Masterarbeit, 2009
90 Seiten
Einführung
I. Historische Einleitung
1. Zum Islambild des Mittelalters
2. Die Orientrezeption
3. Marokko als Reiseziel; Imperialistische Tendenzen
II. Zum Islambild Marokkos
1. Die Wahrnehmung einer islamischen Region
2. Erster Ort der Anschauung
3. Die Moscheen
4. Die Religiosität der Marokkaner
5. Heiligenverehrung
III. Der Islam in Stereotypen
1. Stereotyp der Ausdehnung des Islam in Nordafrika: Feuer und Schwert
2. Fanatismus
3. Stellung der marokkanischen Frau: Stereotyp der Unterdrückung
4. Der Islam als Hindernis
IV. Schlussfolgerung
Die Arbeit untersucht die Islamwahrnehmung in deutschsprachigen Reiseberichten des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. Ziel ist es, anhand konkreter Beispiele aufzuzeigen, wie Reisende Marokko und die Religiosität seiner Bevölkerung darstellten, die Klischees objektiv zu analysieren und die Stereotypisierung gegenüber der marokkanischen Bevölkerung aufzudecken.
Die geistige Auseinandersetzung:
Zwischen dem arabisch- islamischen Orient und dem christlichen Westen existieren seit den frühesten Zeiten bis heute rege Verbindungen. Auch innerhalb der Kriegszeiten gab es immer Kontakte. Die Formen dieser Kontakte zeigen sich im Handel, in der Kultur und in der Wissenschaft usw. Aber die Kenntnis des Christentums vom Islam war - wie schon erläutert durch viele Vorurteile geprägt. Zwar hinderte diese Situation nicht, dass die Kontakte mit dem Orient (die Kultur von al-Andalus) aufgenommen wurden. Aber diese Vorurteile verursachten ein verzerrtes Bild des Islam. An erster Stelle wurde es kühn behauptet, dass der Einfluss des Morgenlands auf das Abendland viel älter ist als der umgekehrte, da die Kultur des Ostens viel älter als die Kultur des Westens ist. Es ist ja bekannt, dass die kulturelle Neigung zum Osten groß war. Was die Handelsbeziehungen anbetrifft, weckte der Orient stets das Interesse der Kaufleute, die nach Reichtum suchten. Damals war der Orient ein Symbol für Reichtum und Wohlstand.
Einführung: Der Autor erläutert die Auswahl der untersuchten Reiseberichte und definiert das Ziel der Arbeit, die Islamwahrnehmung europäischer Reisender kritisch zu hinterfragen.
I. Historische Einleitung: Dieses Kapitel liefert den historischen Kontext über das mittelalterliche Islambild, die Orientrezeption und das wachsende imperiale Interesse an Marokko.
II. Zum Islambild Marokkos: Der Autor beleuchtet spezifische Aspekte der marokkanischen Lebenswelt, darunter die Wahrnehmung von Moscheen, die Religiosität der Bevölkerung und die Heiligenverehrung.
III. Der Islam in Stereotypen: Eine detaillierte Analyse der Vorurteile über die Islamisierung Nordafrikas, religiösen Fanatismus, das Bild der Frau und die Stigmatisierung des Islam als Fortschrittshemmnis.
IV. Schlussfolgerung: Die Arbeit resümiert, dass die Reiseberichte stark von Stereotypisierungen geprägt waren, die eine objektive Sicht verhinderten und oft als Instrumente kolonialer Interessen dienten.
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Die Arbeit befasst sich mit der Analyse deutschsprachiger Reiseberichte aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert und der darin vermittelten Islamwahrnehmung.
Neben der allgemeinen Wahrnehmung des Islam werden die Stellung der Frau, religiöse Praktiken, die Rolle von Heiligen und Bruderschaften sowie die Darstellung der Islamisierung Nordafrikas thematisiert.
Das Ziel ist es, aufzudecken, ob Reisende ein objektives Bild vom Islam vermittelten oder ob ihre Schilderungen lediglich die Wiederholung pauschaler Vorurteile und Stereotype waren.
Der Autor nutzt eine literaturwissenschaftliche und historische Analyse von Reiseberichten sowie den Vergleich mit religiösen Originalquellen, um die Stereotypisierungen kritisch zu hinterfragen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Orten der Begegnung, die Analyse spezifischer religiöser Merkmale wie Moscheen und Heiligenverehrung sowie die Dekonstruktion von Stereotypen wie „Fanatismus“ und „Unterdrückung der Frau“.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Reiseberichte, Islambild, Stereotype, Kolonialismus, Marokko und kulturelle Wahrnehmung definieren.
Die untersuchten Reisenden betrachten die Verehrung oft als Beweis für Fanatismus oder Rückständigkeit, wobei der Autor dies durch den Vergleich mit historischen Fakten und religiösen Kontexten kritisch hinterfragt.
Der Autor weist darauf hin, dass viele Reisende die Frau als rechtloses „Ding“ oder als Unterdrückte darstellten, ohne dabei die komplexen sozialen und religiösen Hintergründe oder die tatsächlichen Rechte innerhalb des islamischen Rahmens zu berücksichtigen.
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