Examensarbeit, 2010
25 Seiten, Note: 1,7
Diese Seminararbeit befasst sich mit dem irrationalen Verhalten von Privatanlegern im Kontext der Behavioral Finance. Ziel ist es, das Entscheidungsverhalten von Anlegern im Hinblick auf die Aufnahme, Verarbeitung und Bewertung von Finanzinformationen zu untersuchen. Dabei wird die Rolle von Heuristiken und Gruppendynamik beleuchtet, die zu Fehlentscheidungen führen können. Zusätzlich werden die Prospect-Theorie und der Dispositionseffekt im Rahmen des Anlegerverhaltens analysiert. Die Arbeit zielt darauf ab, das Verständnis für das eigene Entscheidungsverhalten zu verbessern und das Verhalten anderer Marktteilnehmer besser zu verstehen.
Das erste Kapitel befasst sich mit der Entstehung und dem Ursprung der Behavioral Finance und setzt sich mit den klassischen Annahmen über den rationalen Anleger auseinander. Im zweiten Kapitel werden Heuristiken, die zu einer Komplexitätsreduzierung führen, und solche, die eine schnellere Urteilsfindung ermöglichen, vorgestellt. Kapitel drei beleuchtet den Einfluss von Gruppendynamik auf das Anlageverhalten. Kapitel vier untersucht die Prospect-Theorie und deren Auswirkungen auf die Anlegerpsychologie. Im fünften Kapitel wird der Dispositionseffekt erläutert, der sich auf die Haltedauer von Aktien auswirkt. Kapitel sechs bietet eine kritische Würdigung der behandelten Themen und resümiert die wichtigsten Erkenntnisse der Arbeit.
Behavioral Finance, Anlegerverhalten, Heuristiken, Gruppendynamik, Prospect-Theorie, Dispositionseffekt, Kognitive Dissonanz, Rationalität, Entscheidungsfindung, Finanzmärkte, Mental Accounting, Komplexitätsreduzierung, Schnelle Urteilsfindung, Commitment.
Behavioral Finance ist ein Teilgebiet der Finanzwirtschaft, das psychologische Erkenntnisse nutzt, um irrationales Verhalten von Marktteilnehmern zu erklären.
Der Homo Oeconomicus handelt rein rational und gewinnmaximierend. Reale Anleger hingegen unterliegen Emotionen, kognitiven Verzerrungen und Heuristiken.
Dies ist die Tendenz von Anlegern, Gewinneraktien zu früh zu verkaufen und Verliereraktien zu lange im Depot zu behalten, in der Hoffnung auf eine Erholung.
Heuristiken sind mentale Abkürzungen zur Komplexitätsreduzierung. Sie helfen bei schnellen Entscheidungen, können aber zu systematischen Fehlern wie dem Anchoring oder der Verfügbarkeitsheuristik führen.
Die Prospect-Theorie zeigt, dass Menschen Verluste stärker gewichten als Gewinne (Verlustaversion) und Entscheidungen abhängig von einem Bezugspunkt treffen.
Interaktionen zwischen Marktteilnehmern können zu Herdenverhalten führen, wodurch sich individuelles Fehlverhalten auf ganze Gruppen überträgt und Blasen entstehen können.
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