Masterarbeit, 2010
104 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Forschungsgegenstand
2.1 Lokaljournalismus
2.1.1 Überblick über lokale Massenmedien in Deutschland
2.1.2 Themen, Akteure und Defizite in lokalen Printmedien
2.2 Das Web 2.0
2.2.1 Entstehung des Web
2.2.2 Prinzipien und Anwendungen des Web 2.0
2.2.3 Prosumenten und Produtzer
2.3 Partizipativer Journalismus
2.4 Die hybride Medienplattform myheimat.de
2.5 Zwischenfazit
3 Theoretischer Rahmen
3.1 Gatekeeperforschung
3.1.1 Gatekeeping durch Journalisten und Medieninstitutionen
3.1.2 Gatewatching durch Produtzer
3.2 Nachrichtenwertforschung
3.2.1 Ursprünge der Nachrichtenwerttheorie
3.2.2 Etablierung durch Galtung und Ruge
3.2.3 Weiterentwicklung der europäischen Nachrichtenwertforschung
3.2.4 Nachrichtenfaktoren als allgemeine Relevanzkriterien
3.2.5 Befunde zur Wirkung von Nachrichtenfaktoren
3.2.5.1 Wirkung auf Produzentenseite
3.2.5.2 Wirkung auf Rezipientenseite
3.2.6 Anwendbarkeit von Nachrichtenfaktoren auf lokale - und Online-Inhalte
3.3 Zwischenfazit
4 Forschungsfrage und Hypothesen
5 Inhaltsanalyse
5.1 Methode
5.2 Operationalisierung
5.2.1 Operationalisierung formaler Merkmale
5.2.2 Operationalisierung der Nachrichtenfaktoren
5.2.3 Operationalisierung anderer inhaltlicher Merkmale
5.3 Grundgesamtheit und Stichprobe
5.4 Durchführung
5.5 Reliabilitätstest
6 Ergebnisse
6.1 Merkmale der Grundgesamtheit
6.2 Merkmale der Stichprobe
6.2.1 Formale Merkmale
6.2.2 Themen und Akteure
6.3 Auswirkungen der Nachrichtenfaktoren
6.3.1 Auswirkungen der Nachrichtenfaktoren auf die Republizierung
6.3.2 Zusammenhang von Nachrichtenfaktoren, formalen Merkmalen und Republizierung
6.4 Zusammenfassung der Ergebnisse
7 Diskussion
7.1 Interpretation der Ergebnisse
7.1.1 Geografische Verteilung
7.1.2 Themen und Akteure
7.1.3 Nachrichtenfaktoren
7.2 Einordnung der Ergebnisse
7.2.1 Vergleich mit Befunden zur produzentenseitigen Nachrichtenwertforschung
7.2.2 Vergleich mit Befunden zur rezipientenseitigen Nachrichtenwertforschung
7.3 Kritik und Ausblick
7.4 Fazit
Die vorliegende Masterarbeit untersucht, inwieweit Nachrichtenfaktoren die Selektion und die anschließende Republizierung von Beiträgen auf der hybriden Medienplattform "myheimat" in lokalen Print-Medien beeinflussen. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob für journalistische Laienbeiträge dieselben Selektionskriterien gelten wie für professionelle journalistische Produkte.
2.4 Die hybride Medienplattform myheimat.de
Die Plattform myheimat ist laut eigenen Angaben „Betreiber des größten deutschsprachigen Bürgerreporter-Netzwerks für Lokales“ sowie „Marktführer für lokale und sublokale Mitmach-Nachrichten“ (gogol medien 2010b: o.S.). Dabei handelt es sich um eine Online-Plattform, in der Nutzer (beliebig geartete) Beiträge verfassen können, die dort sofort veröffentlicht werden. Teilweise erscheinen diese Beiträge in gedruckter Form in unterschiedlichen Printmedien (im Folgenden: werden republiziert). myheimat wurde 2005 gegründet und zählt 35.274 registrierte Bürgerreporter sowie 202.019 veröffentlichte Beiträge. In acht Regionen existieren „Printmedien mit myheimat Inhalten“ (Wießner, Baun 2010: S. 26) mit einer Gesamtauflage von ca. 1,3 Millionen Exemplaren (vgl. ebd.; Stand 31.05.2010). Betrieben wird myheimat von der in Augsburg ansässigen gogol medien GmbH & Co KG, die sich zu 33,2% im Besitz der TheMediaLab GmbH & Co KG befindet. Diese wiederum gehört zu je 50% den Verlagskonzernen Madsack und WAZ (vgl. Neuberger, Lobigs 2010: S. 185).
Nutzer können sich auf der Website www.myheimat.de mit ihrem Vor- und Zunamen, ihrer Email-Adresse und ihrer Postleitzahl registrieren. Laut gogol medien-Geschäftsführer Martin Huber registrieren sich 90-95% der Nutzer tatsächlich mit ihrem realen Namen und meist mit einem Profilfoto, das sie zeigt (vgl. Bruns 2009a: S. 5).
Registrierte Nutzer können auf der Website Beiträge, Schnappschüsse sowie Veranstaltungen veröffentlichen. Beiträge bestehen aus einem Titel mit maximal 200 Zeichen, einem beliebig langem Text und einer Kategorie (-, Kultur, Sport, Politik, Freizeit, Blaulicht, Natur, Ratgeber, Gedanken oder Wetter). Optional können dem Beitrag beliebig viele Bilder hinzugefügt werden, die jeweils mit Bildunterschriften versehen werden können. Ebenfalls optional kann der Beitrag ein vom Veröffentlichungsdatum abweichendes Datum enthalten (etwa ein in der Zukunft liegendes, um Veranstaltungen anzukündigen) sowie einen Ort. Bei letzterem handelt es sich um einen Eintrag mit einem Titel, einem Ortsnamen und einem auf dem Kartendienst Google Maps angelegten Zeiger.
1 Einleitung: Vorstellung des Forschungsgegenstands und der Fragestellung zur Selektion von Bürgerreporter-Beiträgen.
2 Forschungsgegenstand: Analyse des Lokaljournalismus, des Web 2.0 und der Funktionsweise von myheimat.de.
3 Theoretischer Rahmen: Darstellung der Gatekeeper-Forschung und der Nachrichtenwerttheorie als wissenschaftliches Fundament.
4 Forschungsfrage und Hypothesen: Spezifizierung der Untersuchung und Aufstellung der Hypothesen zu Nachrichtenfaktoren.
5 Inhaltsanalyse: Beschreibung der quantitativen Methode, der Operationalisierung der Faktoren sowie der Stichprobenziehung.
6 Ergebnisse: Präsentation der Daten zu Merkmalen der Stichprobe und den statistischen Auswirkungen der Nachrichtenfaktoren.
7 Diskussion: Reflexion der Ergebnisse im Vergleich mit bestehender Literatur sowie Einordnung in den Kontext der Medienlandschaft.
Lokaljournalismus, Web 2.0, myheimat, Bürgerreporter, Nachrichtenwerttheorie, Nachrichtenfaktoren, Inhaltsanalyse, Republizierung, Partizipation, Gatewatching, Produzent, Rezipient, Online-Plattform, Printmedien.
Die Arbeit untersucht die Mechanismen, nach denen Inhalte auf der Bürgerplattform "myheimat" für eine Veröffentlichung in gedruckten Print-Produkten ausgewählt werden.
Die Arbeit verknüpft Ansätze aus dem Lokaljournalismus, dem Web 2.0 sowie der klassischen Nachrichtenwertforschung, um das Verhalten von "Produtzern" zu analysieren.
Die zentrale Frage lautet, inwiefern die Republizierung von myheimat-Beiträgen in Print-Produkten von Nachrichtenfaktoren abhängig ist.
Es wurde eine quantitative Inhaltsanalyse von 556 ausgewählten Beiträgen durchgeführt, wobei Nachrichtenfaktoren kodiert und statistisch auf ihren Einfluss auf die Republizierung geprüft wurden.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den theoretischen Grundlagen, der Operationalisierung von Nachrichtenfaktoren und der statistischen Auswertung der Stichprobe.
Die wichtigsten Schlagworte sind myheimat, Lokaljournalismus, Nachrichtenfaktoren, Bürgerreporter und Nachrichtenwertforschung.
Es konnte nachgewiesen werden, dass insbesondere die Nachrichtenfaktoren Faktizität, Personalisierung und Etablierung die Wahrscheinlichkeit für eine Republizierung positiv beeinflussen.
Der Betreiber gibt an, dass das Nutzerverhalten (Lese- und Kommentierverhalten) als Filter für die Auswahl der Beiträge dient, was in der Arbeit empirisch kritisch hinterfragt wird.
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