Diplomarbeit, 2011
173 Seiten, Note: 1,0
VORWORT
EINLEITUNG
1 DAS ALTER – EIN ANNÄHERUNGSVERSUCH
1.1 Historische Annäherung: Von den Ägyptern bis ins 21. Jahrhundert
1.1.1 Der „Greis“ im alten Ägypten
1.1.2 „Gera, geron“ im antiken Griechenland
1.1.3 „Das traurige Alter“ im Römischen Reich
1.1.4 Die „Lebensalter“ im Mittelalter
1.1.5 „Moral und Lebensart“ in der Renaissance
1.1.6 Altersheime im 17. Jahrhundert
1.1.7 Die steigende Lebenserwartung im 18. Jahrhundert
1.1.8 „Die Kenntnis über das Alter“ im 19. Jahrhundert
1.1.9 „Vom Unterschiede der Lebensalter“ bei ARTHUR SCHOPENHAUER
1.1.10 „Gott, der gute alte Großvater“ bei VICTOR HUGO
1.1.11 Fortschritte im 20. Jahrhundert
1.1.12 „Die ergrauende Welt“ im 21. Jahrhundert
1.2 Ethnologische Annäherung
1.3 Medizinische Annäherung
1.3.1 Geriatrie
1.3.1.1 Ursprünge der Geriatrie
1.3.2 Gerontologie
1.3.2.1 Ursprünge der Gerontologie
1.4 Psychosoziale Annäherung: Modelle zu den Lebensphasen
1.4.1 „Die psychosozialen Phasen“ nach ERIK H. ERIKSON
1.4.1.1 „Die letzte Phase“ bei ERIK H. ERIKSON
1.4.1.2 Exkurs zu JEAN-PAUL SARTRE
1.4.2 „Die Lebensalter“ nach ROMANO GUARDINI
1.4.2.1 „Der alte und senile Mensch“ bei ROMANO GUARDINI
1.4.2.2 Exkurs zu „Disengagement versus Aktivität“
1.5 Verhaltensorientierte Annäherung: Dimensionen der Belastungsbewältigung
1.5.1 Weisheit
1.5.1.1 Modell der Weisheitskompetenzen
1.5.1.2 Weisheit und Alter
1.5.1.3 Weisheitstherapie
2 MUSIK IM ALTER
2.1 Die musikalische Entwicklung im Alter
2.1.1 Das Gehör
2.1.1.1 Konsequenzen von Hörschäden für das Musikerleben und die Musiktherapie
2.1.2 Die Stimme
2.1.2.1 Singen mit alten Menschen
2.1.2.2 Musiktherapeutische Ziele beim Singen mit alten Menschen
2.1.3 Musizieren
2.1.3.1 Das Gehirn als Konzertsaal
2.1.3.2 Motivation zum Musizieren
2.1.4 Musikalischer Generationenkonflikt
3 IMPROVISATION – VORÜBERLEGUNGEN
3.1 Freiheit, Gebundenheit und Bezogenheit
3.2 Improvisation – dynamische Sprache und präsentative Symbolsprache
3.3 Wirkungsräume, Zwischenräume und Zwischentöne (nach ECKHARD WEYMANN)
3.4 Einfall, Zufall, Laune, Gewohnheit und Methode (nach KARIN SCHUMACHER)
3.5 Interaktionelles Beziehungsgeschehen (nach ISABELLE FROHNE-HAGEMANN und KARIN SCHUMACHER)
4 MUSIKTHERAPIE MIT ALTEN MENSCHEN
4.1 Die therapeutische Beziehung zwischen Jüngeren und Älteren
4.2 „Heimatmusik“ – Biographische Aspekte
4.3 Methodische Aspekte: Flexibilität, Anpassungsfähigkeit und Vielfältigkeit
4.4 Empathie
4.5 Zielsetzungen: Potenziale musiktherapeutischer Kontaktangebote
4.6 Musiktherapeutische Interventionen und Techniken
4.6.1 Das EBQ-Instrument von SCHUMACHER & CALVET
4.6.1.1 Die Anwendung des EBQ-Instruments bei Menschen mit Demenz
4.6.1.2 Modus 0 (Kontaktlosigkeit und Abwehr)
4.6.1.3 Modus 1 (sensorischer Kontakt/Kontakt-Reaktion)
4.6.1.4 Modus 2 (Funktionalisierender Kontakt)
4.6.1.5 Modus 3 (Kontakt zu sich selbst/Selbsterleben)
4.6.1.6 Modus 4 (Kontakt zum Anderen/Intersubjektivität)
4.6.1.7 Modus 5 (Beziehung zum Anderen/Interaktivität)
4.6.1.8 Modus 6 (Begegnung/Interaffektivität)
4.6.1.9 Modus 7
4.6.2 Evaluation nach DAVID ALDRIDGE
4.7 Demenz – der Verlust des Selbst?
4.8 Improvisation in der Altenarbeit
4.8.1 Verunsicherungen und Fragen – unerhörtes Chaos
4.8.2 Ich bin = Ich spiele – Wege zur Improvisation
4.8.2.1 Methodische Überlegungen
4.8.2.2 Beständigkeit – Die Gleichförmigkeit der Elemente
4.8.3 Musik als Brücke und erwartungsfreie Wiederbelebung
4.8.4 Musikalische Gestaltung als dynamische Struktur und formschaffende Zeit
4.8.5 Emotionaler Ausdruck
4.8.6 Klangliche Gestaltung des Erlebens in der Improvisation
4.8.7 Musik als das „Wie“ des Lebens und Sterbens
4.8.8 Anwendungsfelder der Improvisation in der musiktherapeutischen Praxis
5 FRAGEBOGEN
5.1 Ergebnisse der Fragebogenerhebung
5.1.1 Ausbildung und musiktherapeutische Tätigkeit
5.1.2 Häufige Krankheitsbilder in der Musiktherapie
5.1.2.1 Altersdemenz
5.1.2.2 Morbus Parkinson
5.1.2.3 Apoplexie
5.1.2.4 Multiple Sklerose
5.1.2.5 Arthritis ("Gelenksentzündung")
5.1.2.6 Depressive Störungen
5.1.2.7 Hör- und Sehschwäche
5.1.3 Arbeitsweise
5.1.3.1 Setting, Frequenz und zeitliche Rahmenbedingungen
5.1.3.2 Begrifflichkeiten zur Arbeitsweise
5.1.3.3 Formen der Musik: Improvisation, Musik hören, Singen
5.1.3.4 Instrumentarium
5.1.3.5 Außermusikalische Materialien und/oder nicht-musiktherapeutische Techniken
5.1.3.6 Die Rolle des Verbalen
5.1.4 Therapieziele
5.1.4.1 Zusammenfassung und Gegenüberstellung der Therapieziele
5.1.4.2 Einfluss der Musik
5.1.5 Improvisation
5.1.5.1 Bedingungen
5.1.5.2 Improvisation: ja oder nein?
6 ZUSAMMENFASSENDE SCHLUSSBETRACHTUNG
7 AUSBLICK
Die Arbeit untersucht das Bild der Improvisation in der musiktherapeutischen Arbeit mit alten Menschen und prüft, inwieweit dieses mit den Erfahrungen österreichischer MusiktherapeutInnen und Musiktherapie-Studenten übereinstimmt, um zu klären, welchen Beitrag Musiktherapie zur Lebensbewältigung im Alter leisten kann.
4.8.1 Verunsicherungen und Fragen – unerhörtes Chaos
Laut HIPPEL & LAABS (in: TÜPKER & WICKEL, 2009) liegen viele Schwierigkeiten, die (ältere) Menschen mit der Improvisation haben, darin, dass diese sehr vielschichtig und offen ist.
Daher können folgende Verunsicherungen und Fragen enstehen:
Warum überhaupt improvisieren?
Wie geht das? Kann/Muss man das lernen oder kann das jeder?
Spielen wir einfach drauflos?
Und wenn es schief/unharmonisch/schrecklich klingt?
Kann dabei überhaupt etwas anderes herauskommen außer Chaos?
DAS ALTER – EIN ANNÄHERUNGSVERSUCH: Untersuchung des historischen, ethnologischen, medizinischen und psychosozialen Wandels des Altersbildes über die Jahrhunderte.
MUSIK IM ALTER: Analyse der musikalischen Entwicklung, des Hörvermögens und der Stimme im Alter sowie der Bedeutung von Musizieren und Singen.
IMPROVISATION – VORÜBERLEGUNGEN: Theoretische Grundlagen der Improvisation als „Königsweg der Musiktherapie“ und deren Bedeutung als dynamische Sprache.
MUSIKTHERAPIE MIT ALTEN MENSCHEN: Darstellung therapeutischer Beziehungen, Methoden und spezifischer Instrumente, insbesondere mit Fokus auf Demenz.
FRAGEBOGEN: Empirische Untersuchung der Musiktherapie-Praxis in Österreich, deren Methoden und Zielsetzungen bei der Arbeit mit alten Menschen.
ZUSAMMENFASSENDE SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenführung der theoretischen Literaturanalyse mit den Ergebnissen der Fragebogenerhebung.
AUSBLICK: Reflexion über die Relevanz der gewonnenen Erkenntnisse und Impulse für zukünftige musiktherapeutische Forschung und Praxis.
Musiktherapie, Improvisation, Alter, Geriatrie, Weisheit, Biographiearbeit, Demenz, Psychosoziale Modelle, Lebensbewältigung, Musikgeragogik, Klinische Musiktherapie, Österreichische Musiktherapie, Ressourcenorientierung, Kommunikation
Die Arbeit untersucht die Rolle der Improvisation innerhalb der Musiktherapie in der Arbeit mit alten Menschen und vergleicht dazu die vorhandene Fachliteratur mit der praktischen Erfahrung österreichischer MusiktherapeutInnen.
Die Arbeit verknüpft historische, medizinische und psychosoziale Aspekte des Alters mit der spezifischen Anwendung von Musiktherapie, wobei ein Fokus auf demenziellen Erkrankungen und der Bedeutung der Improvisation liegt.
Das Ziel ist es, herauszufinden, welchen Beitrag Musiktherapie zur sinnbringenden Lebensbewältigung und Neuorientierung im Alter leisten kann und wie das Bild der Improvisation in der Theorie und Praxis beschrieben wird.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse, die durch eine empirische Fragebogenuntersuchung unter österreichischen MusiktherapeutInnen ergänzt wurde.
Der Hauptteil befasst sich mit der Entwicklung des Alters, der Rolle der Musik im Alter, grundlegenden Ansätzen zur Improvisation sowie spezifischen musiktherapeutischen Interventionen bei Demenz.
Wesentliche Begriffe sind Musiktherapie, Improvisation, Alter, Geriatrie, Weisheit und Biographiearbeit.
Bei Demenz steht nicht die kognitive Richtigstellung im Vordergrund, sondern das Anknüpfen an erhaltene Fähigkeiten, das Schaffen von Sicherheit durch Rhythmus und die Verwendung von Musik als emotionalem Kommunikationskanal.
Die Stimme wird in der Arbeit als das wichtigste Instrument in der Gruppentherapie mit dementen Menschen hervorgehoben, da sie direkt biographisch wirksam ist und oft als einziger Kanal für Kontakt bestehen bleibt.
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