Diplomarbeit, 2008
189 Seiten, Note: 1,3
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit dem Konzept autofreier Wohnquartiere und analysiert deren Entwicklungsstand, Herausforderungen und Zukunftschancen. Die Arbeit verfolgt die Zielsetzung, eine empirische Bestandsanalyse des aktuellen Diskussionsstandes und des Meinungsklimas gegenüber autofreien Wohnquartieren zu erstellen. Dabei werden die Qualitäten autofreier Wohnquartiere untersucht und Faktoren, die zur bisherigen geringen Zahl von realisierten Projekten führten, analysiert. Abschließend werden Handlungsforderungen entwickelt, um die Zukunftschancen des Konzepts zu verbessern.
Der erste Teil der Arbeit bietet einen historischen Überblick über die Entwicklung der städtischen Mobilität und stellt die durch das Automobil verursachten Probleme dar. Anschließend werden die Qualitäten autofreier Wohnquartiere erläutert und bereits umgesetzte Projekte vorgestellt. Die gewonnen Erkenntnisse dienen als Basis für die Formulierung von Hypothesen, die im zweiten Teil der Arbeit empirisch überprüft werden.
Der zweite Teil der Arbeit beinhaltet die Methodik und die Ergebnisse der empirischen Untersuchung. Eine Online-Befragung der Stadtplanungsämter von Kommunen mit über 40.000 Einwohnern in Deutschland, Österreich und der Schweiz dient dazu, den aktuellen Diskussionsstand und das Meinungsklima gegenüber dem Konzept „autofreie Wohnquartiere“ zu ermitteln. Die Ergebnisse der Studie werden im Anschluss hinsichtlich der zuvor aufgestellten Hypothesen bewertet.
Im dritten Teil der Arbeit werden aus den empirischen Erkenntnissen Handlungsforderungen abgeleitet, um die Zukunftschancen von autofreien Wohnquartieren zu verbessern. Hierbei werden verschiedene Ansätze zur Steigerung des Marktpotentials, zur Gestaltung der rechtlichen Rahmenbedingungen, zur Berücksichtigung der Interessen verschiedener Akteure, zur Schaffung von Fördermöglichkeiten und zur Entwicklung von Mischkonzepten dargestellt.
Autofreie Wohnquartiere, Stadtentwicklung, Mobilität, Umweltverbund, Verkehrsplanung, Nachhaltigkeit, Lebensqualität, Marktuntersuchung, Bürgerbeteiligung, Öffentlichkeitsarbeit, rechtliche Rahmenbedingungen, Fördermöglichkeiten, Mischkonzepte.
Sie bieten Flächengewinn für Grünanlagen, reduzieren Umweltbelastungen, sparen Kosten für Stellplätze und erhöhen die Lebensqualität durch weniger Lärm und mehr Sicherheit.
Die Stellplatzverordnungen der Kommunen stellen oft ein Hindernis dar, da sie eine Mindestanzahl an Parkplätzen pro Wohneinheit vorschreiben, was dem Konzept widerspricht.
Trotz theoretischer Vorteile existiert nur eine geringe Zahl realisierter Projekte. Die Studie zeichnet erstmals ein generelles Bild für den deutschsprachigen Raum durch eine Befragung von Stadtplanungsämtern.
Erforderlich sind flexible rechtliche Rahmenbedingungen, eine alternative Planungskultur, eine gute Anbindung an den Umweltverbund und eine aktive Bürgerbeteiligung.
Ja, die Arbeit untersucht auch Konzepte zur nachträglichen autofreien Umgestaltung im Bestand, was jedoch oft komplexere Herausforderungen mit sich bringt als bei Neubauten.
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