Examensarbeit, 2011
32 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theoretische Vorarbeit: Begriffe
2.1 Portfolio
2.2 Leistungsmessung und -bewertung
3. Portfolioratgeber im Deutschunterricht
3.1 Systematische Analyse I: Easley/Mitchell: Arbeiten mit Portfolios. Schüler fordern, fördern und fair beurteilen
3.2 Systematische Analyse II: Engel/Wiedenhorn: Stärken fördern – Lernwege individualisieren. Der Portfolio-Leitfaden für die Praxis.
3.3 Systematische Analyse III: Breuer: Das Portfolio im Unterricht. Theorie und Praxis im Spiegel des Konstruktivismus
3.4 Vergleich der Ratgeber
4. Fazit und Ausblick: Empirische Unterrichtsforschung
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial von Portfolioratgebern zur Verbesserung des Deutschunterrichts. Dabei wird analysiert, inwieweit diese Ansätze eine prozessorientierte Schreibdidaktik unterstützen und einen pädagogischen Mehrwert gegenüber klassischen Bewertungsverfahren bieten können.
Bezug von prozessorientierter Schreibdidaktik zu Portfolioarbeit im Deutschunterricht
Ein Text ist immer mit einer Entstehungsgeschichte verbunden. Diese ist ihm aber kaum anzusehen, weil nur das tatsächliche Endprodukt zur Verfügung gestellt wird: Jeder Schüler, der einen Fachaufsatz liest, liest einen fertigen, ausgearbeiteten Text.
Im Zuge der ‚Schreibbewegung‘ der 1970er und 1980er Jahre veröffentlichen Flower und Hayes im Jahr 1980 eine erste systematische Beschreibung des Schreibprozesses. Dieser gliedert sich in die großen Teilbereiche Planung, Formulierung und Überarbeitung. Während des Schreibens wird der Schreiber zudem vom Aufgabenumfeld (Thema, Leserschaft, Motivation) und seinem eigenen Wissen beeinflusst.
Auch wenn dieses Modell durchaus kritisierbar ist, lässt sich ein direkter Zusammenhang zur Portfolioarbeit herstellen. Professionelle Schreiber sind natürlich nicht an ein Schreibprozessmodell gebunden; Novizen aber können – ohne dass Schreibprozessmodelle operationalisiert werden sollen – zu einem qualitativ höherwertigen Textprodukt kommen, wenn sie sich der Teilprozesse bewusst sind. In der Portfolioarbeit allgemein, besonders aber bei Portfoliotypen, die den Schwerpunkt auf den Schreibprozess legen, sind die Schüler dazu aufgefordert, sich ihrer Einzelschritte bewusst zu werden und diese zu verbalisieren. Durch das Bewusstmachen des Schreibprozess können vom Lehrenden, ggf. auch vom Lernenden selbst, Probleme in frühen Stadien des Textes erkannt und gelöst werden.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Portfolioarbeit als Methode zur Unterrichtsverbesserung ein und definiert die forschungsleitende Fragestellung bezüglich der Wirksamkeit von Portfolioratgebern im Deutschunterricht.
2. Theoretische Vorarbeit: Begriffe: Das Kapitel widmet sich der historischen und begrifflichen Herleitung des Portfoliobegriffs sowie der problematischen Diskussion um Leistungsmessung und -bewertung im deutschen Schulsystem.
3. Portfolioratgeber im Deutschunterricht: In diesem Hauptteil werden drei ausgewählte Ratgeber systematisch analysiert, hinsichtlich ihrer Konzepte verglichen und hinsichtlich ihrer Eignung für den Deutschunterricht kritisch bewertet.
4. Fazit und Ausblick: Empirische Unterrichtsforschung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, identifiziert Forschungsdesiderate und skizziert den Stand der empirischen Erforschung von Portfolioarbeit.
Portfolioarbeit, Deutschunterricht, Leistungsbewertung, Prozessorientierung, Schreibdidaktik, Selbststeuerung, Schülerselbstbewertung, Kompetenzorientierung, Unterrichtsqualität, konstruktivistische Didaktik, Lernzuwachs, Reflexion, Bildungsforschung, Unterrichtsmodell, Schulleistung.
Die Arbeit untersucht, ob und wie Portfolioarbeit den Deutschunterricht verbessern kann, indem sie die theoretischen Grundlagen und praktischen Ansätze verschiedener einschlägiger Ratgeber vergleicht.
Die zentralen Themen sind der Portfoliobegriff in der Pädagogik, die Schnittstelle zur prozessorientierten Schreibdidaktik sowie die Herausforderungen bei der Leistungsbewertung in einem notengeprägten Schulsystem.
Das Ziel ist es, auf Basis einer systematischen Ratgeberanalyse aufzuzeigen, welchen Mehrwert Portfolioarbeit bieten kann und welche Forschungsdefizite hinsichtlich der empirischen Belegbarkeit im deutschen Schulkontext bestehen.
Die Arbeit nutzt eine kriterienorientierte, systematische Analyse und einen vergleichenden Ansatz (u.a. visualisiert durch Venn-Diagramme), um die Konzepte der untersuchten Ratgeber gegenüberzustellen.
Im Hauptteil werden drei spezifische Ratgeber (Easley/Mitchell, Engel/Wiedenhorn, Breuer) hinsichtlich ihrer Formalia, ihres Portfoliobegriffs, ihrer Zielsetzung, Struktur und ihres Verständnisses von Leistungsbewertung detailliert analysiert.
Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Portfolioarbeit, prozessorientierte Schreibdidaktik, Kompetenzorientierung, Leistungsbewertung und Unterrichtsentwicklung charakterisieren.
Breuer schlägt die Briefbewertung als innovatives Instrument vor, um individuelle Rückmeldungen zu Stärken und Schwächen zu geben, die über eine bloße Ziffernnote hinausgehen und so den Lernprozess stärker in den Fokus rücken.
Ziffernnoten werden als problematisch eingestuft, da sie oft die Selektionsfunktion betonen, den individuellen Lernprozess in den Hintergrund drängen und den komplexen Anforderungen kompetenzorientierten Unterrichts nicht gerecht werden.
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