Examensarbeit, 2009
262 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Der Sachunterricht
2.1. Aufgaben und Ziele des Sachunterrichts
2.2. Die Geschichte des Sachunterrichts – ein kurzer Abriss
3. Perspektive Sachunterricht
3.1 Der Begriff Sachunterricht
3.2 Auf der Suche nach neuen Wegen
3.3 Entwicklungstendenzen feststellen anhand von Inhalten des Sachunterrichts
3.4 Aktuelle Diskussion
4. Forschungsdesign
4.1 Der Untersuchungsrahmen
4.2 Der Rahmenplan Sachunterricht
4.3 Stundenplanung
4.4 Der Elternbrief
4.5 Energienutzung und Energiesparen
5. Untersuchungsmethoden
5.1 Die Beobachtung
5.2 Der Vergleich
5.3 Die Analyse
5.4 Die Prognose
5.5 Die Interpretation
6. Erhebungsmethoden
6.1 Das Lerntagebuch
6.1.1 Was ist ein Lerntagebuch?
6.1.2 Konzeptionen
6.1.3 Funktionen
6.1.4 Das Potenzial des Lerntagebuchs
6.1.5 Projekt Lerntagebuch
6.1.6 Das fertige Lerntagebuch
6.2 Wissenstest
6.2.1 Was sind Tests?
6.2.2 Konstruktionsprinzipien
6.2.3 Problematik der Testauswertung
6.2.3 Der Wissenstest
6.3 Interview
6.4 Die Lerntheke
6.5 Der Energiesparbogen
6.6 Experimentieren an Stationen
6.6.1 Stationenarbeit
6.6.2 Stationentypen
6.6.3 Problematik des Stationenlernens
6.6.4 Chancen des Stationenlernens
6.7 Gruppenarbeit – Plakate erstellen
7. Die Ergebnisse
7.1 Die Testergebnisse
7.2 Interviewauswertung
7.3 Ein Blick auf das Lerntagebuch
7.4 Impressionen der Gruppenarbeit
7.5 Beobachtungen
8. Schlussfolgerungen
9. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit das selbstständige Lernen im Sachunterricht der Grundschule durch den Einsatz eines Lerntagebuchs gefördert und die Selbstwahrnehmung sowie Reflexionsfähigkeit der Kinder gestärkt werden kann.
Die Schwierigkeit der Rekonstruktion von historischen Entwicklungsverläufen im Sachunterricht
Margarete Götz weist in ihrem Beitrag „Zur Geschichte des Sachunterrichts“ (2007, in: Kahlert et al., Handbuch Didaktik des Sachunterrichts, 1.Auflage, Bad Heilbrunn, 2007) darauf hin, dass ein erheblicher Mangel an Untersuchungen im sozialen, regionalen und lokalen Bereich herrscht, der die wirklichkeitsnahe Rekonstruktion der historischen Entwicklungsverläufe erschwert (vgl. ebd., S.220). Es ist somit sehr schwer die Entwicklungen angemessen und umfassend zu erfassen, deshalb sind Beschränkungen in der Auswahl und Beschreibung einzelner Entwicklungsphasen nicht zu vermeiden. Die folgende Darstellung ist dem Werk Margarete Götz sinnhaft entnommen.
Anschauungsgebundener Realienunterricht
Den ersten bedeutsamen Vorläufer des Sachunterrichts, so wie er heute existiert, stellt der anschauungsgebundene Realienunterricht dar. Seine Anfänge reichen bis ins 17. Jahrhundert, in eine Zeit, zu der noch deutsche Territorialstaaten existierten und es kein öffentliches Pflichtschulwesen gab. Der Realienunterricht stützt sich auf das empirisch-induktive Wissenschaftsverständnis, auf dessen Prämissen jegliche Erkenntnis auf sinnlicher Wahrnehmung beruht, welches durch J.A.Comenius (1592-1670) ins Didaktische gewendet wurde. Comenius verlieh dabei der Sache des Realienunterrichts erste schulförmige Konturen. Sein Werk „Orbis sensualium pictus“ (1658) stellt den ersten Entwurf des Realienunterrichts dar, der die weitere Entwicklung beeinflusste. So sollte Wissen in geordneter Form über die bedeutenden „Weltdinge“ und „Lebensverrichtungen“ vermittelt werden. Die eigentliche Neuerung auf diesem Gebiet war die Aufwertung von realen Dingen zu Unterrichtsgegenständen. Auch die damit verbundene Anwendung des Anschauungsprinzips war eine bedeutende Änderung der bisher praktizierten Verbalunterweisung (vgl. Mitzlaff, 2008, S.41, in: Kaiser; Pech, Basiswissen Sachunterricht. Geschichte und historische Konzeptionen des Sachunterrichts, 2.korrigierte Auflage, Band 1, Hohengehren, 2008).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung ein, ob das Lerntagebuch ein geeignetes Mittel zur Förderung eigenständigen Lernens im Sachunterricht ist und beschreibt das Forschungsvorhaben.
2. Der Sachunterricht: Dieses Kapitel definiert den Sachunterricht, beleuchtet seine Aufgaben, Ziele und Bildungsaufträge und gibt einen kurzen historischen Abriss.
3. Perspektive Sachunterricht: Hier werden neuere Konzeptionen, die Problematik der Begriffsbestimmung, aktuelle Forschungstrends wie "scientific literacy" und der Perspektivrahmen Sachunterricht diskutiert.
4. Forschungsdesign: Dieses Kapitel beschreibt den Untersuchungsrahmen, die Rahmenpläne, die Stundenplanung und das Themenfeld "Energienutzung und Energiesparen" für das Unterrichtsprojekt.
5. Untersuchungsmethoden: Es werden die in der Arbeit verwendeten wissenschaftlichen Methoden wie Beobachtung, Vergleich, Analyse, Prognose und Interpretation dargelegt.
6. Erhebungsmethoden: Das umfangreiche Kapitel stellt die praktischen Erhebungsinstrumente vor, darunter das Lerntagebuch, Wissenstests, Interviews, Lerntheken und Stationenarbeit.
7. Die Ergebnisse: Hier werden die gewonnenen Daten aus den Tests und Interviews ausgewertet, visualisiert und interpretiert, um den Lernfortschritt der Schüler zu evaluieren.
8. Schlussfolgerungen: Eine Reflexion über das Potenzial des Lerntagebuchs und die gewonnenen Erkenntnisse zur Lernförderung und Prozessoptimierung im Sachunterricht.
9. Fazit: Das Fazit fasst die Eignung des Lerntagebuchs für eigenständiges Lernen zusammen und weist auf die notwendige sorgfältige Planung und Organisation hin.
Sachunterricht, Lerntagebuch, eigenständiges Lernen, Energienutzung, Energiesparen, Grundschule, Pädagogische Diagnostik, Stationenarbeit, Lerntheke, Self-Monitoring, Selbstregulation, Lernzuwachs, Unterrichtsplanung, Sachunterrichtsdidaktik, offener Unterricht.
Die Arbeit untersucht das Potenzial von Lerntagebüchern als didaktisches Instrument, um das eigenständige, eigenverantwortliche Lernen von Grundschülern im Fach Sachunterricht zu fördern und deren Reflexionsfähigkeit zu stärken.
Die zentralen Themen sind der Sachunterricht in der Grundschule, Konzepte wie Selbstregulation und Self-Monitoring sowie das praktische Unterrichtsthema "Energienutzung und Energiesparen".
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Schüler durch das Führen eines Lerntagebuchs dazu angeleitet werden können, ihren eigenen Lernprozess zu strukturieren, zu dokumentieren und kritisch zu reflektieren.
Die Untersuchung nutzt Methoden der pädagogischen Diagnostik, namentlich die systematische und unsystematische Beobachtung, den Vergleich von Lernständen, Analysen von Schülerleistungen sowie schriftliche Tests und leitfadengestützte Interviews.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Geschichte und Perspektiven des Sachunterrichts), die Konzeption des Forschungsdesigns, eine detaillierte Beschreibung der eingesetzten Untersuchungsmethoden und die anschließende Auswertung der gewonnenen Ergebnisse.
Die wichtigsten Schlagworte sind Lerntagebuch, Sachunterricht, eigenständiges Lernen, Energienutzung, Energiesparen, Pädagogische Diagnostik und Stationenarbeit.
Es fungiert als zentrales Werkzeug zur Dokumentation des Lernwegs, zur Förderung der Selbststeuerung und als Diagnosetool für die Lehrkraft, um individuelle Lernfortschritte besser nachvollziehen zu können.
Die Auswertung zeigt, dass die Projektklasse, die ein Lerntagebuch führte, einen deutlich höheren Lernzuwachs bei den Testergebnissen erzielte als die Klasse, die ohne dieses Instrument arbeitete.
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