Diplomarbeit, 2011
90 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Aufbereitung von Medizinprodukten im Krankenhaus
2.1 Medizinprodukt
2.2 Ziele und Nutzen der Aufbereitung
2.3 Qualität der Aufbereitung
2.4 Der Aufbereitungsprozess
3 Die Zentrale Sterilgutversorgungsabteilung (ZSVA)
3.1 Aufgabe und Lage
3.2 Eingliederung in den Krankenhausprozess
3.3 Der Aufbereitungsprozess
4 Kostenrechnung im Krankenhaus
4.1 Das Krankenhaus - Definition und Finanzierung
4.2 Aufgabe der Kostenrechnung
4.3 Teilgebiete der Kostenrechnung
4.4 Gesetzliche Grundlagen für das Krankenhaus
5 Verrechnung von Aufbereitungskosten auf Basis von Sterilisiereinheiten (StE)
5.1 Kalkulation der Herstellkosten
5.2 Die Sterilisiereinheit als Mengenschlüssel
5.3 Kritische Bewertung
6 Verrechnungsmodell für eine verursachungsgerechte Kostenverteilung
6.1 Herleitung der Kalkulationsmethode
6.2 Die Äquivalenzziffernkalkulation
6.3 Verrechnungsmodell
6.4 Zusammenfassung und Bewertung
7 Fazit und Ausblick
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines verursachungsgerechteren Kalkulationsmodells für die Aufbereitung von Medizinprodukten in Krankenhäusern, das in die bestehende Kostenrechnung integriert werden kann. Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob eine Möglichkeit besteht, die Kosten für diesen Sekundärprozess präziser zu erfassen, da die derzeit üblichen Verfahren auf Basis von Sterilisiereinheiten die tatsächlichen Ressourcenverbräuche oft nur unzureichend abbilden.
2.4 Der Aufbereitungsprozess
Der Aufbereitungsprozess gliedert sich in die Teilprozesse: Vorbereitung / manuelle Reinigung, Maschinelle Reinigung und Desinfektion, Prüfung, Pflege und Instandhaltung, Verpackung und Kennzeichnung, Sterilisation, Freigabe und definiert somit den Ablauf, den alle Instrumente, die steril zur Anwendung kommen, durchlaufen müssen.
Bei der Vorbereitung werden die verwendeten Medizinprodukte vorbehandelt, bei Bedarf zerlegt und nach dem anzuwendenden Reinigungsverfahren sortiert. Je nach Material und Eigenschaft des Instrumentariums können thermische (65 °C und höher) oder chemo-thermische (40 - 60 °C) maschinelle Verfahren zum Einsatz kommen. Grobe Verschmutzungen oder Inkrustierungen können durch manuelle Vorreinigung oder durch eine Behandlung im Ultraschallbecken entfernt werden.
Die maschinelle Reinigung und Desinfektion setzt sich zusammen aus Reinigung, Desinfektion, Spülung und Trocknung. Mit Hilfe von geeigneten pH-neutralen oder alkalischen Reinigern werden Rückstände wie Proteine oder Fette wirksam entfernt.
Bei der Desinfektion werden durch den Einsatz thermischer Verfahren, einer Kombination aus Desinfektionsmittel und Einwirkzeit, Mikroorganismen so verändert, dass diese nicht mehr infizieren können. Das Ausmaß der Keimreduktion muss mindestens 4 log-Stufen (oder auch Sterility Assurance Level, SAL) betragen, das heißt, dass von 10.000 Keimen maximal ein Einziger überleben darf.
Bei der anschließenden Spülung mit entmineralisiertem Wasser werden Rückstände der Reinigungs- und Desinfektionsmittel entfernt, die unter Umständen eine Gefährdung für Patienten oder Dritte sein können. Die abschließende Trocknung verkürzt den Aufenthalt der Güter in feuchter Umgebung, da bei längerem Verbleib Korrosion auftreten kann. Das Instrumentarium kann somit direkt nach Abschluss des Reinigungsprozesses entnommen und weiter verarbeitet werden. Darüber hinaus unterstützt die Trocknung die Qualität der Aufbereitung. Bei einigen Produkten können Feuchtigkeitsrückstände zu Funktionsstörungen führen, z. B. bei Atemsystemfunktionsteilen.
1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert den steigenden Kostendruck im Gesundheitswesen und identifiziert die unzureichende verursachungsgerechte Kalkulation der Kosten für die Aufbereitung von Medizinprodukten als Problem.
2 Aufbereitung von Medizinprodukten im Krankenhaus: Es werden die Begriffsdefinitionen, Ziele und der standardisierte Aufbereitungskreislauf gemäß RKI/BfArM detailliert erläutert.
3 Die Zentrale Sterilgutversorgungsabteilung (ZSVA): Dieses Kapitel beschreibt die ZSVA als zentralen Leistungserbringer und beleuchtet deren funktionale Eingliederung in den Krankenhausprozess.
4 Kostenrechnung im Krankenhaus: Das Kapitel bietet eine Einführung in die gesetzlichen Rahmenbedingungen und die klassischen Instrumente der Kostenrechnung im Krankenhauswesen.
5 Verrechnung von Aufbereitungskosten auf Basis von Sterilisiereinheiten (StE): Hier erfolgt eine kritische Analyse der StE als bisherigem Umlageschlüssel für die Kalkulation der Herstellkosten.
6 Verrechnungsmodell für eine verursachungsgerechte Kostenverteilung: Das Kernkapitel leitet ein Kalkulationsmodell auf Basis der Äquivalenzziffernkalkulation her, das die tatsächlichen Prozessanforderungen berücksichtigt.
7 Fazit und Ausblick: Der Autor resümiert die Notwendigkeit einer präziseren Kostenrechnung und weist auf die Bedeutung von Qualitätsmanagement und qualifiziertem Personal hin.
Aufbereitung, Medizinprodukte, ZSVA, Kostenrechnung, Sterilisiereinheit, Äquivalenzziffernkalkulation, Herstellkosten, Verursachungsprinzip, Krankenhausfinanzierung, Prozesskosten, Sortenfertigung, Instrumentenkreislauf, Qualitätsmanagement, DRG, Ressourcenverbrauch.
Die Arbeit befasst sich mit der verursachungsgerechten Kostenverteilung bei der Aufbereitung von medizinischen Instrumenten. Das Ziel ist es, die derzeitige, oft ungenaue Kostenrechnung auf Basis von Sterilisiereinheiten zu verbessern, um eine höhere Transparenz und Kosteneffizienz im Krankenhausbetrieb zu erreichen.
Zentrale Schwerpunkte sind die Prozesse der Zentralen Sterilgutversorgungsabteilung (ZSVA), die spezifischen Anforderungen der Krankenhaus-Kostenrechnung sowie die betriebswirtschaftliche Anwendung von Kalkulationsmethoden wie der Divisions- und der Äquivalenzziffernkalkulation auf medizinische Dienstleistungen.
Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines verfeinerten Kalkulationsmodells, das in die vorhandene Kostenrechnung einer ZSVA integriert werden kann, um Ressourcenverbräuche exakt abzubilden und somit Kostentreiber im Aufbereitungsprozess identifizieren zu können.
Die Arbeit schlägt den Übergang von einer simplen Divisionskalkulation hin zu einer multiplikativen Äquivalenzziffernkalkulation vor, da letztere die Heterogenität der aufzubereitenden Siebe und deren unterschiedliche Komplexität (z. B. durch Design und Verpackung) besser berücksichtigt.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Grundlagen der Kostenrechnung im Krankenhaus als auch praktische Fallbeispiele zur Zeit- und Kostenanalyse einzelner Siebarten sowie die Auswirkungen verschiedener Verpackungs- und Instrumentendesign-Faktoren auf die Herstellkosten analysiert.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Aufbereitung, Sterilgutversorgung, Kostenrechnung, Äquivalenzziffernkalkulation, Prozesskosten, Ressourcenmanagement und Krankenhaus-Finanzierung charakterisieren.
Die StE bildet lediglich ein Raummaß ab, vernachlässigt jedoch den unterschiedlichen Zeitaufwand, der für die Pflege, Kontrolle und Verpackung der darin befindlichen individuellen Instrumente anfällt. Dies führt zu einer verzerrten Kostenverteilung zwischen den anfordernden Abteilungen.
Durch die Zentralisierung steigt die Vielfalt an unterschiedlichen Sieben, die bearbeitet werden müssen. Da diese Siebe keine homogene Masse bilden, sind einfache Kalkulationsmethoden nicht mehr ausreichend, was das neue, differenzierte Modell erst notwendig und sinnvoll macht.
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