Diplomarbeit, 2010
102 Seiten
1. Kurzfassung
2. Einleitung
3. Ausdauertestverfahren
3.1 Aktuelle Testmodelle
3.1.1 Laufbandstufentest
3.1.2 Feldstufentest
3.1.3 Shuttle Tests
3.1.4 Bangsbo Ausdauertest
3.1.5 Hoff Test
3.1.6 BEAST 90
3.2 Validität der Ausdauertestverfahren für Fußballer
3.2.1 Allgemeine Testvalidität
3.2.2 Eigenschaften des Fußballs
3.2.3 Traditionelle Testung vs. sportartspezifische Testung
3.3 Ziel der Testung
3.4 Messparameter
3.4.1 Herzfrequenzmessung
3.4.2 Spirometrie
3.4.3 Laktatmessung
4. Laktat
4.1 Laktat als leistungslimitierender Faktor?
4.2 Aktuelle Ergebnisse und neue Sichtweise
4.2.1 Treibstoff Laktat
4.2.2 Eigenschaften des Laktattransports
4.2.3 Laktatstoffwechsel und Training
4.2.4 Laktattransport bei Kurzzeitbelastungen
4.3 Brücke zur sportlichen Praxis
5. Versuchsaufbau
5.1 Probanden
5.2 Ablauf der Testung
5.3 Messungen
5.4 Statistik
5.5 Ergebnisse
6. Diskussion
6.1 Methodenkritik
6.2 FTm – Eine traditionelle, valide Alternative
6.3 Der Einfluss von Laktat auf die maximale Sprintleistung
7. Zusammenfassung/Ausblick
Die Arbeit untersucht die Vergleichbarkeit eines neu entwickelten, modifizierten Feldstufentests mit dem gängigen Feldstufentest, insbesondere hinsichtlich der Integration von 30m-Sprints. Zudem wird analysiert, welchen Einfluss steigende Laktatakkumulation während dieses Tests auf die maximale Sprintleistung der Probanden hat.
3.1.2 Feldstufentest
Der Feldstufentest wird zumeist auf einer 400m-Tartanbahn abgehalten. Den Teilnehmern wird eine Laufgeschwindigkeit, zum Beispiel anhand eines akustischen Signalgebers, vorgegeben, die sich ebenfalls (siehe Laufbandstufentest) mit jeder Stufe erhöht. Der Test wird bis zur Ausbelastung durchgeführt. In Ruhe, sowie nach jedem absolvierten Abschnitt und ebenso nach der Belastung wird der Laktatspiegel im Blut bestimmt und die Herzfrequenz abgelesen. In Bezug auf die Standardisierbarkeit müssen kleinere Abstriche gemacht werden: Umwelteinflüsse wie Außentemperatur, Sonne, Wind oder Bodenbeschaffenheit haben Auswirkungen auf die Ergebnisse und müssen festgehalten werden (CLASING 1994). Feldstufentests sind also nicht laborgebunden und benötigen weniger Materialien, als die aufwendigen Laufbanduntersuchungen. Mehrere Personen können gleichzeitig getestet werden. Eine gesamte Fußballmannschaft kann in etwa zwei bis drei Stunden abgearbeitet werden. Nach BISANZ und GERISCH (2008) ist der Feldstufentest somit immer noch das Testinstrumentarium erster Wahl, obwohl es mehrfach Kritik bezüglich der Fußballspezifität der erhobenen Daten gibt. Diese bezieht sich auf die konstante Geschwindigkeit der einzelnen Stufen, die so in einem Wettkampfspiel so nicht vorkommt.
1. Kurzfassung: Zusammenfassung der wissenschaftlichen Fragestellung, der Testmethodik und der Ergebnisse bezüglich der Rolle von Laktat als Signalmolekül.
2. Einleitung: Erläuterung des Umbruchs im Fußballtraining und der Bedeutung moderner Leistungsdiagnostik für Vereine sowie Vorstellung des Forschungsziels.
3. Ausdauertestverfahren: Detaillierter Überblick über aktuelle Testmodelle von Labortests bis hin zu sportartspezifischen Feldtests wie dem Bangsbo- oder Hoff-Test.
4. Laktat: Wissenschaftliche Neubewertung von Laktat, weg vom reinen "Abfallprodukt" hin zur Betrachtung als Treibstoff und Signalmolekül im Stoffwechsel.
5. Versuchsaufbau: Beschreibung der Probandengruppen, des Testablaufs unter Verwendung des modifizierten Feldstufentests (FTm) und der verwendeten Messparameter.
6. Diskussion: Kritische Reflexion der Ergebnisse, insbesondere der Methodik und des Einflusses von Laktat auf die maximale Sprintleistung.
7. Zusammenfassung/Ausblick: Resümee der Arbeit und Empfehlungen für künftige Untersuchungen zur Rolle von Laktat bei explosiven Schnelligkeitsaktionen.
Leistungsdiagnostik, Laktat, Fußball, Feldstufentest, Ausdauer, Sprintleistung, Monocarboxylattransporter, MCT, Herzfrequenz, Spirometrie, neuromuskuläre Aktivierung, Stoffwechsel, Laktatakkumulation, Trainingssteuerung, Kurzzeitbelastung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Integration von 30m-Sprints in den klassischen Feldstufentest, um eine höhere Sportartspezifität für Fußballer zu erreichen.
Die Arbeit verknüpft die Leistungsdiagnostik mit modernen physiologischen Erkenntnissen zum Laktatstoffwechsel und der Rolle der Monocarboxylattransporter (MCTs).
Es soll geprüft werden, ob ein modifizierter Feldstufentest vergleichbar mit dem Standardtest ist und ob steigende Laktatwerte die maximale Sprintleistung beeinflussen.
Es wurde eine empirische Untersuchung mit vier Sportlergruppen durchgeführt, bei der ein standardisierter Feldstufentest mit einem modifizierten Protokoll inklusive 30m-Sprint verglichen wurde.
Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse bestehender Ausdauertestverfahren, einer umfassenden theoretischen Aufarbeitung des Laktatstoffwechsels und der detaillierten Auswertung der Testergebnisse.
Kernbegriffe sind Laktatdiagnostik, Fußball-Leistungsdiagnostik, Feldstufentest, Sprintleistung und die physiologische Bedeutung von Laktat als Signalmolekül.
Er zielt darauf ab, die Lücke zwischen reiner Ausdauertestung und den im Fußball geforderten explosiven Sprintaktionen praxisnah und ökonomisch zu schließen.
Der Autor legt dar, dass Laktat möglicherweise als Signalmolekül fungiert, welches bei erhöhter Konzentration die Rekrutierung von Typ-II-Muskelfasern fördern und so die Sprintleistung positiv beeinflussen könnte.
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