Bachelorarbeit, 2011
62 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Die Motivation allgemein
3. Der Einstieg als zentrale Motivationsphase des Geschichtsunterrichts
4. Die Motivation im Geschichtsunterricht
4.1. Die Lehrermotivation
4.2. Die Schülermotivation
4.2.1. Der Zusammenhang zwischen Lehrerkompetenz und Schülermotivation
4.2.2.Die Aktivationstheorie im Unterrichtszusammenhang
4.2.3.Die Kritik am motivierenden Stundeneinstieg
4.2.4.Die Notwendigkeit und der Nutzen von Geschichte für den Schüler
4.2.5.Die Motivation als eine Frage des Alters
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Problem der Motivationsförderung im Geschichtsunterricht mit einem besonderen Schwerpunkt auf die Einstiegsphase der Unterrichtsstunde, wobei die Forschungsfrage darauf abzielt, wie der Geschichtsunterricht für eine steigende oder anhaltende Motivation bei den Schülern sorgen kann.
3. Der Einstieg als zentrale Motivationsphase des Geschichtsunterrichts
„Dem Einstieg kommt bei der Planung und Durchführung von Unterricht, besondere Bedeutung zu.“ (Sauer 2008: 107) Diese von Sauer genannte und von Gies (vgl. 2004: 201) gestützte These soll in diesem Kapitel näher untersucht werden. Speziell das Element der Motivation ist dabei von besonderem Interesse. Vorab sei noch gesagt, dass „Einstieg“ hier nicht zwangsläufig immer den Anfang einer Unterrichtsstunde bezeichnet, sondern auch den Beginn einer neuen Lerneinheit, also des eigentlich Neuen.
Der Einstieg in den Geschichtsunterricht ist zu vergleichen mit dem Anfang eines guten Buches oder Films: er soll „zum Thema hinführen, motivieren, […] Fragen aufwerfen“ (Sauer 2008: 107) und obendrein noch eine gewisse Bereitschaft wecken. Beim Film wäre dies die Bereitschaft, das Geschehen weiterzuverfolgen, im Unterricht ist es die Bereitschaft zu lernen (vgl. Sauer 2008: 107).
Auch Schneider (2001) schließt sich in seinem einschlägigen Werk zum Thema Einstiege an diese Funktionen an und erweitert sie sogar noch. Zuerst leitet er aus den Herbert Zillerschen-Formalstufen Vorbereitung, Darbietung, Verknüpfung, Ordnung und Anwendung, die sich auf den gesamten Geschichtsunterricht beziehen, ab, dass der Einstieg eindeutig in die Vorbereitung einzugliedern sei (vgl. Schneider 2001: 9-10). Der Begriff „Vorbereitung“ meint damit vor allem die Anknüpfung des Inhalts an das Vorwissen der Schüler und noch genauer, an den Stoff der letzten Stunde (vgl. Schneider 2001: 10), was auch Gies (vgl. 2004: 198) als zentral bezeichnet.
Direkt hieran schließt sich der Aufbau des neuen und aktuellen Unterrichtsgegenstandes der Stunde an (vgl. Schneider 2001: 10). Um ein besonderes Interesse bei den Schülern zu wecken, sollte ein gelungener Einstieg nach Möglichkeit also direkt auf die Lernvoraussetzungen der Schüler aufbauen, was es zwangsläufig nötig macht, diese erst einmal zu erkunden (vgl. Schneider 2001: 11). Darüber hinaus wird es aber auch als förderlich angesehen, wenn der Einstieg provozierend wirkt und Vertrautes zu verfremden versteht, um die Schüler zu interessieren (vgl. Schneider 2001: 12). Unmittelbar damit verbunden ist die Information der Schüler über den weiteren Unterrichtsverlauf (vgl. Schneider 2001: 12). Auf diese Weise wird der Unterricht zu einer Verbindung zwischen zuletzt stattgefundener Ergebnissicherung und dem Neuanfang (vgl. Schneider 2001: 12).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Schwierigkeiten der Motivationsförderung im Geschichtsunterricht und definiert den Fokus auf die Einstiegsphase als zentrales Element.
2. Die Motivation allgemein: Dieses Kapitel erörtert die theoretischen Grundlagen der Motivation aus psychologischer Sicht, einschließlich der Unterscheidung von intrinsischer und extrinsischer Motivation.
3. Der Einstieg als zentrale Motivationsphase des Geschichtsunterrichts: Das Kapitel analysiert die Funktionen des Einstiegs für den Unterrichtsverlauf und betont dessen Bedeutung für die Aktivierung der Schüler.
4. Die Motivation im Geschichtsunterricht: Dieses umfangreiche Hauptkapitel behandelt die Wechselwirkung zwischen Lehrer- und Schülermotivation, die Aktivationstheorie sowie die Relevanz von Altersstufen.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und bestätigt die zentrale Bedeutung der Motivation für den Geschichtsunterricht, wobei die Lehrermotivation als entscheidender Faktor hervorgehoben wird.
Motivation, Geschichtsunterricht, Stundeneinstieg, Lehrermotivation, Schülermotivation, Aktivationstheorie, Intrinsische Motivation, Kognitiver Konflikt, Lernmotivation, Geschichtsbewusstsein, Altersstufen, Didaktik, Kompetenz, Unterrichtsgestaltung, Schülerinteresse
Die Arbeit untersucht das Motivationsproblem im Fach Geschichte, insbesondere unter dem Aspekt, wie durch gezielte Stundeneinstiege das Interesse der Schüler geweckt und erhalten werden kann.
Die zentralen Felder umfassen die allgemeine Motivationspsychologie, die didaktische Bedeutung von Unterrichtseinstiegen, die Lehrer-Schüler-Interaktion sowie die Rolle von Altersstufen und kognitiven Lernvoraussetzungen.
Das primäre Ziel ist es, wissenschaftliche Theorien zur Motivation für den Geschichtslehrer im Schulalltag nutzbar zu machen, um den Unterricht effektiver und für Schüler motivierender zu gestalten.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse psychologischer und geschichtsdidaktischer Theorien, die durch praxisnahe Beispiele und kritische Reflexionen verknüpft werden.
Der Hauptteil vertieft die Lehrermotivation, die Aktivationstheorie, die Bedeutung des persönlichen Bezugs im Geschichtsunterricht sowie die Notwendigkeit und den Nutzen von Geschichtswissen für Schüler.
Wesentliche Begriffe sind Motivation, Geschichtsunterricht, Stundeneinstieg, Lehrermotivation, Aktivationstheorie und Geschichtsbewusstsein.
Laut der Arbeit ist der Einstieg das wichtigste Element, um die Bereitschaft zu lernen zu wecken. Wenn das Interesse hier nicht geweckt wird, ist es für den weiteren Verlauf der Stunde sehr schwer, die Schüler noch effektiv einzufangen.
Der Autor zeigt auf, dass Motivation ansteckend wirkt. Ein fachlich kompetenter und selbst motivierter Lehrer fungiert als Vorbild und kann durch die eigene Begeisterung sowie persönliche Kontakte das Interesse der Schüler maßgeblich fördern.
Sie dient als Erklärungsmodell dafür, dass kognitive Widersprüche oder Konflikte den Schüler zum Handeln antreiben, um das entstandene Ungleichgewicht aufzulösen, was als wirksames Lernmotiv genutzt werden kann.
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