Magisterarbeit, 2008
54 Seiten, Note: 1,0
Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen Tiberius und Germanicus und stellt die Frage nach möglichen Konflikten zwischen beiden Männern. Die Analyse der Meuterei am Rhein, der Germanienfeldzüge und der Orient-Mission des Germanicus soll klären, ob und gegebenenfalls warum es zu Unstimmigkeiten zwischen ihnen kam. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, ob Tiberius in seinem Verhalten gegenüber Germanicus tatsächlich allein durch Eifersucht und Misstrauen getrieben war und Germanicus ausschließlich Opfer eines tyrannischen Princeps wurde. Die Arbeit analysiert die Vorwürfe, denen Tiberius nach dem Tod des Germanicus ausgesetzt war.
Die Einleitung beleuchtet den Tod des Germanicus und die darauf folgenden Gerüchte über ein mögliches Attentat durch Tiberius. Im ersten Kapitel wird die Adoption des Germanicus durch Tiberius beleuchtet, die als Grundlage für ihre spätere Beziehung dient. Das zweite Kapitel widmet sich der Meuterei am Rhein 14 n. Chr., die sowohl die Loyalitätsfrage als auch die Rolle von Germanicus bei der Unterdrückung des Aufstands beleuchtet. Das dritte Kapitel behandelt die Germanien-Feldzüge des Germanicus und analysiert die Darstellung des Tacitus sowie die kritische Bewertung der Kriegführung beider Männer. Das vierte Kapitel behandelt die Orient-Mission des Germanicus und die Berufung Pisos als Statthalter in Syrien, wobei die Gründe für diese Entscheidung sowie die Ägyptenreise des Germanicus im Vordergrund stehen.
Die wichtigsten Schlüsselwörter der Arbeit sind: Tiberius, Germanicus, Meuterei am Rhein, Germanienfeldzüge, Orient-Mission, Beziehung zwischen Princeps und Adoptivsohn, Loyalitätsfrage, Kriegführung, Tiberius-Bild bei Tacitus.
Historisch ist dies nicht bewiesen. Während zeitgenössische Quellen (wie Tacitus) Tiberius aus Misstrauen und Eifersucht beschuldigten, deutet vieles auf eine natürliche Todesursache hin.
Die Spannungen resultierten aus unterschiedlichen Ansichten zur Kriegführung in Germanien und der enormen Popularität von Germanicus beim Volk, die Tiberius als Bedrohung empfinden konnte.
Nach dem Tod des Augustus meuterten die Legionen. Germanicus musste seine Loyalität zu Tiberius unter Beweis stellen und den Aufstand mit einer Mischung aus Zugeständnissen und Härte beenden.
Tiberius ernannte Piso zum Statthalter von Syrien, vermutlich um Germanicus auf seiner Orient-Mission zu kontrollieren. Piso wurde später beschuldigt, Germanicus vergiftet zu haben.
Tacitus zeichnet ein kontrastreiches Bild: Er stellt den "tyrannischen und ränkeschmiedenden" Tiberius der "leuchtenden Heldengestalt" des Germanicus gegenüber.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

