Bachelorarbeit, 2010
62 Seiten, Note: 1,3
Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
A. Einführung
B. Die Sonderprüfung nach §§ 142 – 146 AktG
I. Zweck der Sonderprüfung
II. Neuerungen durch das UMAG
III. Abgrenzung zu §§ 258 ff. und 315 AktG
IV. Gegenstand der Sonderprüfung
1. Allgemeines
2. Gründungsvorgänge
3. Geschäftsführungsvorgänge
4. Jahres- und Konzernabschluss
V. Bestellung durch die Hauptversammlung
1. Ankündigung
2. Beschlussfassung
3. Stimmverbot
VI. Gerichtliche Bestellung von Sonderprüfern
1. Formelle Voraussetzungen
2. Materielle Voraussetzungen
a. Verdachtsbegründende Tatsachen
b. Rechtsschutzinteresse und Rechtsmissbrauch
VII. Stellung des Sonderprüfers innerhalb der Gesellschaft
1. Vertragsverhältnis und Person des Sonderprüfers
2. Rechte und Pflichten des Sonderprüfers
3. Haftung des Sonderprüfers
VIII. Beendigung der Bestellung
C. Die Geltendmachung von Ersatzansprüchen nach § 147 AktG
I. Allgemeines
II. Entstehungsgeschichte
III. Regelungsgegenstand und Normzweck
IV. Pflicht zur Geltendmachung
1. Ansprüche und Anspruchsgrundlagen
2. Verpflichtung zur Anspruchsverfolgung
3. Anspruchssteller und Anspruchsgegner
4. Verpflichtung durch einen Hauptversammlungsbeschluss
a. Allgemeines
b. Ankündigung
c. Beschlussfassung
d. Stimmverbot
e. Actio pro socio
f. Fehlerhafter Beschluss und Aufhebung des Beschlusses
5. Verpflichtung durch eine Minderheit
6. Frist, Art und Weise der Geltendmachung
V. Bestellung besonderer Vertreter
1. Normzweck
2. Bestellung durch die Hauptversammlung
3. Bestellung durch das Gericht
a. Allgemeines
b. Formelle Voraussetzungen
c. Materielle Voraussetzungen
d. Verfahren
4. Rechtsstellung des besonderen Vertreters
a. Person des besonderen Vertreters und schuldrechtliches Vertragsverhältnis
b. Der besondere Vertreter als Organ der Gesellschaft
c. Rechte und Pflichten
d. Weisungen
e. Haftung
f. Vergütung
5. Beendigung der Bestellung
D. Die Aktionärsklage in der Aktiengesellschaft
I. Die Aktionärsklage vor dem UMAG gem. § 147 AktG
II. Die Aktionärsklage seit dem UMAG gem. §§ 148, 149 AktG
E. Zusammenfassung
Diese Arbeit untersucht die rechtlichen Mechanismen zur Innenhaftung von Organmitgliedern in der Aktiengesellschaft, mit besonderem Fokus auf die Sonderprüfung und das Verfolgungsrecht zur Geltendmachung von Ersatzansprüchen. Ziel ist es, die praktische Umsetzung dieser Instrumente unter Berücksichtigung der durch das UMAG eingeführten Änderungen und der Aktionärsklage zu analysieren.
I. Zweck der Sonderprüfung
Die Sonderprüfung der §§ 142 ff. AktG ermöglicht es der Aktiengesellschaft, die tatsächlichen Grundlagen für Ersatzansprüche gegen ihre Verwaltungsorgane oder ihre Gründer, insbesondere gem. §§ 46, 47, 93, 116, 117, zu ermitteln. Sie kann sowohl von der Hauptversammlung gem. § 142 I S. 1 AktG als auch von einer Aktionärsminderheit gem. § 142 II S. 1 AktG veranlasst werden. Die Sonderprüfung stellt für die Aktionäre somit ein Untersuchungsrecht dar, welches über die eigentliche Zuständigkeitsverteilung der Aktiengesellschaft hinausgeht und den Aktionären ein erweitertes Recht für den Fall des Versagens der Organisationsverfassung der Gesellschaft einräumt. Neben der Ermittlung tatsächlicher Grundlagen zur Geltendmachung von Ersatzansprüchen entfaltet die Sonderprüfung eine präventive Wirkung. Sie verschärft durch das Minderheitenrecht den Haftungsdruck auf die verantwortlichen Organe und führt ihnen vor Augen, dass auch eine der Verwaltung nahe stehende Aktionärsmehrheit keinen Schutz vor einer solchen Prüfung und eventuellen Haftungsfolgen bieten kann. Zudem können mit der Sonderprüfung nach §§ 142 ff. AktG auch schadensunabhängige Untersuchungen geführt werden, die z.B. dem Zweck personeller Konsequenzen dienen.
A. Einführung: Darstellung der Bedeutung der Innenhaftung innerhalb der Aktiengesellschaft und der Zielsetzung der Arbeit unter Berücksichtigung aktueller Rechtsänderungen.
B. Die Sonderprüfung nach §§ 142 – 146 AktG: Erläuterung des Zwecks, des Gegenstands und der Verfahrensweise der Sonderprüfung, inklusive der Anforderungen an die Bestellung durch Hauptversammlung oder Gericht.
C. Die Geltendmachung von Ersatzansprüchen nach § 147 AktG: Analyse der Rechtsgrundlagen zur Verfolgung von Ansprüchen der Gesellschaft gegen Organmitglieder, der Rolle des besonderen Vertreters sowie der Verpflichtungen zur Durchsetzung.
D. Die Aktionärsklage in der Aktiengesellschaft: Diskussion der Möglichkeiten und Grenzen der aktienrechtlichen Aktionärsklage vor und nach der Einführung des UMAG.
E. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse zur Bedeutung der Sonderprüfung und der verschiedenen Wege der Anspruchsverfolgung als Instrumente der Unternehmensüberwachung.
Aktiengesellschaft, Sonderprüfung, Innenhaftung, Ersatzansprüche, Verfolgungsrecht, Aktionärsminderheit, Hauptversammlung, besonderer Vertreter, UMAG, Klagezulassung, Vorstand, Aufsichtsrat, Organhaftung, Aktiengesetz, Aktionärsklage.
Die Arbeit analysiert die Haftung von Gesellschaftsorganen gegenüber der Aktiengesellschaft und die Instrumente, mit denen diese Haftung praktisch durchgesetzt werden kann.
Die zentralen Felder sind das Sonderprüfungsrecht, das Verfolgungsrecht von Ersatzansprüchen nach § 147 AktG, die Rolle des besonderen Vertreters und die Aktionärsklage nach dem UMAG.
Ziel ist es, die Effektivität dieser Instrumente im Hinblick auf die Durchsetzung von Ersatzansprüchen bei Fehlverhalten von Organmitgliedern zu bewerten.
Es handelt sich um eine juristische Untersuchung, die auf der Analyse von Gesetzestexten, der Fachliteratur sowie der einschlägigen Rechtsprechung basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der Sonderprüfung, der Durchsetzung von Ersatzansprüchen nach § 147 AktG und die spezielle Rolle des besonderen Vertreters.
Schlüsselbegriffe wie Aktiengesellschaft, Sonderprüfung, Innenhaftung, besonderer Vertreter und Aktionärsklage fassen den Kern der Untersuchung präzise zusammen.
Während der Sonderprüfer primär der Ermittlung von Tatsachen dient, fungiert der besondere Vertreter als zusätzliches Organ, das die Ersatzansprüche der Gesellschaft gerichtlich und außergerichtlich durchsetzen soll.
Die Klagemöglichkeit wurde geschaffen, um die bisherigen, oft als zu schwerfällig empfundenen Regelungen für Minderheitsaktionäre bei der Anspruchsdurchsetzung zu erleichtern und moderner zu gestalten.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

