Bachelorarbeit, 2010
43 Seiten, Note: 2,0
Die vorliegende Untersuchung befasst sich mit der literarischen Entwicklung Günter Wallraffs in den 1960er Jahren im Kontext der Studentenbewegung. Sie analysiert, inwieweit Wallraffs Schreibstil von einer vermeintlichen Abkehr von der „Innerlichkeit“ geprägt ist und wie diese Entwicklung durch die Begegnung mit dem Marxismus beeinflusst wurde. Das Augenmerk liegt auf dem Vergleich seiner ersten beiden Werke „Industriereportagen“ und „13 unerwünschte Reportagen“ und deren Verhältnis zur Studentenbewegung.
Die Einleitung führt in die Thematik der Untersuchung ein und beleuchtet die Frage, inwieweit die Berührung mit dem Marxismus zu einer „Abkehr von der Innerlichkeit“ bei Schriftstellern führen kann. Wallraffs „Industriereportagen“ werden als Ausgangspunkt für die Analyse seiner literarischen Entwicklung vorgestellt.
Kapitel I befasst sich mit den „Industriereportagen“ (1964-1966). Es werden Wallraffs Weg zur Literatur, seine Rolle als teilnehmender Beobachter und das von ihm angewandte Analysemodell vorgestellt. Das Kapitel analysiert die Funktion der „SIES“ in Wallraffs Werk.
Kapitel II untersucht die „13 unerwünschten Reportagen“ (1967-1968) im Kontext der Studentenbewegung. Es beleuchtet die Entstehung der Studentenbewegung, die Umfunktionierung der Literatur und Wallraffs Berührungen mit der Studentenbewegung. Des Weiteren werden die Reportagen „Asyl ohne Rückfahrkarte“ und „Sauberes Berlin“ im Detail analysiert.
Günter Wallraff, Studentenbewegung, Dokumentarliteratur, „Industriereportagen“, „13 unerwünschte Reportagen“, Marxismus, Innerlichkeit, Sozialistischer Deutscher Studentenbund (SDS), Gruppe 47, Faktographie, „Dingästhetik“
Wallraffs Stil entwickelte sich von einem eher subjektiven hin zu einem scheinbar objektiven, dokumentarischen Schreibstil, oft als "Abkehr von der Innerlichkeit" bezeichnet.
Die Berührung mit marxistischen Ideen im Kontext der Studentenbewegung beeinflusste Wallraffs Fokus auf die Arbeitswelt und die soziale Realität, weg von rein fiktionalen Elementen.
Wallraff schleuste sich direkt in Betriebe ein, um die Arbeitsbedingungen aus erster Hand zu erleben und authentisch darüber zu berichten, was zum Markenkern seiner Reportagen wurde.
Die Industriereportagen (1966) waren sein Debüt. Die "13 unerwünschten Reportagen" (1967-68) entstanden bereits unter dem direkten Einfluss der Studentenbewegung und politischer Umbrüche.
Der Sozialistische Deutsche Studentenbund (SDS) war ein zentraler Akteur der Studentenbewegung, mit dem Wallraff Berührungspunkte hatte, was die politische Ausrichtung seiner Literatur mitprägte.
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