Diplomarbeit, 2011
111 Seiten, Note: sehr gut
I. EINLEITUNG
II. THEORIETEIL
2. INTENSIVSTATIONEN UND INTENSIVPFLEGEPERSONAL IN ÖSTERREICH
2.1 Nationale Einteilung der Intensivstationen
2.2 Berufsbild, Berufsprofil und Leistungsprofil von Intensivpflegepersonal
2.2.1 Berufsbild
2.2.2 Berufsprofil und Leistungsprofil
2.3 Herausforderungen und Belastungen in der Intensivpflege
2.3.1 Psychische Belastungen
2.3.2 Erschwernisse im Sozialleben
2.3.3 Körperliche Belastungen
3. RESILIENZ
3.1 Begriffsdefinition der Resilienz
3.2 Historische Entwicklung des Resilienzkonzeptes
3.3 Die sieben Säulen des Resilienzkonzeptes
3.4 Bedeutung des Resilienzkonzeptes für Erwachsene im Berufsleben
4. SALUTOGENESE
4.1 Salutogenese und Pathogenese
4.2 Das Salutogenese – Modell
5. DIE VIER EMOTIONALEN GRUNDBEDÜRFNISSE
6. DER MENSCH ALS GANZES – WECHSELWIRKUNGEN VON KÖRPER, GEIST UND SEELE
6.1 Authentic Happiness
6.2 Neurobiologie und Psyche
6.3 Achtsamkeit und Gesundheit
7. ZUSAMMENFASSUNG DES THEORETISCHEN MATERIALS
III. EMPIRISCHER TEIL
8. DIE UNTERSUCHUNG
8.1 Die Forschungsfrage und das Erkenntnisinteresse
8.2 Das Erhebungsverfahren: Arbeitsbiografische Interviews
8.3 Auswertungsverfahren: Qualitative Inhaltsanalyse
8.4 Beschreibung der Interviewpartner/innen und der Interviews
9. FORSCHUNGSERGEBNISSE: ANALYSE UND INTERPRETATION
9.1 Die Anfangszeit
9.1.1 Herausforderungen der Anfangszeit
9.1.2 Zusammenfassung und Interpretation
9.1.3 Belastungen der Anfangszeit
9.1.4 Zusammenfassung und Interpretation
9.2 Arbeitsklima – Zusammenarbeit – Kommunikation
9.2.1 Das Intensivpflegeteam
9.2.2 Zusammenfassung und Interpretation
9.2.3 Das Ärzteteam
9.2.4 Zusammenfassung und Interpretation
9.3 Der Einfluss: Stationsleitung
9.3.1 Einfluss der SL aus der Sicht des Teams
9.3.2 Zusammenfassung und Interpretation
9.3.3 Erfahrungen einer stationsleitenden Intensivschwester
9.3.4 Zusammenfassung und Interpretation
9.4 Einfluss der Institution Krankenanstalt
9.4.1 Vorteile der Institution Krankenanstalt
9.4.2 Zusammenfassung und Interpretation
9.4.3 „Gesundheitsfalle“ Institution Krankenanstalt
9.4.4 Zusammenfassung und Interpretation
9.5 Ressourcen
9.5.1 Äußere Ressourcen
9.5.2 Zusammenfassung und Interpretation
9.5.3 Innere Ressourcen
9.5.3.1 Ausgleichende Ressourcen
9.5.3.2 Schützende Ressourcen
9.5.4 Zusammenfassung und Interpretation
10. ERGEBNISSE – DISKUSSION
10.1 Die Ergebnisse
10.2 Diskussion
Die vorliegende Arbeit untersucht die psychischen und beruflichen Faktoren, die es erfahrenem Intensivpflegepersonal ermöglichen, trotz hoher Belastungen über einen Zeitraum von mehr als 12 Jahren im Beruf zu bleiben. Das primäre Ziel ist die Identifikation von individuellen Fähigkeiten und fördernden Strukturen, die Arbeitszufriedenheit und Gesundheit erhalten, um daraus Lösungsansätze für die Prävention von Berufsausstiegen und arbeitsbedingten Erkrankungen abzuleiten.
9.1.1 Herausforderungen der Anfangszeit
Bei allen Interviewpartner/innen war zu bemerken, dass ein hohes Maß an Neugier und Wissbegier im Vordergrund stand und dass es wichtig war, sich in das bestehende Intensivpflegeteam zu integrieren.
Interviewpartner 1: „Du gehst da eher als Einzelkämpfer hin und schaust einmal, dass du in das Team rein kommst. Manche machen es einem leicht und andere machen es einem schwer.“
Vier Interviewpartner/innen schildern die Integration in das bestehende Team als Herausforderung und dann als Erfolgserlebnis, als gleichwertige/r Kolleg/in gesehen zu werden. Sechs Interviewpartner/innen beschreiben ihre Anfangszeit von den Arbeitsbedingungen härter und von der Einschulung her als strenger als jetzt, wobei im Nachhinein diese Strenge und Härte als positiv bewertet wird, weil sie den Zusammenhalt im Team förderte.
I. EINLEITUNG: Einführung in die Problematik der hohen Fluktuation im Intensivpflegebereich und Formulierung der Forschungsfrage nach den Erfolgsfaktoren für langjährige Berufsverweildauer.
II. THEORIETEIL: Theoretische Auseinandersetzung mit Intensivmedizin, Resilienzkonzepten, dem Salutogenese-Modell sowie emotionalen Grundbedürfnissen und der Neurobiologie.
III. EMPIRISCHER TEIL: Darstellung der methodischen Vorgehensweise durch arbeitsbiografische Interviews sowie die systematische Analyse der Ergebnisse zur Anfangszeit, zum Arbeitsklima und den Ressourcen.
10. ERGEBNISSE – DISKUSSION: Synthese der empirischen Erkenntnisse mit der Theorie und Ableitung von Empfehlungen für eine resiliente Organisationsgestaltung.
Intensivpflege, Resilienz, Salutogenese, Arbeitszufriedenheit, Berufsverweildauer, psychische Widerstandsfähigkeit, Arbeitsklima, Stationsleitung, Gesundheitsförderung, Kommunikation, Burnout-Prävention, Intensivstation, emotionale Grundbedürfnisse, Ressourcen, qualitative Forschung.
Die Arbeit untersucht, warum Intensivpflegepersonal trotz hoher psychischer und physischer Belastungen über Jahrzehnte hinweg gesund und zufrieden im Beruf bleibt.
Die Themen umfassen die psychische Widerstandsfähigkeit (Resilienz), das Salutogenese-Modell, die Bedeutung von Arbeitsklima und Führung sowie die Auswirkungen der institutionellen Krankenhausstrukturen.
Ziel ist es, jene Fähigkeiten und fördernden Faktoren zu identifizieren, die eine lange Verweildauer im Beruf unterstützen und vor berufsbedingten psychischen Krisen schützen.
Es handelt sich um eine qualitative empirische Studie, in der mittels neun arbeitsbiografischer Interviews die Erfahrungen von Intensivpflegekräften erhoben und inhaltsanalytisch ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Block zu Resilienz und Salutogenese sowie einen empirischen Block, der Kategorien wie die Anfangszeit, Arbeitsklima, Stationsführung und Ressourcen analysiert.
Wesentliche Begriffe sind Intensivpflege, Resilienz, Salutogenese, Arbeitsklima, Stationsleitung und Gesundheitsförderung.
Die Stationsleitung fungiert als Schlüsselfigur zwischen dem Team und den oberen Führungsebenen; ihre empathische und unterstützende Haltung ist entscheidend für die Arbeitszufriedenheit und die Teamkohäsion.
Sie setzen auf Ressourcen wie Sport, Humor, Abgrenzung vom Leid, Weiterbildung und das Pflege privater sozialer Netzwerke, um einen Ausgleich zum intensiven Berufsalltag zu schaffen.
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