Examensarbeit, 2009
133 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Das Ziel der vorliegenden Arbeit
1.2 Begriffsklärungen und themenspezifische Besonderheiten
2 Das Gewalt-Image des Heavy Metal
2.1 Ursachen in der Geschichte des Genres
2.2 Stimmen in der Öffentlichkeit
2.2.1 Das Parents Music Resource Center (PMRC)
2.2.2 Vance vs. Judas Priest
2.2.3 Pseudowissenschaftliche Veröffentlichungen
2.2.4 Fundamentales Christentum
2.3 Stellungnahme von Künstlern und resultierende Bewegungen
3 Die Ambivalenz und Vielfalt der Gewaltdarstellungen
3.1 Inhaltliche Bezüge
3.2 Formen der Darstellung
3.3 Die Adressaten von Gewalt
3.4 Der Grad der Ernsthaftigkeit an Hand ausgewählter Beispiele
3.4.1 Manowar
3.4.2 Rammstein
3.4.3 Knorkator
3.4.4 Norwegische Black Metal Bands
4 Mögliche Gründe für gewaltbezogene Inhalte
4.1 Schock durch Konfrontation mit Gewalt
4.2 Aufruf zu Gewalttätigkeit
4.3 Gewalt als Marketingstrategie
4.4 Spaßfaktor - (warum) macht die Darstellung von Gewalt Spaß?
5 Zusammenfassung und Schlussfolgerungen
5.1 Weiterführende Fragestellungen
Anhang A: Songtexte
Die Arbeit untersucht das negative Image des Heavy Metal bezüglich Gewalt, indem sie die historischen Ursachen, öffentliche Kritik und die tatsächliche Verwendung von Gewaltmotiven analysiert. Ziel ist es, auf Basis fundierter Fakten ein differenziertes Bild zu zeichnen und die Frage zu beantworten, woher das (Vor-)Urteil der Gewalttätigkeit stammt und welchen Stellenwert Gewalt als stilistisches und marketingrelevantes Mittel einnimmt.
2.1 Ursachen in der Geschichte des Genres
Um dieses scheinbar sehr fest sitzende negative Image des Heavy Metal genauer zu untersuchen und um Ursachen für etwaige Vorurteile zu finden ist ein Blick in die Entwicklung des Genres hilfreich.
Sehr viele der meist negativen Assoziationen hängen bereits mit den beiden Bands zusammen, die rückblickend als die Pioniere des Heavy Metal bezeichnet werden können: Black Sabbath und Led Zeppelin.
Tatsache ist, dass niemand die Absicht hatte, einen neuen Stil zu erschaffen, dass vielmehr eine Vielzahl von Zu- und Unfällen dazu geführt hat.
Earth (später Black Sabbath) war eine ganz normale Blues und Jazz Band, deren Mitglieder aus schlechtergestellten Arbeitervierteln aus Birmingham in England kamen und deren Alltag bestimmt war von harter körperlicher Arbeit in der Metallindustrie, die nahezu ganz Birmingham beherrschte. Rob Halford, Sänger der Band Judas Priest, beschreibt in einem Interview Episoden seiner Schulzeit in Birmingham. Direkt neben seiner Schule gab es eine riesige Stahlfabrik, deren Maschinen so laut waren, dass die Schulbänke davon leicht erzitterten. Neben dieser Belastung, die den ganzen Tag andauerte, wurden in regelmäßigen Abständen Ventile entlüftet und der Dampf der Stahlfabrik wehte in die Schulfenster. Er beschreibt diese Situation als Gefühl, der Stahl (Metal) würde direkt in seinen Körper dringen, als atmete er ihn förmlich ein.
1 Einleitung: Einführung in die Diskussion um den Zusammenhang zwischen Musik und Aggression sowie Darstellung des Ziels der Arbeit, das Gewalt-Image des Heavy Metal zu analysieren.
2 Das Gewalt-Image des Heavy Metal: Untersuchung der historischen Ursachen und der öffentlichen Wahrnehmung des Genres sowie kritische Betrachtung externer Vorwürfe.
3 Die Ambivalenz und Vielfalt der Gewaltdarstellungen: Analyse verschiedener Aspekte der Gewaltdarstellung, von inhaltlichen Bezügen über Medieneinsatz bis hin zum Grad der Ernsthaftigkeit bei ausgewählten Bands.
4 Mögliche Gründe für gewaltbezogene Inhalte: Erörterung der Funktionen von Gewalt, etwa als Schockfaktor, Marketinginstrument oder zur Identitätsstiftung, sowie der Faszination für das Genre.
5 Zusammenfassung und Schlussfolgerungen: Synthese der Ergebnisse und Ausblick auf die Notwendigkeit einer differenzierten Betrachtung des Genres sowie weiterführende Forschungsfragen.
Heavy Metal, Gewalt, Gewaltdarstellung, Musik, Sozialpsychologie, Provokation, Image, Subkultur, Black Metal, Marketing, Medieneinfluss, Aggression, Satanismus, Jugendschutz, Zensur
Die Arbeit untersucht das tief sitzende negative Image des Heavy Metal als gewalthaltige Musikform und setzt sich kritisch mit den Gründen für dieses Image auseinander.
Die Themen umfassen die Geschichte des Genres, öffentliche Kritik (wie das PMRC), die vielfältigen Formen der Gewaltdarstellung und die Frage nach dem Stellenwert von Gewalt als Marketingstrategie.
Das Ziel ist es, auf Basis fundierter Fakten zu klären, warum das (Vor-)Urteil der Gewalttätigkeit besteht und was es mit diesem Image tatsächlich auf sich hat.
Es wird eine musikwissenschaftliche und kulturanalytische Vorgehensweise gewählt, die Textanalysen von Songtexten sowie eine Auswertung historischer und soziologischer Fachliteratur kombiniert.
Der Hauptteil analysiert, wie Bands das Element Gewalt bewusst einsetzen, um sich zu profilieren, und wie dies von Außenstehenden oft missverstanden oder instrumentalisiert wird.
Neben dem Heavy Metal stehen Begriffe wie Gewaltdarstellung, Provokation, Marketing und Sozialpsychologie im Zentrum der Analyse.
Während Manowar ein klischeehaftes, heroisches Krieger-Image pflegt, das oft ins Überzogene kippt, nutzt Rammstein gezielte Provokation und Mehrdeutigkeiten, um im medialen Fokus zu bleiben.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Gewalt meist ein bewusst eingesetztes stilistisches oder marketingbezogenes Mittel ist und die Wirkung auf den Hörer stark von dessen individuellen Voraussetzungen abhängt.
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