Bachelorarbeit, 2011
41 Seiten, Note: 1,0
Die Arbeit befasst sich mit der Frage nach den Ursachen der wahrgenommenen Geschlechterunterschiede, insbesondere im Hinblick auf kooperatives Verhalten. Sie untersucht, ob diese Unterschiede auf biologische Faktoren oder auf soziale Konstruktionen zurückzuführen sind. Dabei werden die evolutionspsychologische und die sozialkonstruktivistische Perspektive gegenübergestellt und die Vorhersagen beider Theorien anhand empirischer Studien analysiert.
Die Einleitung stellt die Problemstellung der Geschlechterunterschiede in den Kontext aktueller wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Debatten. Sie beleuchtet die Kontroverse zwischen evolutionspsychologischer und sozialkonstruktivistischer Sichtweise und führt die wichtigsten Themen der Arbeit ein.
Das zweite Kapitel widmet sich dem evolutionspsychologischen Ansatz. Es erläutert die Grundlagen der Evolutionstheorie und untersucht, wie geschlechtsspezifische Unterschiede im Verhalten evolutionär entstanden sein könnten. Die Schwerpunkte liegen dabei auf den Konzepten der elterlichen Investition, Partnerwahlstrategien und der Evolution der Kooperation.
Das dritte Kapitel präsentiert den sozialkonstruktivistischen Ansatz. Es erklärt die grundlegenden Prinzipien des Sozialkonstruktivismus und analysiert, wie die Sozialisation von Geschlechterrollen und -identitäten zu unterschiedlichen Verhaltensweisen bei Männern und Frauen führen kann. Die Kapitel befasst sich mit der Bedeutung von sozialen Rollen, Identitäten und der Sozialisation von Kooperation.
Das vierte Kapitel befasst sich mit empirischen Studien, die sich mit der Frage nach den Ursachen von Geschlechterunterschieden im kooperativen Verhalten befassen. Es werden Studien vorgestellt, die verschiedene Motivations- und Sozialstrukturen untersuchen und die Auswirkungen dieser Strukturen auf das prosoziale Verhalten von Männern und Frauen beleuchten.
Geschlechterunterschiede, kooperatives Verhalten, Evolutionspsychologie, Sozialkonstruktivismus, Elterliche Investition, Partnerwahlstrategien, soziale Rollen, soziale Identitäten, Motivationsstrukturen, Sozialstrukturen, empirische Studien.
Die Forschung ist uneins; während Evolutionspsychologen biologische Differenzen betonen, führen Sozialkonstruktivisten Unterschiede auf gesellschaftliche Rollen zurück.
Sie postuliert, dass Männer und Frauen unterschiedliche adaptive Strategien (z. B. bei Partnerwahl und elterlicher Investition) entwickelt haben, die ihr soziales Verhalten beeinflussen.
Er sieht die Ursache in der Sozialisation, durch die Männer und Frauen soziale Rollen und Identitäten (z. B. „fürsorgliche Mutter“ vs. „Held“) erlernen.
Empirische Studien zeigen, dass Faktoren wie die Geschlechterzusammensetzung einer Gruppe und der Beobachtereffekt das kooperative Handeln maßgeblich beeinflussen.
Dies ist die irrige Annahme, dass alles, was biologisch „natürlich“ ist, automatisch auch als moralisch gut oder unabänderlich betrachtet werden muss.
Die Arbeit zeigt, dass diese Frage schwer zu beantworten ist und stark von der jeweiligen Motivationsstruktur (z. B. Furcht vor Ausbeutung vs. Streben nach Vorteil) abhängt.
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