Bachelorarbeit, 2011
131 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Motivation
1.2 Problemstellung
1.3 Struktur der Arbeit
2. Faszination Event
2.1 Begriffsdefinitionen
2.1.1 Event
2.1.2 Marketing-Event
2.1.3 Event-Marketing
2.2 Die Geschichte des Events
3. Der Trend zum Event in der Literatur
4. Mögliche Gründe für den Trend zum Event
4.1 Der Wertewandel
4.2 Die Kommunikationsflut
4.3 Gesättigte Märkte
4.4 Schlussfolgerung
5. Eine empirische Analyse des Trends zum Event
5.1 Der Fragebogen
5.2 Die statistischen Einheiten
5.3 Die Umfrage-Ergebnisse
5.3.1 Gibt es einen allgemeinen Trend?
5.3.2 Gibt es einen Trend in bestimmten Branchen?
5.3.3 Gibt es einen Trend in bestimmten Unternehmensgrößen?
5.3.4 Gibt es einen Trend in bestimmten Regionen?
5.3.5 Die Entwicklung der Events
5.4 Das Fazit der Umfrage
6. Fazit
Die Arbeit untersucht kritisch den in der Fachliteratur häufig postulierten „Trend zum Event“. Ziel ist es zu analysieren, ob dieser Trend tatsächlich in der betrieblichen Praxis nachweisbar ist oder ob es sich lediglich um eine subjektive Wahrnehmung handelt, die durch die inflationäre Verwendung des Begriffs „Event“ in der modernen Marketingkommunikation geprägt ist.
2.1.1 Event
Übersetzt man das aus dem Englischen stammende Wort “event“ in die deutsche Sprache so erkennt man schnell, dass es keine eindeutige Übersetzung dafür gibt. Event kann zum einem mit dem Begriff “happening“ gleichgesetzt werden und bedeutet demnach im Deutschen “das Ereignis“. Zum anderen kann es auch als “organized function“ verstanden werden und wird somit mit “die Veranstaltung“ übersetzt. Diese Übersetzung bezieht sich insbesondere auf organisierte Sportwettkämpfe. Eine weitere mögliche Übersetzung wäre die Gleichsetzung des Wortes “event“ mit dem englischen Begriff “cause“. In diesem Fall wäre die Bedeutung des Wortes “der Fall“.2
Das Wort “Event“ hat mittlerweile ebenfalls Einzug in die deutschen Wörterbücher gehalten. Dort wird das Event mit Veranstaltungen gleichgesetzt.3 Dies würde darauf hindeuten, dass die Marketing Welt den Begriff des Events lediglich ins Leben gerufen hat, um den bereits existierenden Begriff “Veranstaltung“ zu modernisieren.
Auch in der Literatur ist keine einheitliche Definition für den Begriff “Event“ zu finden. „Ein Event ist ein organisiertes Ereignis, bei dem den Zielgruppen etwas Interessantes geboten wird.“4 Diese Definition des Event-Begriffs von Homburg und Krohmer lässt viel Freiraum für eigene Interpretationen und ist daher für einen Diskurs schlichtweg ungeeignet. Die Ergänzung, dass den Teilnehmern des Events das Gefühl übermittelt werden soll, dass sie an etwas Besonderem teilnehmen, bietet ebenfalls keine hinreichende Grundlage für die vorliegende Arbeit.
1. Einleitung: Motivation und Problemstellung werden erläutert, wobei hinterfragt wird, ob der in der Literatur beschriebene Trend zum Event tatsächlich existiert.
2. Faszination Event: Es erfolgt eine detaillierte Begriffsdefinition sowie ein historischer Abriss der Entwicklung von Veranstaltungen zu Events.
3. Der Trend zum Event in der Literatur: Diverse Autoren und Thesen, die einen wachsenden Trend zu Event-Marketing nahelegen, werden vorgestellt und diskutiert.
4. Mögliche Gründe für den Trend zum Event: Faktoren wie Wertewandel, Informationsflut und Marktsättigung werden als potenzielle Treiber des Trends analysiert.
5. Eine empirische Analyse des Trends zum Event: Vorstellung und Auswertung der empirischen Online-Umfrage, die den theoretischen Literatur-Trend hinterfragt.
6. Fazit: Zusammenführung der Ergebnisse, wobei das Fazit gezogen wird, dass der Trend in der Unternehmenspraxis in dieser Form nicht bestätigt werden kann.
Event-Marketing, Marketing-Event, Trend zum Event, Empirische Analyse, Unternehmenskommunikation, Wertewandel, Erlebnisorientierung, Kundenbindung, Eventmanagement, Marktkommunikation, Kundenakquisition, Branchenanalyse, Kommunikationsbudget, Erlebnisqualität, Erlebniskonsumenten
Die Arbeit untersucht, ob der oft beschriebene Trend, verstärkt Events als Marketinginstrument einzusetzen, tatsächlich in der Unternehmensrealität existiert oder nur eine theoretische Konstruktion darstellt.
Die Schwerpunkte liegen auf Begriffsdefinitionen, der historischen Entwicklung von Events, den Treibern wie dem gesellschaftlichen Wertewandel und der kritischen Überprüfung des Trends mittels empirischer Daten.
Das Ziel ist die kritische Hinterfragung des "Trends zum Event" und die Überprüfung der Behauptungen aus der Fachliteratur anhand einer eigenen empirischen Erhebung.
Es wurde eine empirische Analyse mittels eines Online-Fragebogens durchgeführt, wobei die Daten statistisch (u.a. Chi-Quadrat-Tests) ausgewertet wurden.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen des Event-Marketings, die Analyse der Ursachen für den Trend sowie die detaillierte Auswertung der Umfrageergebnisse inklusive Branchen- und regionaler Vergleiche.
Schlüsselwörter sind Event-Marketing, Kundenbindung, Erlebnisorientierung und Empirische Analyse.
Die Arbeit grenzt Events von reinen Verkaufsveranstaltungen ab und definiert sie als eigeninszenierte Veranstaltungen im Rahmen der Unternehmenskommunikation, die durch erlebnisorientierte Vermittlung von Inhalten Marketingziele verfolgen.
Nein, obwohl viele Befragte subjektiv einen Trend wahrnehmen, konnten die Daten (keine Zunahme bei Events, Budgets oder Tools) keinen tatsächlichen Trend in der Unternehmenspraxis belegen.
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