Diplomarbeit, 2006
96 Seiten, Note: 2,3
1. EINLEITUNG
2. ERLEBNIS UND PÄDAGOGIK
3. DIE HISTORISCHE ENTWICKLUNG DER ERLEBNISPÄDAGOGIK
3.1 IDEENGESCHICHTLICHE EINFLÜSSE AUF DIE ERLEBNISPÄDAGOGIK
3.2 KURT HAHNS ERLEBNISTHERAPIE
4. DIE ERLEBNISPÄDAGOGIK IN DER GEGENWART
4.1 ZUR AKTUALITÄT DER ERLEBNISPÄDAGOGIK
4.2 DER BEGRIFF DER ERLEBNISPÄDAGOGIK
4.3 ERLEBNISPÄDAGOGISCHE LEITLINIEN
5. DAS OUTDOOR-TRAINING INNERHALB DER BETRIEBSPÄDAGOGIK
5.1 DIE ENTWICKLUNG DER ERLEBNISPÄDAGOGIK IN DER BETRIEBLICHEN WEITERBILDUNG
5.2 DER BEGRIFF DES OUTDOOR-TRAININGS
5.3 FORMEN DES OUTDOOR-TRAININGS
5.4 LERNZIELE DES OUTDOOR-TRAININGS
6. DIE WIRKSAMKEIT DES OUTDOOR-TRAININGS
6.1 DIE WIRKSAMKEITSDISKUSSION
6.2 DIE WIRKSAMKEIT IN ABHÄNGIGKEIT VOM TRANSFER
7. CHANCEN UND GRENZEN DES TRANSFERS INNERHALB DES OUTDOOR-TRAININGS
7.1 DER BEGRIFF DES TRANSFERS
7.2 GRENZEN DES TRANSFERPOTENZIALS
7.3 VORAUSSETZUNGEN ZUR ERMÖGLICHUNG DES TRANSFERS
7.4 DAS FRONTLOADING ZUR UNTERSTÜTZUNG DES TRANSFERS
7.5 DIE REFLEXION ZUR UNTERSTÜTZUNG DES TRANSFERS
7.5.1 Der Begriff der Reflexion
7.5.2 Reflexionsmodelle
7.5.2.1 Das Modell ‚The Mountains Speak for Themselves’
7.5.2.2 Das Modell ‚Outward Bound Plus’
7.5.2.3 Das ‚Metaphorische Modell’
7.5.3 Zusammenfassung der Reflexionsbetrachtung
7.6 FOLLOW-UPS ZUR UNTERSTÜTZUNG DES TRANSFERS
7.7 EMPIRISCHE BEFUNDE ZUR WIRKSAMKEIT UND ZUM TRANSFERPOTENZIAL DES OUTDOOR-TRAININGS
7.7.1 Vorbemerkungen
7.7.2 Empirische Befunde zur Wirksamkeit
7.7.3 Empirische Befunde zur Wirksamkeit und zum Transfer
7.7.4 Zusammenfassung der empirischen Befunde
7.8 ERGEBNISSE DER THEORIE DER AUTOPOIESE FÜR DIE WIRKSAMKEIT
7.8.1 Die Theorie der Autopoiese
7.8.2 Folgerungen der Theorie der Autopoiese für Outdoor-Trainings
8. FAZIT
Die Arbeit untersucht, inwieweit Outdoor-Trainings als erlebnispädagogische Maßnahmen in der betrieblichen Weiterbildung tatsächlich Verhaltensänderungen bei Teilnehmenden bewirken können und inwieweit ein Transfer dieser Lernerfahrungen in den beruflichen Alltag gewährleistet ist.
2. Erlebnis und Pädagogik
Bereits in der Bezeichnung Erlebnispädagogik wird deutlich, dass dem Erlebnis bei der Erreichung pädagogischer Zielstellungen innerhalb dieser erziehungswissenschaftlichen Richtung eine tragende Rolle zugesprochen wird. Um die Bedeutung des pädagogischen Erlebnisses festzulegen, scheint es notwendig, sich mit dem Erlebnisbegriff auseinanderzusetzen.
Etwas zu erleben heißt, dass Geschehnisse, die von einem Individuum als bedeutsam angesehen werden, zu Eindrücken verarbeitet werden. Hierdurch können positive sowie negative Gefühle und Erinnerungen ausgelöst werden. Je höher die Intensität des Erlebnisses ist, umso stärker prägt es sich dabei im Gedächtnis der Person ein. Der Inhaltscharakter eines Erlebnisses ist durch das Individuum subjektiv geprägt. Von dessen Biografie und Standpunkt hängt die Qualität des Erlebnisses ab. Daher kann das Erlebnis nur als etwas Gewolltes, aber nicht Planbares gesehen werden.
In Anlehnung an Dilthey, der den Begriff Erlebnis in die Bildungssprache überführte, entwickelte Neubert sieben Kriterien, die das Erlebnis charakterisieren. Erstens ist das Erlebnis gekennzeichnet durch seine Unmittelbarkeit. Das Individuum erlebt das Geschehnis auf direkte Weise. Es ist für die Person Realität und macht für diese Sinn. Durch das Denken wird das Erlebnis erst gegenständlich, denn es erfährt eine Klärung und Erläuterung.
1. EINLEITUNG: Hinführung zur Thematik, Problemstellung und Zielsetzung der Untersuchung hinsichtlich der Wirksamkeit und des Transferpotenzials von Outdoor-Trainings.
2. ERLEBNIS UND PÄDAGOGIK: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Erlebnisbegriff und dessen pädagogischer Relevanz.
3. DIE HISTORISCHE ENTWICKLUNG DER ERLEBNISPÄDAGOGIK: Darlegung der ideengeschichtlichen Wurzeln und der prägenden Rolle von Persönlichkeiten wie Kurt Hahn.
4. DIE ERLEBNISPÄDAGOGIK IN DER GEGENWART: Untersuchung der Aktualität erlebnispädagogischer Ansätze und Begriffsklärung im heutigen Kontext.
5. DAS OUTDOOR-TRAINING INNERHALB DER BETRIEBSPÄDAGOGIK: Vorstellung von Outdoor-Training als erlebnispädagogischem Ansatz in der beruflichen Weiterbildung mit Abgrenzung der Prinzipien, Formen und Lernziele.
6. DIE WIRKSAMKEIT DES OUTDOOR-TRAININGS: Diskussion der Wirksamkeit und des notwendigen Zusammenhangs zwischen Lernprozess und Transfer in den Berufsalltag.
7. CHANCEN UND GRENZEN DES TRANSFERS INNERHALB DES OUTDOOR-TRAININGS: Detaillierte Analyse der Transferproblematik, Vorstellung unterstützender Maßnahmen (Frontloading, Reflexion, Follow-Up) sowie Auswertung empirischer Befunde und konstruktivistischer Ansätze.
8. FAZIT: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Empfehlungen für die betriebliche Personalentwicklung sowie Aufzeigen von weiterem Forschungsbedarf.
Outdoor-Training, Erlebnispädagogik, betriebliche Weiterbildung, Transfer, Wirksamkeit, Teamentwicklung, Führungskompetenz, Reflexion, Frontloading, Follow-Up, Handlungslernen, Isomorphie, Autopoiese, Schlüsselqualifikationen, Personalentwicklung.
Die Arbeit untersucht das Outdoor-Training als erlebnispädagogisches Konzept und hinterfragt kritisch, ob und wie diese Maßnahmen in der betrieblichen Weiterbildung tatsächlich zu nachhaltigen Verhaltensänderungen und einem Lerntransfer in den Arbeitsalltag führen.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung des Erlebnisbegriffs, die historische Entwicklung der Erlebnispädagogik, die Spezifika von Outdoor-Trainings in Unternehmen sowie eine tiefgehende Analyse der Wirksamkeit und der notwendigen Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Transfer.
Ziel ist es, Verantwortlichen in der Personalentwicklung eine wissenschaftlich fundierte Entscheidungshilfe zu geben, ob und wie Outdoor-Trainings sinnvoll in die betriebliche Weiterbildungslandschaft integriert werden können.
Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturrecherche theoretischer Konzepte sowie der kritischen Auswertung zahlreicher empirischer Studien, die im nationalen und internationalen Kontext durchgeführt wurden.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen insbesondere die Systematik und Gestaltung von Outdoor-Trainings sowie die Herausforderungen des Transfers (z. B. durch Methoden wie Frontloading, Reflexion und Follow-Ups) detailliert diskutiert.
Die zentralen Schlagworte umfassen Outdoor-Training, Betriebspädagogik, Wirksamkeitsdiskussion, Lerntransfer, Teamentwicklung, Reflexionsmodelle und die Theorie der Autopoiese.
Der Transfer wird häufig durch die sogenannte „Insellage“ des Trainings (Distanz zum Arbeitsalltag), mangelnde Unterstützung durch Vorgesetzte, die Arbeits-Spiel-Dichotomie und unzureichende Anwendungsübungen im Anschluss an das Training erschwert.
Die Theorie der Autopoiese sieht das Individuum (und Teams) als geschlossenes, autonomes System. Dies bedeutet, dass ein Training nicht „direkt“ wirken kann, sondern der Teilnehmer nur das lernt, was er selbst als sinnvoll erachtet, weshalb individuelle Anpassungen statt standardisierter Programme erforderlich sind.
Reflexionsphasen sind für den Autor essenziell, um Erlebtes kognitiv zu verarbeiten und eine Brücke zwischen der künstlichen Lernsituation (Outdoor) und dem beruflichen Alltag zu schlagen, wobei verschiedene Modelle (z. B. „Outward Bound Plus“) unterschiedliche Schwerpunkte setzen.
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