Bachelorarbeit, 2011
28 Seiten
1. Einleitung
2. Grundlagen zum Komplexitätsmanagement
2.1 Begriffsabgrenzungen
2.2 Komplexität als Herausforderung des Managements
2.3 Kosten- und Nutzenwirkung der Komplexität
3. Abgrenzung der Gestaltungsansätze zur Reduktion und Beherrschung der Komplexität
3.1 Variantenmanagement
3.2 Modulare Organisation
3.3 Prozessorientierung
4. Analyse der Gestaltungsansätze zur Komplexitätsreduktion und –beherrschung
4.1 Vor- und Nachteile
4.2 Wechselwirkungen
4.3 Kritische Würdigung
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Unternehmen durch eine gezielte Gestaltung ihrer Produkte und Prozesse der steigenden Komplexität in der heutigen Unternehmensumwelt begegnen können. Das Hauptziel ist die Identifikation und Analyse von Strategien zur Komplexitätsreduktion und -beherrschung unter Berücksichtigung von Vor- und Nachteilen sowie deren Wechselwirkungen.
3.1 Variantenmanagement
Produkt-, prozess- sowie marktbezogene Maßnahmen des Variantenmanagements kommen in Betracht, um die Komplexität zu reduzieren und zu beherrschen. Nach Rathnow kann zunächst durch die Optimierung der Kunden- und Programmbreite der Rahmen für die Möglichkeiten zur Reduktion der Komplexität geschaffen werden. Mit einer umsatz- oder deckungsbeitragsorientierten ABC-Analyse werden kritische Produktvarianten und Kunden(gruppen) herausgefiltert. Um die Beziehungen beider Analysen aufzudecken, bietet es sich an, die Ergebnisse zu Produkt-/Kundenkombinationen zusammenzufassen. So werden die am wenigsten profitablen Kunden und Produkte eliminiert. Ausgehend von einem bestimmten Niveau der Vielfalt bestehen verschiedene Optionen zur Gestaltung der Produkte und Prozesse. Der Grad der Standardisierung ist hierbei von besonderer Bedeutung. Es ist eine Grundstrategie zu wählen, die festlegt, ob das Unternehmen durch flexible Unternehmensstrukturen Vorteile der Individualisierung nutzt oder durch einen hohen Grad an Standardisierung Skaleneffekte generiert. An dieser Strategie sind die Produkte und Prozesse auszurichten.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Anstieg der Unternehmenskomplexität durch Globalisierung und individualisierte Märkte und definiert die Zielsetzung der Arbeit.
2. Grundlagen zum Komplexitätsmanagement: In diesem Kapitel werden grundlegende Begrifflichkeiten geklärt, Komplexitätstreiber identifiziert und die ökonomischen Wirkungen von Komplexität erörtert.
3. Abgrenzung der Gestaltungsansätze zur Reduktion und Beherrschung der Komplexität: Dieses Kapitel stellt spezifische Methoden wie das Variantenmanagement, die modulare Organisation und die Prozessorientierung als Ansätze zur Komplexitätsbewältigung vor.
4. Analyse der Gestaltungsansätze zur Komplexitätsreduktion und –beherrschung: Hier werden die eingeführten Methoden kritisch analysiert, ihre Vor- und Nachteile gegenübergestellt und ihre wechselseitigen Abhängigkeiten untersucht.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer unternehmensspezifischen Kombination der Ansätze sowie einer lernenden Organisation.
Komplexitätsmanagement, Variantenmanagement, Prozessorientierung, Modulare Organisation, Fertigungssegmentierung, Komplexitätstreiber, Standardisierung, Produktgestaltung, Prozessgestaltung, Kostenremanenz, Wettbewerbsfähigkeit, Mass Customization, Unternehmenskomplexität
Die Arbeit behandelt das Management von Komplexität in produzierenden Unternehmen durch die gezielte Gestaltung von Produkten und Prozessen.
Zu den Kernbereichen zählen das Variantenmanagement, die Modulbauweise, die Organisationsstruktur und die Prozessoptimierung zur Beherrschung von Komplexität.
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen durch Produkt- und Prozessgestaltung mit Komplexität umgehen können, welche Vor- und Nachteile diese Ansätze haben und wie sie zusammenwirken.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der theoretischen Einordnung sowie Analyse bestehender Konzepte zum Komplexitätsmanagement.
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen der Komplexität, die Methoden des Variantenmanagements, die modulare Organisation und die Prozessorientierung, gefolgt von einer Analyse ihrer Vor- und Nachteile.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Komplexitätsmanagement, Prozessorientierung, Variantenmanagement und Standardisierung.
Ein optimaler Komplexitätsgrad ist gegeben, wenn der Grad der externen Anforderungen dem der internen Komplexität entspricht, unterstützt durch ein effektives Controlling.
Die Arbeit beschreibt Kostenremanenz als zeitlich verzögerte Gemeinkosten, die irreversibel sind und eine hohe Gefahr darstellen, da sie nicht sofort durch einfache Reduktion der Varianten abgebaut werden können.
Sie ermöglicht eine Reduktion des Koordinationsaufwands, kurze Rückkopplungsschleifen und eine Steigerung der Mitarbeitermotivation durch die Zusammenführung von Aufgaben und Kompetenzen.
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