Examensarbeit, 2003
122 Seiten, Note: 2,0
0. EINLEITUNG
1. MIGRATION
1.1. Geschichte der Migration
1.1.1. Vor 1945
1.1.2. 1945 bis 1989
1.1.2.1. Erste Phase
1.1.2.2. Zweite Phase
1.1.3. 1989 bis 2002
1.2. Aufnahmeländer
2. BILINGUALISMUS
2.1. Individueller Bilingualismus
2.2. Gesellschaftlicher Bilingualismus
2.2.1. Monolinguale Staaten
2.2.2. Eigentlich multilinguale Staaten
2.2.3. Bilinguale Staaten
2.2.3.1. Territorialer Bilingualismus am Beispiel Belgiens
2.2.3.2. Institutioneller Bilingualismus am Beispiel Kanadas
2.2.4. Multilinguale Staaten
2.2.5. Gründe für die Entstehung multilingualer Staaten
2.3. Diglossie
3. SPRACHMIGRATION
3.1. Die Geschichte der Sprachmigration
3.2. Arbeitsmigration gleich Sprachmigration?
3.2.1. Definition
3.2.2. Integration oder Assimilation
3.2.3. Periodisierung der Gastarbeitermigration
3.3. L 1 und L 2 zwischen den Generationen
3.3.1. Die erste Generation
3.3.1.1. Gruppe 1
3.3.1.2. Gruppe 2
3.3.2. Die zweite Generation
3.3.3. Die dritte Generation
3.4. Interne und externe Migration
3.4.1. Sozioökonomische Aspekte
3.4.2. Sprachliche Aspekte
3.5. Fallstudie
4. MIGRATION UND SPRACHE
4.1. Vorgeschichte
4.1.1. Neue Sprachen
4.1.2. L 1–Sprachen in den Niederlanden
4.1.3. Vorausgehende Studien
4.2. NWO – Studie
4.2.1. Grundlagen
4.3. Frühe bilinguale Entwicklung
4.3.1. Hintergrund
4.3.2. NWO – Ergebnisse
4.4. Bilinguale Entwicklung im Schulalter
4.4.1. Hintergrund
4.4.2. NWO – Ergebnisse
4.4.3. Politische Konzepte bilingualer Erziehung
4.4.3.1. Grundlagen
4.4.3.2. Schweden
4.4.3.3. Deutschland
4.4.3.4. Niederlande
4.4.3.5. Zusammenfassung
4.5. Codeswitching
4.5.1. Hintergrund
4.5.2. NWO – Ergebnisse
4.5.3. Fallbeispiel: Codeswitching
4.5.3.1. Hintergrund
4.5.3.2. Ergebnisse
4.6. Sprachwandel und Sprachverlust
4.6.1. Hintergrund
4.6.2. NWO – Methoden
4.6.2.1. Sprachwahl
4.6.2.2. Sprachkompetenz
4.6.2.3. Relativsätze
4.6.3. Ergebnisse
4.6.4. Sprachwandel bei Rückkehrern
4.6.4.1. Hintergrund
4.6.4.2. Untersuchungen
4.6.4.3. Ergebnisse
5. RESÜMEE
Die Arbeit untersucht das sprachliche Verhalten von Migranten vor dem Hintergrund der Migrationsbewegungen nach Westeuropa und analysiert, inwieweit durch Migration individueller Bilingualismus entsteht und wie sich die sprachliche Entwicklung dieser Individuen von monolingualen Gruppen unterscheidet.
1.1. Geschichte der Migration
In der Folge geht es hier nun darum, die Geschichte der Migration zu betrachten. Hierbei geht es um die Gründe sowie Richtung und Hintergründe von Wanderungsbewegungen. Ich habe eine zeitliche Dreiteilung vorgenommen, die sich an Castles und Miller orientiert, da sich durch sie die unterschiedlichen Epochen der Migration darstellen lassen.
1.1.1. Vor 1945
Die Zeit vor 1945 lässt sich vor dem Hintergrund der Geschichte der Migration in einige bedeutende Epochen einteilen. Die erste beginnt mit der Kolonialisierung der Welt durch die Europäer, die in einem Migrationskontext vor allem das 18. Jahrhundert umfasst, aber auch noch in das 19. Jahrhundert hineinreicht, was nicht bedeutet, dass es vorher keine Migration gegeben hätte. Sie wird zu einem späteren Zeitpunkt in 3.1 vor dem Hintergrund der Sprachmigration von Interesse sein.
0. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Migration und deren Einfluss auf die Entstehung von Mehrsprachigkeit sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
1. MIGRATION: Detaillierte Betrachtung der historischen Entwicklung der Migration, unterteilt in Zeitabschnitte, sowie Analyse der unterschiedlichen Aufnahmeländer und deren Umgang mit Migranten.
2. BILINGUALISMUS: Erläuterung der Definitionen und Erscheinungsformen von individuellem und gesellschaftlichem Bilingualismus sowie der Diglossie.
3. SPRACHMIGRATION: Analyse der Auswirkungen von Migration auf die Sprache von Individuen und Gruppen unter Berücksichtigung von Arbeitsmigration und Generationeneffekten.
4. MIGRATION UND SPRACHE: Vertiefende Untersuchung der NWO-Studie, die den Spracherwerb und Sprachwandel bei Migranten in den Niederlanden in den Fokus rückt, inklusive Codeswitching und Sprachverlust.
5. RESÜMEE: Zusammenfassende Betrachtung der gewonnenen Erkenntnisse und Reflexion der bilingualen Entwicklung im Kontext moderner Migrationsgesellschaften.
Migration, Bilingualismus, Sprachwandel, Sprachverlust, Arbeitsmigration, Codeswitching, Gastarbeiter, Integration, Sprachsoziologie, L1-Erwerb, L2-Erwerb, Sprachkontakt, ethnische Minderheiten, Mehrsprachigkeit, Bildungspolitik.
Die Arbeit befasst sich mit der durch Migrationsbewegungen entstehenden Mehrsprachigkeit und untersucht, wie sich die sprachliche Entwicklung von Migranten im Vergleich zu monolingualen Sprechern verhält.
Die zentralen Themen umfassen die Geschichte der Migration, theoretische Grundlagen des Bilingualismus und der Diglossie, die Dynamik der Sprachmigration sowie die Auswirkungen von Sprachwandel und -verlust auf Migrantengruppen.
Das Hauptziel ist es zu klären, wie Bilingualismus durch Migration entsteht und ob sich die sprachliche Entwicklung bilingualer Migranten substanziell von der monolingualer Individuen unterscheidet.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit der Fachliteratur sowie die Analyse empirischer Fallstudien und Forschungsergebnisse, wie etwa der NWO-Studie in den Niederlanden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Migrationsgeschichte, theoretische Definitionen von Bilingualismus, die spezifische Situation der Sprachmigration bei Arbeitsmigranten und die Analyse von Sprachwandel, Codeswitching und bildungspolitischen Konzepten.
Zu den prägenden Begriffen zählen Migration, Bilingualismus, Sprachwandel, Codeswitching, Gastarbeiter, Sprachkontakt und Bildungspolitik.
Die Arbeit verdeutlicht, dass die erste Generation L2 meist nur für instrumentelle Zwecke nutzt, während spätere Generationen, die im Aufnahmeland sozialisiert werden, das L1-L2-Verhältnis komplexer und oft asymmetrisch gestalten.
Die Arbeit zeigt auf, dass verschiedene politische Ansätze – vom restriktiven Modell der Assimilation bis hin zu fördernden Modellen bilingualer Erziehung (z. B. Schweden) – einen erheblichen Einfluss auf den Bildungserfolg und die sprachliche Entwicklung von Migrantenkindern haben.
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