisierung. Noch nie wurde ihr eine derart große Bedeutung zugemessen wie in den letzten Jahren. Dies lässt sich mit den großen Investitionen der Zentralregierung und den zahlreichen politischen Initiativen zur Verbesserung und Ausweitung der Berufsbildung belegen. Diese neue Gewichtung wird durch den 11. Fünfjahresplan (11. FJP 2006-2010) bedingt, der als Wendepunkt in der Entwicklungsstrategie Chinas bezeichnet wird. Statt dem absoluten Wirtschaftswachstum wird eine ausgeglichene, nachhaltige Entwicklung angestrebt, die soziale Spannungen vermeiden, bzw. auflösen soll.
Die Berufsbildung ist in diesem Zusammenhang ein wichtiges Instrument, um den von der Regierung propagierten Aufbau einer „Harmonischen Gesellschaft“ zu unterstützen und der breiten Bevölkerung einen „Bescheidenen Wohlstand“ zu ermöglichen. Dennoch ist sie eine Schwachstelle im chinesischen Bildungssystem. Geht es um Reform und Verbesserung, wendet sich in China der Blick oft zur Bundesrepublik Deutschland (BRD, Deutschland). Die deutsche Berufsbildung gilt als „Geheimwaffe“ und Ursache für den großen wirtschaftlichen Erfolg des Landes nach dem 2. Weltkrieg. Das Duale System findet in der VRCh viel Beachtung. Es garantiert eine praxisnahe Ausbildung, kann sich technischen Veränderungen anpassen und verspricht einen leichten Übergang der Berufsschüler in ein Beschäftigungsverhältnis. Gelobt wird auch das deutsche Lehrerausbildungssystem. Die BRD ist seit langem wichtigster Partner in der bilateralen Berufsbildungskooperation und hat ein Interesse daran, Chinas Stabilität und wirtschaftliche Entwicklung zu fördern.
1. Einführung: Definition der Relevanz der Berufsbildung für Chinas Modernisierung, Überblick über den Forschungsstand sowie Erläuterung des methodischen Vorgehens der Arbeit.
2. Das chinesische Berufsbildungssystem: Darstellung des rechtlichen Rahmens und der administrativen Strukturen sowie Identifikation der zentralen Probleme des Systems.
3. Förderung der Berufsbildung: Detaillierte Untersuchung der staatlichen Maßnahmen in den Bereichen quantitative Ausweitung, Lehrerausbildung, Curriculumsreform und Unternehmenskooperation.
4. Deutsch-chinesische Berufsbildungskooperation: Analyse der Entwicklung, der beteiligten Akteure und der Erfahrungen mit verschiedenen Projektformen auf unterschiedlichen Ebenen.
5. Potenzial deutsch-chinesischer Berufsbildungskooperation: Bewertung künftiger Kooperationsmöglichkeiten hinsichtlich Synergieeffekten, Schwächenausgleich und Risiken.
6. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und Empfehlungen für eine zukünftige Ausgestaltung der Zusammenarbeit.
Berufsbildung, VR China, 11. Fünfjahresplan, deutsch-chinesische Kooperation, Duales System, Lehrerfortbildung, Curriculumreform, Schul-Unternehmenskooperation, Bildungsfinanzierung, Fachkräftemangel, Nachhaltigkeit, Qualifikation, Sekundarstufe II, Berufsbildungssystem, Projektmanagement.
Die Arbeit untersucht die Reformen und die Förderung der beruflichen Bildung in China seit 2005 und bewertet die Rolle der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit in diesem Prozess.
Die zentralen Felder umfassen die staatlichen Zielvorgaben, die quantitative Ausweitung, die Qualität der Lehrkräfte, die Reform der Lerninhalte (Curricula) und die Kooperation zwischen beruflichen Schulen und der Wirtschaft.
Die Arbeit fragt nach den staatlichen Entwicklungszielen, den ergriffenen Maßnahmen und deren Fortschritt sowie den Konsequenzen und Potenzialen für eine effektive deutsch-chinesische Kooperation.
Neben einer umfassenden Literatur- und Dokumentenanalyse wird eine SWOT-Analyse (Stärken-Schwächen-Chancen-Risiken) genutzt, um das Potenzial möglicher Kooperationsprojekte systematisch zu bewerten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme des chinesischen Systems, eine detaillierte Analyse der staatlichen Förderbereiche und eine kritische Auseinandersetzung mit bisherigen deutsch-chinesischen Projektformen (Mikro-, Meso-, Makroebene).
Berufsbildung, Modernisierung, deutsch-chinesische Kooperation, institutionelle Nachhaltigkeit und strukturelle Reformen sind die prägenden Begriffe.
Die Autorin sieht die Strategie prinzipiell positiv, warnt jedoch vor einem wachsenden Qualitätsgefälle zwischen geförderten Schulen und anderen Einrichtungen, die den Anschluss verlieren könnten.
Häufige Gründe sind fehlende verbindliche Zielvorgaben, mangelnde kulturelle Sensibilität bei der Übertragung deutscher Konzepte sowie die Vernachlässigung der Umsetzungskontrolle durch lokale Behörden.
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