Examensarbeit, 2008
103 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
1.1 Fragestellung und Ziele der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
1.3 Ein paar Worte zur Form
2. Zur Einordnung des Themas und zum Vorgehen in der Untersuchung
2.1 Frauenbilder: Sex, Gender, Rollen und Geschlechterstereotype
2.1.1 Ein „traditionelles“ Frauenbild
2.2 Frauenbilder: Geschlecht und Medien
2.2.1 Die Medienform „Lifestyle-Magazin“
2.3 Aufgabenstellung und Vorgehen der Untersuchung
3. Das Frauenbild in den Lifestyle-Magazinen
3.1 Die Profile der untersuchten Lifestyle-Magazine
3.1.1 Das Profil des Lifestyle-Magazins „Glamour“ mit Blick auf das Bild der Frau und des Mannes
3.1.2 Das Profil des Lifestyle-Magazins „Men’s Health“ mit Blick auf das Bild des Mannes und der Frau
3.2 Die inhaltliche Gegenüberstellung der Lifestyle-Magazine
3.2.1 Schönheit: Mode und Kosmetik
3.2.2. Gesundheit: Ernährung, Fitness, Medizin
3.2.3 Sport: Training und Motivation
3.2.4 Reise und Orte
3.2.5 Gesellschaft
3.2.6 LeserInnen-Service
3.2.7 Prominente
3.2.8 Partnerschaft
3.2.9 Ratgeber
3.2.10 Erotik und Sexualität
3.2.11 Kultur und Unterhaltungsmedien
3.2.12 Rezepte und Kochen
3.2.13 Events und Termine
3.2.14 Technik
3.2.15 Horoskop und Psychotest
3.2.16 Humor, Rätsel, Gewinnen
3.2.17 Auto
3.2.18 Möbel und Einrichtung
3.2.19 Zusammenschau: Die thematische Struktur der Lifestyle-Magazine und ihr Blick auf die Frau und den Mann
3.3 Die sprachliche Umsetzung des Frauenbildes in den Lifestyle-Magazinen
3.3.1 Die sprachliche Umsetzung des Frauenbildes in der „Glamour“
3.3.2 Die sprachliche Umsetzung des Frauenbildes in der „Men’s Health“
3.3.3 Zusammenschau: Die sprachlichen Mittel zur Umsetzung des Frauenbildes in den Lifestyle-Magazinen
4. Zusammenfassung und Diskussion: Das Frauenbild in den Lifestyle-Magazinen und das traditionelle Bild der Frau
4.1 Das Frauenbild in der „Glamour“ und das traditionelle Bild der Frau
4.2 Das Frauenbild in der „Men’s Health“ und das traditionelle Bild der Frau
4.3 Zusammenschau: Das Bild der Frau in Lifestyle-Magazinen
5. Abschließende Bemerkungen und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das in Lifestyle-Magazinen vermittelte Frauenbild auf sprachwissenschaftlicher Basis. Ziel ist es, durch die Analyse der Inhalte sowie der verwendeten sprachlichen Mittel (Wortschatz, Stilmittel) die Konstruktion von Geschlechterrollen und deren Übereinstimmung oder Abweichung von traditionellen Stereotypen in der modernen Gesellschaft offenzulegen.
3.1.1 Das Profil des Lifestyle-Magazins „Glamour“ mit Blick auf das Bild der Frau und des Mannes
Den Eingang in das 199 Seiten umfassende Magazin „Glamour“ bilden mehrere ganzseitige Werbeanzeigen verschiedener Modehersteller. Erst daran schließt sich das mit Bildern gespickte Inhaltsverzeichnis an, welches sich, wiederum von einer Werbeanzeigenseite unterbrochen, über zwei Heftseiten erstreckt. Es wartet mit verschiedenen Themenbereichen auf, die unter anderem mit „Stars und Trends“, „Liebe und Gesellschaft“, „Mode“, „Beauty und Body“, „Food und Living“ überschrieben sind. Wieder von Werbung unterbrochen schließt sich eine mit „Glamour Backstage“ betitelte Seite an, die sich auf Hintergrundfragen, -bilder und -informationen zu einzelnen Beiträgen des Magazins bezieht und seinen einleitenden Teil abschließt.
Nun folgt der von Werbung stark durchsetzte Teil des „Glamourama“. Dem Wortspiel aus „Glamour“ und „Panorama“ entsprechend stellt es eine Überschau zu verschiedenen, vor allem neue Trends in der Mode, Kosmetik und Unterhaltungsindustrie betreffenden Beiträgen dar und fungiert als Überleitung zum redaktionellen Teil des Magazins. Dieser beginnt mit einer Mischung verschiedenartiger Beiträge, zu denen Leserinnen-Reaktionen auf das vorangegangene Heft, ein Horoskop (hier: „Glamourskop“), ein größerer Beitrag zum „Trend-Phänomen“ Emotionen und eine Art Hommage an den Schauspieler George-Clooney gehören.
Ein sehr umfangreicher Beitragskomplex zu den Themen Mode, Kosmetik, Schönheit folgt und bildet gleichzeitig den inhaltlichen Hauptschwerpunkt des Magazins. Beiträge zu den Bereichen Liebe, Sex und Partnerschaft kommen im Weiteren zur Sprache, sind vom Umfang her jedoch relativ knapp bemessen, sodass sie sich einpassen in eine Reihe von einzelnen redaktionellen Text- und Bildbeiträgen zu den Themen „Peinliche Pannen im Job“, Essen und Rezepte, Möbel- und Einrichtungsideen, Reise und Auto. Ein Report über den Einfluss des Kleidungsstils der Mutter auf den der Tochter sowie ein mehrseitiger Kulturteil, der über Neuigkeiten im Bereich der Unterhaltungsmedien informiert, bilden die beiden größeren Artikel bzw. Artikelkomplexe des hinteren Teils der „Glamour“. Kleinere Berichte zu verschiedenen Inhalten schließen sich an, bevor Werbeanzeigen das Ende des Heftes markieren.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der öffentlichen Mediendarstellung der Frau sowie Erläuterung der Zielsetzung und der gewählten Methodik der Untersuchung.
2. Zur Einordnung des Themas und zum Vorgehen in der Untersuchung: Theoretischer Bezugsrahmen mit Fokus auf Gender-Soziologie, Rollentheorie und die Charakterisierung der Medienform Lifestyle-Magazin.
3. Das Frauenbild in den Lifestyle-Magazinen: Empirische Analyse der inhaltlichen Profile und inhaltlichen Schwerpunkte der Magazine sowie Untersuchung der sprachlichen Umsetzung des Frauenbildes.
4. Zusammenfassung und Diskussion: Das Frauenbild in den Lifestyle-Magazinen und das traditionelle Bild der Frau: Synthese der Ergebnisse und kritische Diskussion der Abweichungen vom traditionellen Frauenbild.
5. Abschließende Bemerkungen und Ausblick: Kritische Reflexion der Untersuchungsmethodik und Anregungen für weiterführende linguistische Analysen.
Frauenbild, Lifestyle-Magazine, Gender Studies, Geschlechterstereotype, Sprachwissenschaft, Rollentheorie, Medienanalyse, Konsumverhalten, Identitätskonstruktion, Glamour, Men's Health, Soziale Orientierung, Feminismus, Doing Gender, Medienwirkung.
Die Arbeit untersucht, wie zwei spezifische Lifestyle-Magazine ("Glamour" und "Men's Health") das Bild der Frau konstruieren und welche Rolle dabei gesellschaftliche Geschlechtervorstellungen spielen.
Die Themenfelder umfassen die mediale Konstruktion von Geschlechterrollen, Schönheitsideale, Konsumverhalten, Partnerschaftsmodelle und die sprachliche Gestaltung dieser Themen in Zeitschriften.
Ziel ist es, das in den Heften vermittelte Frauenbild zu beschreiben und mit traditionellen, stereotypen Rollenbildern zu vergleichen, um zu prüfen, ob sich diese im modernen Lifestyle-Journalismus gewandelt haben.
Die Arbeit nutzt einen linguistischen Analyseansatz, kombiniert mit einer inhaltlichen Kategorisierung und quantitativen sowie qualitativen Auswertung von Text- und Bildmaterial.
Der Hauptteil widmet sich der Profilbildung der Magazine, einer inhaltlichen Gegenüberstellung nach Sachgebieten sowie einer detaillierten sprachstilistischen Analyse der Darstellung der Frau.
Schlüsselbegriffe sind Gender Studies, Geschlechterstereotype, Lifestyle-Medien, Doing Gender, sprachliche Rollenkonstruktion und Identitätsmodellierung.
Während "Glamour" ein aus weiblicher Sicht geprägtes Selbstbild mit Fokus auf Mode und Kosmetik entwirft, konstruiert "Men's Health" ein Fremdbild der Frau aus männlicher Perspektive, wobei die Frau oft als Objekt der Begierde oder als "rätselhaftes Gegenüber" in Partnerschaftskontexten erscheint.
Die Sprache fungiert als Konstruktionsmittel; durch spezifische Vokabelwahl, Imperative, Personifizierungen und Anglizismen werden Identitäten zugeschrieben, die entweder Autonomie suggerieren oder das Bedürfnis nach externer Orientierung und Lenkung der Frau unterstreichen.
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