Fachbuch, 2011
130 Seiten
Anmerkungen der Autoren
Inhaltsverzeichnis
Zur Person und Familie Alfred Hildebrandts
Bekannte Wohn- und Aufenthaltsorte
Schul- und Studienzeit
Militär- und Luftschifferzeit
Eheschließung mit Erna Hildebrandt am 25. Oktober 1905
Hildebrandt bei Wright in den USA
Kieler Flugwoche 1909
Ballonfahrten 1909 in Berlin
Denkschrift mit Willy Lenk
Flugveranstaltungen September 1909 auf dem Tempelhofer Feld
Internationale Luftfahrt-Ausstellung in Berlin 1912
Flugplatz Johannisthal 1910
Hildebrandt als Gutachter
Deutscher Rundflug-Flugwettbewerb in Kiel 1911
Promotion Hildebrandts 1912 Universität Rostock
Hildebrandt im Ersten Weltkrieg
Ballonfahrten 1924 in Warschau
Fliegergedenktag in Johannisthal 1930
Ballonfahrt 1936
Hildebrandt ab 1940 als Kriegsberichterstatter, Beförderung zum Oberstltn.
Zivile und militärische Auszeichnungen
Die letzten Lebensjahre in Oberkochen ab Juni 1944
Das Familiengrab in Oberkochen
Anlage 1: Lebenslauf von 1911
Anlage 2: Nachruf von 1961 zum 90. Geburtstag Alfred Hildebrandts
Anlage 3: Ludwigsburger Kreiszeitung über Hildebrandt
Anlage 4: Artikel Hildebrandts 1910
Anlage 5: Artikel Hildebrandts „Flugplatzdisziplin“ 1926
Anlage 6: Luftschifferlied von Richard und Hans v. Kehler
Anlage 7: Artikel aus der Berliner Illustrierten vom 11. Septemberr 1934
Anlage 8: Amtsblatt Oberkochen 2010 und Bundesarchiv Freiburg
Zeitgenössische Quellen, Bücher
Tageszeitungen, Sekundärliteratur, Archive-Bibilotheken-Museen, Bilder
Danksagungen, Personenregister
Firmen, Vereine und Organisationen
Die Dokumentation zeichnet das Leben von Oberstleutnant a. D. Dr. phil. Alfred Hildebrandt nach, um seine bedeutende, bisher jedoch unzureichend gewürdigte Rolle als Pionier und Vorkämpfer der deutschen Luftfahrt anhand einer chronologischen Auswertung von Dokumenten und Quellen zu rekonstruieren.
Ein gefährlicher Absturz
Die Wettbewerbe wurden vornehmlich von ausländischen Fliegern bestritten; Blériot, Farmann, Rougier und Latham waren mit der Eisenbahn angerollt, und Latham kam am zweiten Tage vom Tempelhofer Feld herübergeflogen, womit er den ersten Überlandflug in Deutschland ausführte. Besonders eifrig flogen der Belgier Baron de Caters und die Chilenen Sanchez Besa und Edwards. Dieser kann auch den „Ruhm“ für sich in Anspruch nehmen, als erster auf dem Flugplatz am 29. September mit restlosem Bruch abgestürzt zu sein, ohne verletzt zu werden. Eines komischen Beigeschmacks entbehrte dieser Sturz nicht.
Als der Doppeldecker senkrecht zu Boden ging und das obere Tragdeck sich platt auf das untere legte wie ein Pfannkuchen auf den anderen, lief ich sofort mit einem Arzt, - ich hatte meinen Bruder gebeten, auf dem Flugplatz freiwillig Dienst zu tun, denn noch Jahre lang später war es beileibe nicht möglich, Geld für einen Flugplatzarzt anzuwenden – zur Unfallstelle. Der Chilene war nicht zu sehen und wir fürchteten, ihn schwer verletzt unter den Trümmern zu finden. Als wir aber die verhältnismäßig heil gebliebenen Flügel beiseite geräumt hatten, sahen wir uns verdutzt an: niemand war zu finden. Da kam von der Adlershofer Seite ein Kraftwagen der Wright-Gesellschaft, und in diesem saß Edwards. In der Dämmerung hatten wir von weitem nicht sehen können, dass es dem gewandten Flugführer gelungen war, im Augenblick der Erdberührung vom Sitz zu springen, der damals sich frei vor den Tragdecken befand. Infolge des erlittenen Nervenschocks war er dann sinnlos nach der entgegengesetzten Seite des Abflugplatzes gerannt.
Zur Person und Familie Alfred Hildebrandts: Überblick über die familiären Hintergründe, Geburtsdaten und die Lebenswege seiner nächsten Angehörigen.
Hildebrandt bei Wright in den USA: Analyse der USA-Reise von Hildebrandt als Berichterstatter, bei der er die Wright-Flugzeuge untersuchte.
Flugplatz Johannisthal 1910: Darstellung von Hildebrandts zentraler Rolle bei der Etablierung und Entwicklung des ersten zivilen Motorflugplatzes Deutschlands.
Hildebrandt im Ersten Weltkrieg: Dokumentation seiner militärischen Tätigkeiten als Kommandeur verschiedener Flieger-Ersatz-Abteilungen.
Die letzten Lebensjahre in Oberkochen ab Juni 1944: Darstellung der schwierigen Lebensumstände und der Entnazifizierungsprozesse in der Nachkriegszeit.
Alfred Hildebrandt, Luftfahrtpionier, Flugplatz Johannisthal, Gebrüder Wright, Zeppelin, Luftschifffahrt, Aviatik, Militärluftfahrt, Erster Weltkrieg, Zweiter Weltkrieg, Entnazifizierung, Flugtechnik, Meteorologie, Ballonfahrt, Oberkochen.
Die Arbeit zeichnet das Leben des Luftfahrtpioniers und Offiziers Alfred Hildebrandt nach und würdigt seine bisher kaum beachteten Leistungen für die deutsche Luftfahrtgeschichte.
Die Publikation beleuchtet seine militärische Laufbahn, sein Engagement für die frühe zivile Luftfahrt in Deutschland, seine wissenschaftliche Arbeit sowie seine persönlichen Schicksalsschläge und die schwierigen Nachkriegsjahre.
Das Ziel ist es, eine detaillierte Chronologie von Hildebrandts Leben zu erstellen, die seine Rolle als „Großer Vorkämpfer des Fluggedankens“ dokumentiert.
Die Autoren nutzen eine chronologische Auswertung von historischen Quellen wie Büchern, Zeitungsberichten, persönlichen Dokumenten und Archivmaterialien.
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Lebensabschnitte, von der Schulzeit über die Pionierzeit der Luftfahrt, die Weltkriegs-Einsätze bis hin zum Lebensabend in Oberkochen.
Wichtige Begriffe sind Alfred Hildebrandt, Johannisthal, Wright-Flugzeuge, Pionierleistungen der Luftfahrt und die historische Entwicklung der Fliegertruppen.
Hildebrandt fungierte als Vermittler, der die Gebrüder Wright zur Flugvorführung nach Deutschland holte und die Kontakte für die spätere Deutsche Wright-Gesellschaft legte.
Das Dokument thematisiert Hildebrandts Mitgliedschaft in der NSDAP, seine Entnazifizierung und die Bemühungen, seine politische Inaktivität bzw. distanzierte Haltung durch Zeugenaussagen zu belegen.
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