Bachelorarbeit, 2008
53 Seiten, Note: 1,7
Einleitung
1. Ansichten zu Kindheit und Kindsein in Frankreich
2. Ein Einblick in das Medium Kinderfilm
2.1 Deutsche Überlegungen zur Definition von Kinderfilm
2.2 Kinderfilm in Frankreich
2.3 Altersempfehlungen und -beschränkungen hinsichtlich Film in Frankreich
2.4 Das goldene Zeitalter des französischen Animationsfilms
3. Filmanalyse am Beispiel von Michel Ocelots Azur et Asmar
3.1 Handlung
3.2 Intentionen des Filmemachers Michel Ocelot
3.3 Aktualität der Thematik(en) in Azur et Asmar
3.4 Ansichten des Auslandes zu Azur et Asmar
Fazit: Azur et Asmar als Türöffner für eine Erziehung zur Interkulturalität?
Die vorliegende Arbeit untersucht das Verständnis von Kindheit und Kindsein in der französischen Gesellschaft am Beispiel des Animationsfilms "Azur et Asmar" des Regisseurs Michel Ocelot. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Medium Kinderfilm dazu beitragen kann, komplexe gesellschaftliche Themen wie Migration, Toleranz und Interkulturalität bereits für ein junges Publikum zugänglich und begreifbar zu machen.
3.1 Handlung
Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die beiden Jungen Azur und Asmar, die zusammen in einem französischsprachigen Teil Europas aufwachsen. Ihre gesellschaftliche Position ist klar getrennt. Azurs Vater ist ein reicher Schlossherr, der seinen Sohn von einer nordafrikanischen Amme großziehen lässt. Sein heller Teint, das flachsblonde Haar und die azurblauen Augen lassen Azur, nach Meinung der Leute, wie einen Engel erscheinen. Asmar, der Sohn der Amme Jenane, hat hingegen einen dunklen Teint, braune Augen und schwarzes Haar. Trotz dieser optischen Unterschiede ähneln sich die Jungen jedoch in Gestalt und Physiognomie.
Azur wächst in den ersten Jahren bei Jenane und Asmar auf. Ihm bringt Jenane die gleiche mütterliche Liebe entgegen wie ihrem leiblichen Sohn Asmar. Beiden erzählt sie von einer verzauberten Fee, der Fee der Dschinn, die in Jenanes Land gefangen gehalten wird. Diese Fee wacht über die Dschinn, die Geister oder Dämonen aus der arabischen Sagenwelt. Vor langer Zeit wurde sie in einen kristallenen Käfig gesperrt, der im Berg, in der Schwarzen Klippe verborgen ist. Der Prinz, der die Fee erlösen will, muss ein Fabelwesen zähmen, den scharlachroten Löwen, oder den Vogel Sajmourh, um zur schwarzen Klippe zu gelangen. Er muss drei magische Schlüssel finden, die ihm im Inneren der Klippe drei Tore öffnen. Die letzte Prüfung besteht darin den richtigen Eingang zur Höhle der Fee zu finden, denn von zweien führt einer in die Grotte der Schatten, welche den sicheren Tod bedeutet. Diese Geschichte beeindruckt Azur und Asmar und jeder beschließt die Fee zu erlösen, wenn er erwachsen sei.
Einleitung: Einführung in die Thematik der Kindheitswahrnehmung und die Bedeutung des Mediums Film als Ideenträger für Kinder.
1. Ansichten zu Kindheit und Kindsein in Frankreich: Darstellung der historischen und soziologischen Entwicklung des Kindheitsbegriffs in Frankreich unter Einbeziehung bedeutender Theoretiker wie Ariès und Dolto.
2. Ein Einblick in das Medium Kinderfilm: Untersuchung der Begriffsdefinitionen des Kinderfilms und der Spezifika der französischen Kinderfilmproduktion.
3. Filmanalyse am Beispiel von Michel Ocelots Azur et Asmar: Zentrale Analyse des Films hinsichtlich seiner Handlung, der Intentionen des Regisseurs, der behandelten Identitätsthemen und der internationalen Rezeption.
Fazit: Azur et Asmar als Türöffner für eine Erziehung zur Interkulturalität?: Zusammenfassende Bewertung der Rolle des Films als kulturelles Medium, das Toleranz und Verständnis über gesellschaftliche Grenzen hinweg fördern kann.
Azur et Asmar, Michel Ocelot, Kinderfilm, Frankreich, Interkulturalität, Migration, Identitätsbildung, Kindheit, Toleranz, Animationsfilm, Stereotype, Vorurteile, Kulturtransfer, Gesellschaft, Erziehung.
Die Arbeit befasst sich mit der Darstellung und Konstruktion von Kindheit in Frankreich und untersucht, wie der Animationsfilm "Azur et Asmar" genutzt wird, um interkulturelle Themen an Kinder zu vermitteln.
Die Arbeitsschwerpunkte liegen auf den Bereichen Migration, Identitätskonzepte, der Überwindung von Vorurteilen und der Rolle von Toleranz in einer multikulturellen Gesellschaft.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, inwieweit moderne Kinderfilme als Instrumente dienen können, um gesellschaftliche Werte und interkulturelle Kompetenzen an die nächste Generation weiterzugeben.
Die Autorin kombiniert eine theoretische Fundierung soziologischer Kindheitskonzepte mit einer detaillierten inhaltlichen Filmanalyse und zieht dabei Interviews sowie zeitgenössische Pressestimmen heran.
Der Hauptteil analysiert die Handlung und filmischen Mittel von "Azur et Asmar", diskutiert die Intentionen des Regisseurs Ocelot und erörtert, wie Migration und kulturelle Grenzen im Film thematisiert werden.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Interkulturalität, Identitätsbildung, Migration, Kinderfilm und kulturelle Toleranz definieren.
Die Grenzen fungieren als Hindernisse, deren Überwindung durch die Protagonisten eine zentrale Entwicklungsphase darstellt, um die Vielfalt der Welt zu begreifen und Vorurteile abzubauen.
Die Verwendung der arabischen Sprache wird als bewusste ästhetische Entscheidung gewertet, die beim Zuschauer ein Gefühl der Fremdheit erzeugen und damit einen Lernprozess über die Offenheit gegenüber fremden Kulturen anstoßen soll.
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