Examensarbeit, 2002
51 Seiten, Note: 2,0
Vorwort
1. Überlegungen und Beweggründe
1.1. Erfahrungen aus der eigenen unterrichtlichen Praxis
1.1.1. Das Newton-Verfahren in einem Kurs der Jahrgangsstufe 11
1.1.2. Unterrichtserfahrungen mit Computern als Medium
1.2. Unterricht mit dem Computer
1.2.1. Einflüsse des Computers
1.2.2. Tabellenkalkulation als ein Werkzeug für den Unterricht
2. Einordnung in den unterrichtlichen Ablauf
2.1. Vorhergehende Unterrichtsschritte
2.2. Einsatz der Datei „Newton.xls“ im Untterricht
2.3. Der anschließende Unterricht
3. Die Excel-Arbeitsmappe „Newton.xls“
3.1. Technische Voraussetzungen
3.2. Grundideen bei der Entwicklung von „Newton.xls“
3.3. Arbeiten mit „Newton.xls“
3.3.1. Der erste Start
3.3.2. Die Einführung
3.3.3. Mathematisierung und Hinführung zum Näherungsverfahren
3.3.4. Geometrische Grundlagen
3.3.5. Mathematisierung der Geometrie
3.3.6. Interaktive Nullstellenuntersuchung von Funktionen
3.4. Das Hauptmodul „Untersuchung.xls“
3.4.1. Eingabemaske für Funktion und Startwert x0
3.4.2. Ausgabetabelle für die Ergebnisse des Newton-Verfahrens
3.4.3. Koordinatensystem und Formatierung der Achsen
Fazit
Die Arbeit untersucht den Einsatz der Tabellenkalkulation Excel zur Visualisierung des Newton-Verfahrens, um Schülern ein tieferes Verständnis für iterative Prozesse und die geometrischen Hintergründe zu vermitteln, statt sich auf rein formelbasiertes Lernen zu beschränken.
1.1.1. Das Newton-Verfahren in einem Kurs der Jahrgangsstufe 11
Im zweiten Halbjahr des Schuljahres 2001/2002 unterrichtete ich im Rahmen meines bedarfsdeckenden Unterrichtes einen Mathematik-Kurs der Jahrgangsstufe 11 am Heinrich-Heine-Gymnasium in Bottrop.
Wie auch schon in anderen Teilbereichen der Analysis stellte ich bei den SuS auch bei der Behandlung des Newton-Verfahrens folgende Schwäche fest: Zwar konnten sie die am Ende der Unterrichtsreihe erarbeitete Rekursionsformel des Verfahrens wiedergeben und anwenden, aber es fehlte die geometrische Anschauung und das Verständnis, obwohl auch dies bei der Hinführung zur Rekursionsformel von mir einen besonderen Stellenwert innerhalb des Unterrichts erhielt:
So wurden zusammen mit den SuS sowohl an der Tafel wie aber auch mit Hilfe von Folien und Arbeitsblättern die Schritte der Konstruktion durchgeführt und eingeübt:
- Wähle einen Startwert x0
- Verbinde (x0|0) mit dem zugehörigen Punkt (x0|f(x0))
- Zeichne die Tangente durch (x0|f(x0))
- Schneide die Tangente mit der x-Achse
- Bezeichne diesen Schnittpunkt mit x1
Durch wiederholtes Vorgehen erkannten die SuS, dass sie sich mit jedem weiteren Schritt immer weiter an die eingezeichnete Nullstelle x* annäherten.
Aus dieser zeichnerischen Lösung erwuchs in den Schülern der Wunsch, diese Nullstelle auch rechnerisch ermitteln zu können.
1. Überlegungen und Beweggründe: Der Autor schildert seine Praxiserfahrungen mit dem Verständnisdefizit bei Schülern bezüglich der geometrischen Grundlagen iterativer Verfahren und begründet den Computereinsatz zur Motivationssteigerung.
2. Einordnung in den unterrichtlichen Ablauf: Dieses Kapitel erläutert die notwendigen mathematischen Voraussetzungen, die Vorbereitung der Schüler auf das Newton-Verfahren und die Integration der Software in den Unterrichtsverlauf.
3. Die Excel-Arbeitsmappe „Newton.xls“: Hier werden die technischen Anforderungen, das pädagogische Design der interaktiven Lernsoftware sowie die einzelnen Funktionalitäten zur Visualisierung und Untersuchung von Funktionen detailliert beschrieben.
Fazit: Der Autor zieht Bilanz und betont, dass die interaktive Visualisierung mittels Excel das Potenzial hat, ein tieferes Verständnis iterativer Verfahren zu fördern, was jedoch in der schulpraktischen Erprobung weiter zu evaluieren sei.
Newton-Verfahren, Tabellenkalkulation, Excel, Mathematikunterricht, Visualisierung, Analysis, Nullstellenbestimmung, Iterationsverfahren, Lernsoftware, Geometrische Anschauung, Informatik im Unterricht, Computereinsatz, Didaktik der Mathematik, Rekursionsformel, Binnendifferenzierung
Die Arbeit behandelt die Entwicklung und didaktische Einordnung einer Excel-basierten Anwendung, die das Newton-Verfahren visualisiert, um Schülern ein tieferes geometrisches Verständnis für iterative Berechnungen zu ermöglichen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Schnittstelle zwischen Mathematikdidaktik und Medieneinsatz, insbesondere bei der Verknüpfung von Analysis (Nullstellen) mit interaktiven Tabellenkalkulationen.
Das Ziel ist es, der bei Schülern häufig auftretenden "Rezeptologie" (reines Formelauswendiglernen) entgegenzuwirken und das Verständnis für die zugrunde liegende geometrische Konstruktion des Newton-Verfahrens zu schärfen.
Es handelt sich um eine fachdidaktische Hausarbeit, die auf unterrichtlichen Erfahrungen, der Erstellung von Lehrsoftware (Excel) und dem Bezug auf fachwissenschaftliche sowie didaktische Positionen (u.a. HEUGL, VOM HOFE) basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung, die Einordnung in das Curriculum sowie eine detaillierte technische und didaktische Beschreibung der erstellten Excel-Arbeitsmappen.
Wesentliche Begriffe sind Newton-Verfahren, Visualisierung, Excel, Nullstellen, Analysis und geometrische Anschauung.
Excel bietet eine einfacher zu bedienende Oberfläche, ermöglicht ein modulares, experimentelles Vorgehen und stellt Berechnungen tabellarisch übersichtlich dar, ohne den Nutzer durch die Komplexität spezialisierter CAS zu überfordern.
Die Software enthält Module, in denen durch gezielte Startwertwahl demonstriert wird, wie das Verfahren bei lokalen Extrema versagt oder bei ungünstiger Wahl zu Oszillationen führt, was den Schülern ein Verständnis für die Bedingungen des Verfahrens ermöglicht.
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