Bachelorarbeit, 2011
50 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Ausgangslage
1.2 Problemstellung
1.3 Zielsetzung
1.4 Forschungsfrage
1.5 Aufbau & Struktur
2. Gender Diversity
2.1 Einführung
2.2 Definition der zentralen Begriffe
2.2.1 Gender
2.2.2 Diversity
2.2.3 Gender Diversity versus Gender Mainstreaming - Wo liegt der Unterschied?
2.2.4 Abgrenzung des Führungsbegriffes von den übrigen Tätigkeiten in einer Organisation
2.3 Vorteile und Herausforderungen durch Gender Diversity
2.4 Zwischenfazit
3. Erklärungsansatz zur Unterrepräsentanz von weiblichen Führungskräften
3.1 Vorurteile gegenüber Frauen in Führungspositionen
3.1.1 Soziale Stereotype
3.1.2 Mentalitätsmuster von Männern
3.2 Ausbildung und Berufswahl
3.2.1 Horizontale und vertikale Segregation
3.2.2 Ökonomische Diskriminierung
3.3 Vereinbarkeit von Familie und Beruf
3.4 Zwischenfazit
4. Diversity Managment bei Daimler
4.1 Einführung
4.2 Diversity Statement
4.3 Diversity Ansatz
4.4 Programme und Ziele
4.4.1 Allgemeine Diversity Ziele
4.4.2 Diversity Workshops
4.4.3 Interne Vorträge, Veröffentlichungen und Veranstaltungen
4.5 Programme und Ziele für Gender
4.5.1 Konkretes Gender Diversity Ziel
4.5.2 Konkrete Programme
4.6 Zwischenfazit
5. Massnahmen und Handlungslinien zur Umsetzung von Gender Diversity
6. Schlussbetrachtung
6.1 Zusammenfassung
6.2 Kritische Reflexion
6.3 Ausblick
Die Arbeit untersucht die Gründe für die Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen und zeigt auf, wie Gender Diversity als betriebswirtschaftliches Potentialprinzip dazu beitragen kann, diese Diskriminierung abzubauen und die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen zu erhöhen. Dabei wird ein Maßnahmenkatalog zur Implementierung von Gender Diversity in Unternehmen entwickelt.
3.1.2 MENTALITÄTSMUSTER VON MÄNNERN
Wie in der Einleitung dieser Arbeit kurz beschrieben, nennt das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), als einen der Verursacher für so wenige Frauen in deutschen Führungspositionen, eigene Regelwerke und Mentalitäten, die in den oberen, von Männern dominierten Führungsetagen vorherrschen. Das BMFSFJ identifiziert dabei drei Mentalitätsmuster:
(1) „Konservative Exklusion: Kulturelle und funktionale Ablehnung von Frauen qua Geschlecht
(2) Emanzipierte Grundhaltung – doch chancenlos gegen männliche Machtrituale
(3) Radikaler Individualismus: Geschlecht spielt keine Rolle – aber Mangel im Markt an „authentischen & flexiblen Frauen“ (Wippermann, 2010, S.17)
Das erste Muster kann als klassisch patriarchisch bezeichnet werden und wird bei sehr konservativ eingestellten Männern beobachtet. Führung ist für sie eine Männerdomäne, die Frauen nicht betreten sollten. Weibliche Führungskräfte werden als Störfaktor der inneren männlichen Kreise gesehen. Für Männer mit dieser Einstellung ist auch die Wirtschaft konservativ und fordert ordentliche Verhältnisse. Dazu sollten Führungskräfte einen stabilen familiären Hintergrund haben, welcher ordentliche Verhältnisse widerspiegelt und als Erholungszone gesehen wird. Eine Führungsposition passt nicht zu einer Frau, da sie sonst nicht im vollen Umfang ihrer traditionellen Rolle, der fürsorglichen Hausfrau, nachgehen kann. Da Familie als wichtige Bedingung für eine Führungsposition zählt, müsste eine Frau demnach einen Ehepartner haben der eine atypische, für Männer degradierende, Rolle einnimmt und auf seine eigene Karriere verzichtet. Oder sie müsse selber auf Kinder verzichten, womit ihr wertvolle soziale Erfahrungen entgehen. Mit einer weiblichen Führungskraft kann ein Unternehmen demnach nach außen hin keine traditionelle Einstellung verkörpern (Vgl. Wippermann, 2010, S.45, 65).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, belegt die Unterrepräsentanz von Frauen durch aktuelle Studien und definiert die Zielsetzung der Bachelorarbeit.
2. Gender Diversity: Das Kapitel erläutert das Konzept des Gender Diversity, grenzt es von Begriffen wie Diversity und Gender Mainstreaming ab und analysiert das wirtschaftliche Potenzial für Unternehmen.
3. Erklärungsansatz zur Unterrepräsentanz von weiblichen Führungskräften: Dieser Abschnitt untersucht psychologische und strukturelle Barrieren wie soziale Stereotype, spezifische Mentalitätsmuster von Männern in Führungsetagen sowie Aspekte der Ausbildung und Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
4. Diversity Managment bei Daimler: Hier wird der Automobilkonzern Daimler als Best Practice Beispiel herangezogen, um konkrete Programme, Zielkorridore und Strategien zur Frauenförderung und zur Implementierung von Diversity im Unternehmensalltag aufzuzeigen.
5. Massnahmen und Handlungslinien zur Umsetzung von Gender Diversity: Dieses Kapitel liefert einen allgemeinen Katalog an Handlungsempfehlungen für Unternehmen, um Diversity Management erfolgreich und nachhaltig zu implementieren.
6. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse, einer kritischen Reflexion der aktuellen Situation sowie einem Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Tourismussektor.
Gender Diversity, Frauen in Führungspositionen, Diversity Management, Chancengleichheit, Daimler AG, soziale Stereotype, Unterrepräsentanz, Karrierehindernisse, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Gender Pay Gap, Unternehmensführung, wirtschaftliches Potenzial, Personalentwicklung, Frauenquote, Unternehmenskultur
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Unternehmen durch das Konzept Gender Diversity den Anteil von Frauen in Führungspositionen erhöhen können, um von den wirtschaftlichen Vorteilen diverser Teams zu profitieren.
Zentrale Themen sind die Analyse von Barrieren für Frauen, die Definition und Abgrenzung von Diversity-Konzepten, die Untersuchung des wirtschaftlichen Nutzens sowie die Vorstellung von Best-Practice-Maßnahmen in großen Unternehmen.
Das Ziel ist es, wissenschaftlich zu begründen, warum Frauen in Führungspositionen unterrepräsentiert sind, und basierend darauf einen konkreten Maßnahmenkatalog zur Implementierung von Gender Diversity in Unternehmen zu erstellen.
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die existierende Studien (u.a. von McKinsey, BMFSFJ und DIW) auswertet und diese durch ein Praxisbeispiel (Daimler AG) veranschaulicht.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Begriffsdefinitionen), eine Analyse der Ursachen für die Unterrepräsentanz von Frauen, eine detaillierte Fallstudie zu Daimler sowie die Ableitung von Handlungsempfehlungen.
Die zentralen Schlagworte sind Gender Diversity, Frauen in Führungspositionen, Diversity Management, Unterrepräsentanz, Karrierebarrieren und wirtschaftliches Potenzial.
Das BMFSFJ unterscheidet drei Muster: die konservative Exklusion, eine formal emanzipierte Grundhaltung bei gleichzeitiger Ohnmacht gegenüber männlichen Machtritualen und einen radikalen Individualismus, der einen Mangel an „passenden“ Frauen auf dem Markt konstatiert.
Daimler dient als Best-Practice-Beispiel, da das Unternehmen Diversity-Management strategisch verankert hat und durch konkrete Werkzeuge wie Aspirational Guidelines, ein Diversity Logbuch und Mentoring-Programme aktiv an der Steigerung des Frauenanteils arbeitet.
Sie beschreibt die unsichtbare Barriere, die Frauen daran hindert, trotz hoher Bildung und Qualifikation die obersten Führungsebenen in deutschen Unternehmen zu erreichen.
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