Bachelorarbeit, 2010
57 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Definition und Begriffsbestimmung
2.1 Der Kompetenzbegriff
2.2 Soziale Kompetenz und sozial kompetentes Verhalten
2.3 Dimensionen des Kompetenzbegriffes
2.4 Verwandte Konzepte
3. Entwicklung sozialer Kompetenzen
3.1 Die Theorie „Lernen am Modell“ von Albert Bandura
3.2 Prägung durch Familie und Gleichaltrige
3.3 Das Zusammenspiel von emotionaler und sozialer Kompetenz
3.4 Die Bedeutung des „Selbst“ für die Entwicklung sozialer Kompetenzen
4. Auffälligkeiten im Sozialverhalten
4.1 Definition und Merkmale
4.2 Ursachen
4.3 Auswirkungen
5. Die schulische Verantwortung
5.1 Schule als Sozialisationsinstanz
5.2 Förderung sozialer Kompetenzen im Sinne von Chancengleichheit
5.3 Rechtliche Grundlagen
5.4 Aktuelle Situation
6. Sozialkompetenzförderung in der Schule
6.1 Fördermöglichkeiten
6.2 Gelingensbedingungen
6.3 Förderung durch Zusammenarbeit mit der Jugendhilfe
6.3.1 Umsetzungsmöglichkeiten
6.3.2 Auswirkungen der Einführung der Ganztagsschule
6.3.3 Herausforderungen
7. Das Sozialtrainingskonzept „Fit for Life“
7.1 Zielgruppe
7.2 Trainingsmethoden
7.3 Module
7.4 Effekte des Trainings
8. Fazit
Die Bachelor-Thesis untersucht die Möglichkeiten und Grenzen der Förderung sozialer Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen durch die Institution Schule. Dabei wird insbesondere die Rolle der Schule als zentrale Sozialisationsinstanz beleuchtet und der Frage nachgegangen, wie Kooperationen mit der Jugendhilfe zu einer effektiven Stärkung dieser Kompetenzen beitragen können, um Chancengleichheit zu fördern und Verhaltensauffälligkeiten präventiv zu begegnen.
3.1 Die Theorie „Lernen am Modell“ von Albert Bandura
Das Erlernen sozialer Verhaltensweisen lässt sich anhand der sozialen Lerntheorie „Lernen am Modell“ von Bandura und Walters (1973) erklären. Diese besagt, dass Kinder in erster Linie durch Nachahmung von Verhaltensweisen (älterer) Vorbilder lernen, wodurch die Persönlichkeitsentwicklung - mit all ihren dazugehörigen Fähigkeiten und Kompetenzen - stark geprägt wird. Diese Art des Lernens ist für das Hineinwachsen in die jeweilige Gruppe, Familie und Gesellschaft (Sozialisation) von großer Bedeutung (Bandura 1979: 31 und Roth 2006: 19 ff.).
Bandura stellte in zahlreichen Experimenten zum Erwerb von sozialem Verhalten bei Kindern verschiedener Altersstufen fest, dass bestimmte Vorraussetzungen erfüllt sein müssen, damit das Verhalten anderer Menschen nachgeahmt und ins eigene Verhaltensrepertoire übernommen wird. Die Wahrscheinlichkeit hierfür ist verhältnismäßig hoch, wenn:
Das Kind die jeweilige Person sympathisch findet, sie respektiert oder gar bewundert
Aus Sicht des Kindes Ähnlichkeit zwischen ihm und dem Vorbild besteht, auch wenn diese nur in seiner Fantasie existiert
Das beobachtete Verhalten von anderen belohnt und anerkannt wird oder die Ausführung Freude bereitet
Das Kind dafür belohnt wird, dass es dem Vorbild aufmerksam zuschaut
Das Kind aufgrund seines Entwicklungsstandes und seiner Fähigkeiten auch tatsächlich in der Lage ist das beobachtete Verhalten nachzuahmen (Bandura 1979: 33 ff. und Kasten 2008: 25).
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet den gesellschaftlichen Handlungsbedarf hinsichtlich der Förderung sozialer Kompetenzen und begründet, warum die Schule hierbei eine zentrale Verantwortung trägt.
2. Definition und Begriffsbestimmung: Es erfolgt eine theoretische Einordnung des Konstrukts „Soziale Kompetenz“ und die Abgrenzung zu verwandten Begriffen.
3. Entwicklung sozialer Kompetenzen: Dieses Kapitel erläutert die Einflussfaktoren auf die Entwicklung sozialer Kompetenzen, insbesondere durch Vorbilder, Familie, Gleichaltrige sowie emotionale und selbstbezogene Prozesse.
4. Auffälligkeiten im Sozialverhalten: Hier werden Ursachen und Auswirkungen von Defiziten in der sozialen Kompetenz sowie das Spektrum von Verhaltensauffälligkeiten und -störungen dargestellt.
5. Die schulische Verantwortung: Das Kapitel begründet die Notwendigkeit schulischer Förderung aus soziologischer und rechtlicher Sicht und analysiert die aktuelle bildungspolitische Situation.
6. Sozialkompetenzförderung in der Schule: Es werden konkrete methodische Ansätze und Gelingensbedingungen für die Förderung in der Schule sowie das Potenzial einer Kooperation mit der Jugendhilfe erörtert.
7. Das Sozialtrainingskonzept „Fit for Life“: Eine exemplarische Vorstellung und Analyse des „Fit for Life“-Programms als Instrument zur gezielten Förderung Jugendlicher.
8. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und einem Plädoyer für eine verstärkte systematisierte Förderung in Kooperation mit der Jugendhilfe.
Soziale Kompetenz, Schule, Jugendhilfe, Sozialverhalten, Sozialisation, Persönlichkeitsentwicklung, Verhaltensstörungen, Fit for Life, Prävention, Chancengleichheit, Bildungsauftrag, Kooperation, Training, Selbstkonzept, Lernmodelle
Die Arbeit befasst sich mit der Förderung sozialer Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen am Lebensort Schule und untersucht, welche Möglichkeiten und Grenzen dabei bestehen.
Die Arbeit verbindet theoretische Grundlagen der sozialen Kompetenzentwicklung mit der praktischen schulischen Verantwortung, der Zusammenarbeit mit der Jugendhilfe und einer konkreten Interventionsmaßnahme.
Ziel ist es, aufzuzeigen, warum die Förderung sozialer Kompetenzen eine essenzielle schulische Aufgabe darstellt und wie diese durch systematisierte Ansätze und Kooperationen erfolgreich umgesetzt werden kann.
Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse aktueller wissenschaftlicher Quellen basiert.
Der Hauptteil behandelt die Definition von Sozialkompetenz, ihre Entwicklungsprozesse, die Folgen von Defiziten im Sozialverhalten, die gesetzliche Verankerung in der Schule sowie konkrete Interventionsmöglichkeiten.
Zentrale Begriffe sind Soziale Kompetenz, Schule, Jugendhilfe, Sozialverhalten, Prävention und Kompetenzförderung.
Die Kooperation gilt als entscheidender Faktor, da die Jugendhilfe eine hohe Fachexpertise im Bereich des sozialen Lernens besitzt, die die Schule bei der ganzheitlichen Bildungsaufgabe unterstützt.
Es ist ein strukturiertes, verhaltensorientiertes Kompetenztraining in 15 Modulen, das insbesondere darauf ausgelegt ist, benachteiligte Jugendliche in ihrer persönlichen Entwicklung und Integrationsfähigkeit zu stärken.
Prävention ist laut der Autorin effektiver, da sie der Entstehung ernsthafter Verhaltensstörungen und dem damit verbundenen erhöhten Förderbedarf bereits in einem frühen Entwicklungsstadium vorbeugt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

