Diplomarbeit, 2000
104 Seiten, Note: 1,1
1. Einleitung
1.1.Hinführung
1.2.Aufbau und Ziel der Arbeit
1.3.Erläuterung zur Auswahl der dargestellten Kreditderivate
2. Entstehung und Entwicklung des Kreditderivatemarktes
2.1.Allgemeine Bemerkung
2.2.Portfoliosteuerung
2.3.Die ersten Kreditderivate
2.4.Marktentwicklung
2.5.Marktteilnehmer
3. Arten von Kreditderivaten
3.1.Allgemeine Bemerkung
3.2.Der Credit Default Swap
3.2.1. Produktspezifikation
3.2.2. Einsatzmöglichkeit
3.3.Die Credit Linked Note
3.3.1. Produktspezifikation
3.3.2. Einsatzmöglichkeit
3.4.Der Total Return Swap
3.4.1. Produktspezifikation
3.4.2. Einsatzmöglichkeit
4. Eigenkapitalrechtliche Behandlung von Kreditderivaten in Deutschland
4.1.Allgemeine Bemerkung
4.2.Die eigenkapitalrechtliche Behandlung von Kreditderivaten vor dem Rundschreiben 10/99 des BAKred
4.3.Das Rundschreiben 10/99 des BAKred
4.3.1. Allgemeine Bemerkung
4.3.2. Neue Regelung im Anlagebuch
4.3.3. Neue Regelung im Handelsbuch
4.3.4. Neue Regelung für die Großkredit- und Millionenkreditgrenze
5. Die neuen Baseler Eigenkapitalrichtlinien
5.1.Allgemeine Bemerkung
5.2.Die neuen Vorschläge im Hinblick auf die eigenkapitalrechtliche Behandlung von Kreditderivaten in der Zukunft
6. Schlußbetrachtung
Die Arbeit untersucht die eigenkapitalrechtliche Behandlung von Kreditderivaten in Deutschland im Kontext des Rundschreibens 10/99 des BAKred sowie die zukünftigen regulatorischen Anforderungen der neuen Baseler Eigenkapitalrichtlinien. Ziel ist es, die Funktionsweise der wichtigsten Instrumente darzustellen und ihre Rolle im modernen Kreditrisikomanagement zu bewerten.
1.1. Hinführung
Am 3. Juni 1999 gab der Ausschuß für Bankenaufsicht, ein Gremium der Bank für internationalen Zahlungsausgleich, in Basel ein neues Konsultationspapier zur Eigenkapitalausstattung von Banken heraus. Dieses „New Capital Adequacy Framework“ ist die Weiterentwicklung der „Baseler Eigenkapitalübereinkunft“ von 1988. Wichtigster Aspekt dieses Papiers ist die angemessene Unterlegung im Bankgeschäft auftretender Risiken mit Eigenkapital, zur Sicherung der Zahlungsfähigkeit und der Einlagen im Krisenfall. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei dem Adressenausfallrisiko, oder Kreditrisiko, gewidmet.
Notwendig wurde die Überarbeitung des Akkords von 1988 sowohl durch den Wandel der Strukturen in der Kreditwirtschaft, als auch durch die Entwicklung neuer Produkte zur Reduzierung und Eliminierung von Kreditrisiken. Diese Kapitalmarktinstrumente werden „Kreditderivate“ genannt. Sie ermöglichen es, Kreditrisiken von Darlehen, Anleihen und anderen Kreditpositionen separat und losgelöst vom Grundgeschäft zu handeln.
Der Baseler Ausschuß für Bankenaufsicht stellt in seinem neuen Papier Ansätze dar, wie solche risikomindernde Kreditderivate in Zukunft bei der Errechnung des notwendigen Eigenkapitals berücksichtigt werden könnten. Bis zum 31.03.2000 hat der Ausschuß Stellungnahmen der Kreditwirtschaft und mit ihr involvierter Stellen zu seinen Vorschlägen erbeten. Bis Ende 2000 sollen dann die Vorschläge mit Hilfe der Stellungnahmen konkretisiert werden. Mit einer Umsetzung in nationales Recht ist jedoch nicht vor 2002 zu rechnen.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Baseler Eigenkapitalrichtlinien ein und erläutert die Relevanz von Kreditderivaten für das moderne Risikomanagement.
2. Entstehung und Entwicklung des Kreditderivatemarktes: Das Kapitel skizziert die Gründe für das Marktwachstum, insbesondere die Notwendigkeit einer effizienten Portfoliosteuerung bei sich verengenden Margen.
3. Arten von Kreditderivaten: Hier werden die Funktionsweisen und Einsatzmöglichkeiten des Credit Default Swaps, der Credit Linked Note und des Total Return Swaps detailliert beschrieben.
4. Eigenkapitalrechtliche Behandlung von Kreditderivaten in Deutschland: Dieses zentrale Kapitel analysiert die aufsichtsrechtliche Einordnung durch das BAKred und die spezifischen Regeln für Anlage- und Handelsbuch.
5. Die neuen Baseler Eigenkapitalrichtlinien: Das Kapitel erörtert die zukünftigen Vorschläge zur Eigenmittelunterlegung und die Behandlung von Restrisiken sowie Absicherungslücken.
6. Schlußbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Bewertung der regulatorischen Herausforderungen und einem Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der Kreditderivate für Banken.
Kreditderivate, Eigenkapital, Baseler Akkord, BAKred, Risikomanagement, Credit Default Swap, Credit Linked Note, Total Return Swap, Portfoliosteuerung, Bankenaufsicht, Kreditrisiko, Eigenmittelunterlegung, Marktentwicklung, Kontrahentenrisiko, Adressenausfallrisiko.
Die Arbeit analysiert die regulatorische Behandlung von Kreditderivaten in Deutschland, insbesondere im Hinblick auf das BAKred-Rundschreiben 10/99 und die internationalen Standards des Baseler Ausschusses.
Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung des Kreditderivatemarktes, der Produktspezifikation, der eigenkapitalrechtlichen Anrechnung und den zukünftigen regulatorischen Herausforderungen.
Das Ziel ist die Darstellung der Funktionsweise und Einsatzmöglichkeiten von Kreditderivaten sowie die Erläuterung der geltenden und künftigen Regeln zur Eigenkapitalunterlegung für diese Instrumente.
Die Arbeit nutzt eine umfassende Literaturanalyse sowie die Auswertung bankaufsichtlicher Rundschreiben und Diskussionspapiere des Baseler Ausschusses.
Im Hauptteil werden die Produkte (CDS, CLN, TRS) erläutert, die regulatorische Einordnung in Anlage- und Handelsbuch analysiert und die Anforderungen an die bankaufsichtliche Anerkennung des Risikotransfers dargelegt.
Zentrale Begriffe sind Eigenkapital, Risikotransfer, Credit Default Swap, Kontrahentenrisiko, Laufzeitunterdeckung und Baseler Eigenkapitalrichtlinien.
Die Zuordnung bestimmt die regulatorischen Anrechnungsbeträge für Marktpreisrisiken und Kreditrisiken, was direkte Auswirkungen auf die Eigenmittelanforderungen eines Instituts hat.
Der Begriff beschreibt das Risiko, dass sowohl der ursprüngliche Schuldner als auch der Sicherungsgeber ausfallen, was bei der Anerkennung von Kreditderivaten als risikomindernde Instrumente eine zentrale Rolle in der regulatorischen Diskussion spielt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

