Diplomarbeit, 2008
189 Seiten, Note: 1,3
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
1 EINLEITUNG
1.1 Zielsetzung
1.2 Methodik
1.3 Aufbau
TEIL I – DER STATUS QUO
2 KURZE GESCHICHTE DER MOBILITÄT
2.1 Mobilität in der vorindustriellen Gesellschaft
2.2 Massenmobilisierung
2.3 Die Nachkriegszeit bis heute
2.4 Das 21. Jahrhundert – Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Mobilität
2.4.1 Probleme durch Autoverkehr
2.4.2 Leben ohne eigenes Auto
Exkurs: Autofreie Städte – Historisch, ökonomisch, utopisch
3 AUTOFREIES WOHNEN – ENTWICKLUNGSSTAND
3.1 Thematische Einführung
3.1.1 Das Modellprojekt
3.1.2 Grad der Autofreiheit
3.1.3 Rechtliche Grundlagen
3.2 Qualitäten autofreier Quartiere
3.2.1 Flächengewinn
3.2.2 Kostenersparnis
3.2.3 Reduzierung der Umweltbelastung
3.2.4 Chancen für andere Mobilitätsformen
3.2.5 Förderung einer alternativen Planungskultur
3.2.6 „Weiche“ Qualitätsmerkmale
3.3 Autofreie Umgestaltung im Bestand
3.4 Umgesetzte Projekte
3.4.1 Räumlicher Überblick
3.4.2 Konzept und Wohnangebot
3.4.3 Initiatoren und Partizipation
3.4.4 Rechtliche Regelungen und Stellplätze
3.4.5 Mobilitäts- und Versorgungskonzept
3.4.6 Herausforderungen bei der Umsetzung
3.4.7 Evaluation bestehender Quartiere
4 ZUSAMMENFASSUNG TEIL I
5 HYPOTHESENFORMULIERUNG
TEIL II – EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG
6 AUFBAU DES EMPIRISCHEN TEILS
7 METHODIK
7.1 Auswahl der Zielgruppe
7.2 Methode der Datenerhebung
7.3 Konstruktion und Aufbau der Befragung
7.3.1 Konstruktion mittels der Hypothesen
7.3.2 Aufbau des Fragebogens
7.4 Ablauf der Befragung
7.5 Methodische Grenzen und Schwierigkeiten
8 ERGEBNISSE DER STUDIE
8.1 Rücklauf
8.2 Bekanntheitsgrad
8.3 Allgemeine Einschätzungen zur Umsetzbarkeit
8.4 Aktueller kommunaler Diskussionsstand
8.5 Kommunales Klima, städtebauliche Herausforderungen und Zukunftsaussichten
8.6 Weitere Reaktionen
8.6.1 Städtebauliche Rahmenbedingungen
8.6.2 Marktpotential und Mobilitätsklima
8.6.3 Maßnahmen zur Autoverkehrsminderung
8.6.4 Zukunftsaussichten
8.7 Zusammenfassung und Einordnung der Ergebnisse
9 ERGEBNISBEWERTUNG UND BEANTWORTUNG DER FORSCHUNGSFRAGEN
9.1 Qualitätsdimension
9.2 Umsetzungsdimension
9.3 Zukunftsdimension
10 ZUSAMMENFASSUNG TEIL II
TEIL III – QUO VADIS? ZUKUNFTSCHANCEN
11 ABLEITUNGEN AUS DEN EMPIRISCHEN ERKENNTNISSEN
12 FORDERUNGEN ZUR ZUKUNFTSFÄHIGKEIT
12.1 Marktpotential generieren
12.1.1 Abschätzung des Potentials
12.1.2 Initiierung wirksamer Öffentlichkeitsarbeit
12.2 Rechtliche Rahmenbedingungen gestalten
12.3 Interessen der Akteure berücksichtigen
12.4 Fördermöglichkeiten schaffen
12.5 Mischkonzepte anbieten
13 SCHLUSSBETRACHTUNG
13.1 Resümee
13.2 Forschungsbeitrag
13.3 Weiterer Forschungsbedarf
Die Diplomarbeit untersucht das Konzept autofreier Wohnquartiere als einen Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung und zur Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs. Ziel der Arbeit ist eine empirische Bestandsanalyse, die den Diskussionsstand und das Meinungsklima gegenüber diesem Wohnmodell in kommunalen Stadtplanungsämtern erfasst, um daraus Forderungen für eine verbesserte Zukunftsfähigkeit abzuleiten.
Die Nachkriegszeit bis heute
Nach dem Krieg wurde die Schaffung einer Wohlstandgesellschaft und des Sozialstaats wichtigstes politisches Ziel. Wirtschaftliche und soziale Stabilität sollten politische Stabilität garantieren. Das Automobil wurde in dieser sich entwickelnden Konsumgesellschaft zu einem wichtigen Symbol (vgl. KUHM 1995, S. 157ff.). Jedoch blieb auch in den ersten Nachkriegsjahren der Pkw in Deutschland vorerst nur einer kleinen Schicht von Wohlhabenden vorbehalten (vgl. SCHMITZ 2001, S. 73).
Der Individualverkehr wurde vor allem seit Mitte der 1950er und in den 1960er Jahren massiv gefördert, die Massenmotorisierung zu einem entscheidenden Instrument der Wirtschafts- und Sozialpolitik (vgl. ebd.). Eine Kilometerpauschale für Fahrten zur Arbeit mit dem Pkw wurde bereits 1955 eingeführt. Auch wurde die Kfz-Steuer erheblich reduziert. Viel ausschlaggebender für eine rasante Zunahme der Automobilisierung war jedoch das allgemeine Wohlstandswachstum. Die Kosten für Verkehrsdienstleistungen fielen in Relation zum Einkommensanstieg deutlich geringer aus (vgl. HEINZE 1979, S. 21). Vergleichend hierzu auch Abbildung 2 zur Entwicklung des Durchschnittseinkommens und der Preise für Pkws und Kraftstoff von 1950 bis 1977.
Ein weiterer Grund für den anhaltenden Zuwachs an Automobilen in Deutschland (siehe Abbildung 3) war, neben dem Wohlstandswachstum, der massive Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, der von staatlicher Seite forciert wurde, um den gemessen an der heutigen Situation unvorstellbar hohen Unfallzahlen entgegenzuwirken.
1 EINLEITUNG: Die Einleitung skizziert die Problematik des städtischen Autoverkehrs und stellt die Zielsetzung sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit vor.
2 KURZE GESCHICHTE DER MOBILITÄT: Dieses Kapitel erläutert die historische Entwicklung der städtischen Mobilität von der vorindustriellen Zeit bis zum heutigen, durch das Auto geprägten Zustand.
3 AUTOFREIES WOHNEN – ENTWICKLUNGSSTAND: Es wird der aktuelle Entwicklungsstand autofreier Wohnprojekte beschrieben, inklusive ihrer Qualitäten, rechtlichen Rahmenbedingungen und einzelner Projektbeispiele.
4 ZUSAMMENFASSUNG TEIL I: Eine kurze inhaltliche Zusammenfassung der im ersten Teil theoretisch erarbeiteten Grundlagen.
5 HYPOTHESENFORMULIERUNG: Hier werden auf Basis der theoretischen Erkenntnisse Hypothesen für die nachfolgende empirische Untersuchung gebildet.
6 AUFBAU DES EMPIRISCHEN TEILS: Dieses Kapitel erläutert den Aufbau der empirischen Analyse und die Zielsetzung der Befragung.
7 METHODIK: Die Methodik beschreibt detailliert die Auswahl der Zielgruppe, die Online-Befragung und den strukturellen Aufbau des Fragebogens.
8 ERGEBNISSE DER STUDIE: Die Ergebnisse der Online-Befragung werden hier deskriptiv dargestellt, um Einblicke in das Meinungsklima in deutschen, österreichischen und Schweizer Kommunen zu geben.
9 ERGEBNISBEWERTUNG UND BEANTWORTUNG DER FORSCHUNGSFRAGEN: In diesem Kapitel werden die erhobenen Daten interpretiert und die aufgestellten Hypothesen überprüft.
10 ZUSAMMENFASSUNG TEIL II: Zusammenfassende Darstellung der wichtigsten empirischen Erkenntnisse.
11 ABLEITUNGEN AUS DEN EMPIRISCHEN ERKENNTNISSEN: Auf Basis der Untersuchungsergebnisse werden erste Handlungsanforderungen formuliert.
12 FORDERUNGEN ZUR ZUKUNFTSFÄHIGKEIT: Konkrete Forderungen und Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Zukunftsfähigkeit autofreier Wohnquartiere werden detailliert ausgeführt.
13 SCHLUSSBETRACHTUNG: Abschließendes Resümee, Bewertung des Forschungsbeitrags und Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf.
Autofreie Wohnquartiere, Stadtentwicklung, Nachhaltige Mobilität, Verkehrsplanung, Stadtplanung, Online-Befragung, Flächennutzung, Städtebau, Umweltverträglichkeit, Stellplatzschlüssel, Lebensqualität, Car-Sharing, Wohnumfeld, Mobilitätsmanagement, Partizipation.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Idee und der Umsetzung autofreier Wohnquartiere als nachhaltiges städtebauliches Konzept zur Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs.
Die zentralen Felder sind die Geschichte der Mobilität, die städtebaulichen Qualitäten autofreier Wohnformen, die rechtlichen Voraussetzungen sowie die empirische Analyse des Diskussionsstandes in kommunalen Verwaltungen.
Das Ziel ist eine empirische Bestandanalyse, um zu verstehen, wie das Konzept autofreier Quartiere bewertet wird und welche Bedingungen für eine erfolgreiche Umsetzung notwendig sind.
Der Autor nutzte eine systematische Literaturanalyse sowie eine Online-Befragung unter Stadtplanungsämtern in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Grundlagen (Geschichte und Status Quo) als auch die empirische Untersuchung und die daraus abgeleiteten praktischen Forderungen zur Zukunftsfähigkeit dargelegt.
Die Arbeit zeichnet sich primär durch die Begriffe autofreie Wohnquartiere, nachhaltige Mobilität, Stadtplanung, Flächennutzung und empirische Bestandsanalyse aus.
Die Skepsis rührt oft aus der Vermutung, dass eine solche Wohnform in der Bevölkerung nicht nachgefragt wird, sowie aus der Sorge vor vermarktungstechnischen Problemen und unzureichenden ÖPNV-Strukturen.
Die Öffentlichkeitsarbeit ist essenziell, um das Konzept aus der „Öko-Nische“ zu holen, Vorurteile abzubauen und die vielfältigen Vorteile wie Lebensqualität und Verkehrssicherheit direkt zu kommunizieren.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

