Diplomarbeit, 2011
83 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Problemstellung
3. Der FFO in den USA
3.1 Das White Paper der NAREIT
3.1.1 Geschichte und Intention
3.1.2 Berechnung
3.1.2.1 Ausgangsgröße: das net income
3.1.2.2 Bereinigungen
3.1.2.2.1 Abschreibungen
3.1.2.2.2 Gewinne und Verluste aus Verkäufen
3.1.2.2.3 Andere Posten
3.1.2.2.4 Zusätzliche Angaben
3.2 AFFO, FAD
3.3 Aussagekraft des FFO bezüglich...
3.3.1 ...Vermietungsleistung
3.3.2 ...aktueller und künftiger Ertragslage
3.3.3 ...Unternehmens- und Aktienwert
3.4 Zusammenfassung
4. Der FFO in Europa
4.1 Unterschiede zu den USA
4.1.1 Geschäftsmodelle europäischer Immobilien- AGs
4.1.2 Immobilien in den IFRS
4.2 Berechnungsarten
4.2.1 AHK- bilanzierende Unternehmen
4.2.1.1 Ausgangsgröße: Nettomieterträge
4.2.1.2 Erträge aus Immobilienverwaltung
4.2.1.3 Sonstige
4.2.2 Fair Value bilanzierende Unternehmen
4.2.2.1 Ausgangsgrößen: EBT, EBIT, Periodenergebnis
4.2.2.2 Wertveränderungen der Investmentimmobilien
4.2.2.3 Ergebnis aus Veräußerungen von Immobilien
4.2.2.4 Abschreibungen
4.2.2.5 Sonstige betriebsfremde-, non- cash- und Einmal- Effekte
4.2.3 Nicht- reine Bestandshalter
4.2.3.1 Behandlung von Development- Aktivitäten
4.2.3.2 Behandlung von Trading- Aktivitäten
4.3 Zusammenfassung
5. Lösungsvorschlag
6. Schluss
Die Arbeit analysiert die Tauglichkeit der Kennzahl FFO (Funds From Operations) für die Beurteilung deutscher Immobilien-AGs, insbesondere im Vergleich zum etablierten amerikanischen Standard, um die Vergleichbarkeit von Performancedaten in einem Umfeld unterschiedlicher Bilanzierungspraktiken zu bewerten.
3.1.2.2.1 Abschreibungen
Wie bereits erwähnt sind die Haupt- Vermögensgüter eines REIT seine Bestandsimmobilien, die gleichzeitig über die Generierung von Mieteinnahmen und auch in geringerem Umfang über Wertsteigerungen die Quelle seiner Erträge sind. In den US-GAAP werden Immobilien einheitlich - ungeachtet ihrer Funktion- also betriebsnotwendige bzw. selbstgenutzte versus Investment- Immobilien- nach der „cost- method“ bilanziert, die der Idee nach dem deutschen Anschaffungs- und Herstellungskosten- Prinzip entspricht. Dahinter verbirgt sich eine Periodengerechte Angleichung von Erträgen und Aufwendungen, das sog. „matching principle“. Bei dieser Methode erfolgt der Ansatz im Jahr des Zugangs zu Anschaffungs- und Herstellungskosten. In den Folgejahren werden dann Abschreibungen auf Basis der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen, womit eine vorhersehbare Wertminderung des Vermögensgutes implizit unterstellt wird. Die Periodischen Abschreibungen sollen also den Werteverzehr eines Vermögensgegenstandes im Laufe seines Nutzungszyklus repräsentieren.
Sie erscheinen dann in der GuV als Aufwendungen. Bei REITs machen sie aufgrund der Portfoliostruktur einen erheblichen Teil dieses Postens aus. Ihr Vermögen besteht fast ausschließlich aus Bestandsimmobilien. Eben diese haben als charakteristische langlebige Wirtschaftsgüter jedoch für gewöhnlich eine Lebensdauer, die ihre Abschreibungsdauer (z.B. 50 Jahre) überschreitet und ihre Werte schwanken mit der Marktsituation. Faktoren, wie steigende Baukosten und Bodenwerte, Objektaufwertungen und wachsende Miet- und Betriebserträge bedingen meist wenigstens eine Erhaltung des Wertes, wenn nicht sogar eine Erhöhung. De facto steht folglich der buchhalterischen Wertminderung oft kein echter Werteverzehr entgegen, was wiederum in einem zu niedrigen Ausweis des Jahresergebnisses resultiert. Auch der Buchwert der Immobilien in der Bilanz wird deren wahrem Wert in Zeiten steigender Marktwerte nicht gerecht. Daher ist für externe Analysten auch eine Beurteilung bzw. Bewertung über den NAV schwierig.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Kennzahl FFO als Instrument zur Beurteilung von Immobilien-AGs unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Relevanz in den USA und Deutschland.
2. Problemstellung: Darstellung der fehlenden Standardisierung des FFO in Europa und der Zielsetzung, dessen Tauglichkeit als Kennzahl für deutsche Immobilien-AGs zu prüfen.
3. Der FFO in den USA: Detaillierte Vorstellung des NAREIT-Standards, der Berechnungslogik inklusive notwendiger Bereinigungen sowie der empirischen Aussagekraft hinsichtlich Performancemessung.
4. Der FFO in Europa: Analyse der marktspezifischen Besonderheiten, der unterschiedlichen Bilanzierungsmethoden (AHK vs. Fair Value) und der Anwendung auf ein Sample deutscher Immobilien-AGs.
5. Lösungsvorschlag: Ausarbeitung von Empfehlungen für eine aussagekräftigere Nutzung des FFO, insbesondere für die Unterscheidung zwischen reinem Bestandshalt und komplexeren Geschäftsmodellen.
6. Schluss: Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick auf die Notwendigkeit einer Vereinheitlichung der Kennzahlen in Europa angesichts unterschiedlicher Bilanzierungsstandards.
FFO, AFFO, FAD, Immobilien-AGs, REIT, Bilanzierung, US-GAAP, IFRS, Fair Value, Nettomieterträge, Performancemessung, Unternehmensbewertung, NAV, NAREIT, EPRA
Die Diplomarbeit untersucht die Kennzahl FFO (Funds From Operations) und ihre Eignung als Performancemaß für deutsche Immobilien-AGs im Vergleich zum amerikanischen REIT-Standard.
Es werden der Ursprung des FFO in den USA, die methodische Berechnung, die empirische Aussagekraft sowie die Herausforderungen der Anwendung auf den europäischen Immobilienmarkt analysiert.
Das Ziel ist es, zu evaluieren, ob und wie der FFO als Kennzahl für deutsche Immobilienunternehmen sinnvoll eingesetzt werden kann, um deren operative Leistung und Ertragskraft vergleichbar zu machen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu FFO-Konzepten sowie einer empirischen Analyse von Geschäftsberichten deutscher Immobilien-AGs für die Jahre 2008 und 2009.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den verschiedenen Berechnungsschemata des FFO, der Behandlung von Abschreibungen und Wertveränderungen sowie den Unterschieden zwischen Kosten- und Fair-Value-Bilanzierern.
Die zentralen Schlagworte umfassen Immobilien-AGs, REIT, FFO, IFRS, Fair Value, Performancemessung und Transparenz in der Finanzberichterstattung.
Die Arbeit zeigt, dass deutsche Firmen stark von einem einheitlichen Standard abweichen; die Berechnungen sind oft heterogen und hängen stark vom Geschäftsmodell und den Bilanzierungspraktiken ab.
Während die Bereinigung bei REITs im US-Kontext der Neutralisierung des "matching principle" dient, führt sie in Europa bei Fair-Value-Bilanzierung zu neuen Fragen über die Aussagekraft bezüglich echter Liquiditätsflüsse.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

