Diplomarbeit, 2003
92 Seiten, Note: 1
1. Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Kapitelübersicht
2. Die neuen Basler Eigenkapitalvereinbarungen
2.1 Die Geschichte von Basel II
2.2 Die drei Säulen der Neuen Eigenkapitalvereinbarungen
2.2.1 Mindestkapitalanforderungen
2.2.2 Überprüfungsverfahren durch die Bankenaufsicht
2.2.3 Marktdisziplin
2.3 Rating unter Basel II
2.3.1 Der Standardansatz
2.3.2 Der IRB-Ansatz
3. Leasing in Österreich
3.1 Definition von Leasing
3.1.1 Anwendung von Leasing
3.1.2 Geschichtlicher Hintergrund
3.1.3 Einordnung von Leasing in die betriebliche Finanzierung
3.1.4 Leasing in Österreich
3.2 Formen des Leasing
3.2.1 Operating-Leasing
3.2.2 Finanzierungs-Leasing
3.3 Betriebswirtschaftliche Aspekte des Leasings
3.3.1 Pro Leasing
3.3.1.1 Finanzierungsargumente
3.3.1.2 Steuerliche Argumente
3.3.1.3 Qualitative Argumente
3.3.2 Contra Leasing
4. Leasinggesellschaften unter der Betrachtung von Basel II
4.1 Definition von Leasinggesellschaften
4.2 Bedeutung von Leasinggesellschaften
4.2.1 Leasing unter Basel I
4.2.2 Leasing unter Basel II
4.3 Bevorzugung von Leasinggesellschaften
5. Kalkulation von Leasinggesellschaften
5.1 Mindestmargenkalkulation
5.2. Kostenzurechnungen in der Leasingkalkulation
5.2.1 Refinanzierung
5.2.2 Risikokosten
5.2.2.1 Arten von Risiken
5.2.2.2 Berechnung der Risikokosten
5.2.3 Verwaltungs- und Betriebskosten
5.2.4 Overheadkosten
5.2.5 Eigenkapitalkosten
5.2.6 Gewinnmarge
5.3 Abschließende Betrachtung
5.4 Kurzbeispiel einer Kalkulation
5.5 Zinsszenario nach Basel II
6. Risikobetrachtung von Leasinggesellschaften
6.1 Bonitätsrisiken
6.2 Objektrisiken
6.3 Marktrisiken
6.4 Sonstige Risiken
6.4.1 Zinsänderungsrisiken
6.4.2 Währungsrisiken
6.4.3 Risiken rechtlicher Natur
6.5 Schlussbemerkungen
7. Verteilung des Risikos bei Leasinggesellschaften
7.1 Definition des Diversifikationseffekts
7.2 Wirksamkeit des Diversifikationseffekts
7.3. Übertragbarkeit des Diversifikationseffekts auf Leasinggesellschaften
8. Vorteile von Leasinggesellschaften nach Basel II
8.1 Eigenkapitalunterlegung von Leasinggesellschaften
8.2 Ausnützen des Diversifikationseffekts
8.3 Weitere Argumente für Leasing
9. Fazit und Zukunftsaussichten
Die Arbeit untersucht den Einfluss der neuen Basler Eigenkapitalvereinbarungen (Basel II) auf Leasinggesellschaften und deren Kalkulationsgrundlagen. Die zentrale Forschungsfrage ist, ob Leasinggesellschaften aufgrund ihrer regulatorischen Positionierung und der spezifischen Risikoverteilung günstiger kalkulieren können als Kreditinstitute und somit als attraktive Finanzierungsalternative bestehen bleiben.
3.2.1 Operating-Leasing
Die Entscheidung, ob Operating- oder Finanzierungs-Leasing in Frage kommt, ist von großer Bedeutung. Die Philosophien beider Formen unterscheiden sich stark.
Das Operating-Leasing zeichnet sich dadurch aus, dass es hauptsächlich den Nutzen des Wirtschaftsgutes trägt. Eine Eigentumsübertragung ist nicht oder nur nachrangig angedacht. Das zur Nutzung überlassene Objekt wird meist kurzfristig geleast, wobei der Leasinggeber häufig selber als Hersteller fungiert. Wichtige Bedingungen des Operating-Leasing sind:
- Der Leasinggeber trägt das Finanzierungsrisiko und übernimmt zudem auch Risiken und Pflichten, die beim Finanzierungsleasing der Leasingnehmer trägt.
- Weiters übernimmt der Leasinggeber auch das Investitionsrisiko. Somit trägt er auch die Risiken eines zufälligen Untergangs oder Wertverlust aufgrund technischer Weiterentwicklung.
- Der Operating-Leasingvertrag ist in der Regel ein kündbarer Vertrag, jedoch meist ohne bestimmte Laufzeit abgeschlossen.
- Der Ankauf des Objektes ist üblicherweise nicht vorgesehen.
- Die Leasingraten, die der einzelne Leasingnehmer bezahlt, decken zumeist nicht die Anschaffungskosten des Leasinggebers. Deswegen muss in der Regel das Objekt mehrmals verleast werden, um eine vollständige Tilgung zu erreichen.
1. Einführung: Darstellung der Problemstellung und der Forschungsabsicht hinsichtlich der Auswirkungen von Basel II auf die Leasingbranche.
2. Die neuen Basler Eigenkapitalvereinbarungen: Erläuterung der Entstehung und der drei Säulen von Basel II mit Fokus auf die Risikomessverfahren.
3. Leasing in Österreich: Definition, historische Hintergründe und Einordnung des Leasings in die betriebliche Finanzierung.
4. Leasinggesellschaften unter der Betrachtung von Basel II: Analyse, ob Leasinggesellschaften als Kreditinstitute im Sinne der Regulatorik gelten.
5. Kalkulation von Leasinggesellschaften: Untersuchung der internen Zinsfußkalkulation und der Zurechnung von Risiko- und Verwaltungskosten.
6. Risikobetrachtung von Leasinggesellschaften: Analyse der verschiedenen Risikoarten, wie Bonitäts- und Objektrisiken, und deren Bewältigung.
7. Verteilung des Risikos bei Leasinggesellschaften: Anwendung der Portfoliotheorie zur Erklärung des Diversifikationseffekts bei Leasinganbietern.
8. Vorteile von Leasinggesellschaften nach Basel II: Zusammenfassung der Wettbewerbsvorteile gegenüber Kreditinstituten.
9. Fazit und Zukunftsaussichten: Abschließende Einschätzung der Hypothese und Ausblick auf die zukünftige Wettbewerbsposition des Leasings.
Basel II, Eigenkapitalunterlegung, Leasinggesellschaften, Finanzierungsleasing, Operating-Leasing, Bonitätsrisiko, Objektrisiko, Diversifikationseffekt, Risikomanagement, Preiskalkulation, Kundenzins, Eigenkapitalkosten, Kreditinstitute, Investitionsfinanzierung, Österreichischer Leasingverband.
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der neuen Basler Eigenkapitalvereinbarungen (Basel II) auf Leasinggesellschaften und deren Finanzierungsmodelle im Vergleich zu traditionellen Bankkrediten.
Die Arbeit fokussiert auf Risikomanagement, Preiskalkulation im Leasinggeschäft, regulatorische Rahmenbedingungen von Basel II sowie die Anwendung der Portfoliotheorie auf Kundenbestände.
Es soll geklärt werden, ob Leasinggesellschaften durch eine vorteilhaftere Eigenkapitalstruktur und Diversifikationseffekte günstiger kalkulieren können als Kreditinstitute.
Es handelt sich um eine analytische Untersuchung, die auf Basis von Fachliteratur, EU-Richtlinien, gesetzlichen Vorgaben (wie dem BWG) und betriebswirtschaftlichen Kalkulationsmodellen eine Hypothese herleitet.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Basler Regeln, eine detaillierte Definition und Kalkulation von Leasing, eine Risikoanalyse sowie die theoretische Fundierung des Diversifikationseffekts.
Basel II, Leasing, Eigenkapitalunterlegung, Risikobetrachtung, Diversifikationseffekt und Preiskalkulation.
Beim Operating-Leasing steht die zeitweilige Nutzung im Vordergrund und der Leasinggeber trägt das Investitionsrisiko, während beim Finanzierungs-Leasing der Finanzierungsaspekt dominiert und das Investitionsrisiko meist beim Leasingnehmer liegt.
Durch eine große Anzahl an Leasingkunden (Massenleasing) können Ausfälle einzelner Kunden innerhalb des Kundenportfolios statistisch ausgeglichen werden, was das Gesamtrisiko des Leasingunternehmens senkt.
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