Bachelorarbeit, 2011
57 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Grundlagen der Unternehmensbewertung
2.1 Entwicklung der Werttheorie
2.2 Anlässe der Unternehmensbewertung
2.3 Methodenüberblick
3 Bewertungsmethoden
3.1 Das Substanzwertverfahren
3.1.1 Das Substanzwertverfahren mit Hilfe von Reproduktionswerten
3.1.2 Das Substanzwertverfahren mit Hilfe von Liquidationswerten
3.2 Das Ertragswertverfahren
3.3 Das Discounted-Cashflow-Verfahren
3.3.1 Das Equity-Verfahren
3.3.2 Das Entity-Verfahren
3.3.2.1 Der WACC-Ansatz
3.3.2.2 Der APV-Ansatz
3.3.3 Vergleich der Verfahren
3.4 Der Realoptionsansatz
4 Zusammenfassung und Anwendungsempfehlung
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, einen fundierten Überblick über die gängigsten Verfahren zur Unternehmensbewertung zu geben. Dabei wird insbesondere die Verfahrensweise der verschiedenen Methoden, wie das Substanzwert-, Ertragswert-, DCF- sowie das Realoptionsverfahren, detailliert beleuchtet, um deren Eignung für unterschiedliche Bewertungsanlässe aufzuzeigen.
3.1.2 Das Substanzwertverfahren mit Hilfe von Liquidationswerten
Das Substanzwertverfahren mit Hilfe von Liquidationswerten beruht auf der Annahme der vollständigen Zerschlagung und Veräußerung des Unternehmens. Dies geschieht i.d.R. dann, wenn der Liquidationswert höher als der Wert der Weiterführung ist. Der Liquidationswert ergibt sich, wie Abbildung 3 zeigt, aus den um die Verbindlichkeiten und Liquidationskosten verringerten Liquidationserlösen sämtlicher Vermögensgegenstände. Liquidationskosten entstehen bspw. durch Insolvenzberater oder die Kosten eines Sozialplans.
Die Liquidationserlöse ergeben sich aus der Veräußerung der Vermögensgegenstände zu bestmöglichen Preisen am Bewertungsstichtag. Da die Bestimmung dieser Werte sehr zeitaufwendig sein kann, werden bereits ermittelte Preise eines Gutes im Zeitraum von mehr als einem Jahr abgezinst.
Im Gegensatz zum Verfahren mit Reproduktionswerten, findet das Substanzwertverfahren auf Basis von Liquidationswerten in der Praxis durchaus Anwendung, bspw. bei der Ermittlung des Unternehmenswertes in Insolvenzfällen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Unternehmensbewertung ein und skizziert den Aufbau der Arbeit sowie die Zielsetzung der methodischen Untersuchung.
2 Grundlagen der Unternehmensbewertung: In diesem Kapitel werden die historische Entwicklung der Werttheorie sowie die verschiedenen Bewertungsanlässe und das damit verbundene Zweckadäquanzprinzip erläutert.
3 Bewertungsmethoden: Dieses Kapitel bildet das Kernstück der Arbeit und analysiert detailliert das Substanzwertverfahren, das Ertragswertverfahren, diverse DCF-Ansätze sowie den Realoptionsansatz.
4 Zusammenfassung und Anwendungsempfehlung: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Ergebnisse der Untersuchung zusammen und gibt fundierte Empfehlungen für die praktische Anwendung der vorgestellten Bewertungsmethoden.
Unternehmensbewertung, Ertragswertverfahren, Discounted-Cashflow-Verfahren, WACC-Ansatz, APV-Ansatz, Equity-Verfahren, Substanzwertverfahren, Realoptionsansatz, Unternehmenswert, Kapitalisierungszinssatz, Cashflow, Werttheorie, Bewertungsanlässe, Shareholder Value, Unternehmensakquisition.
Die Arbeit befasst sich mit den verschiedenen theoretischen Ansätzen und praktischen Verfahren zur Ermittlung des Unternehmenswertes in der modernen Betriebswirtschaftslehre.
Die Schwerpunkte liegen auf den klassischen Bewertungsverfahren, den zukunftsorientierten Cashflow-Methoden sowie neueren Ansätzen zur Quantifizierung von Handlungsflexibilitäten.
Ziel ist es, einen verständlichen Überblick über die relevantesten Bewertungsmethoden zu geben und deren spezifische Anwendungsmöglichkeiten sowie Grenzen aufzuzeigen.
Die Arbeit stützt sich primär auf eine theoretische Literaturanalyse sowie die Erläuterung der mathematischen Ableitungen und Anwendungskriterien gängiger betriebswirtschaftlicher Modelle.
Der Hauptteil analysiert im Detail das Substanzwert-, Ertragswert- und DCF-Verfahren (inklusive WACC- und APV-Ansatz) sowie den Realoptionsansatz und dessen mathematische Grundlagen.
Zentrale Begriffe sind Unternehmensbewertung, Kapitalwertmethode, Discounted-Cashflow, Ertragswert und Realoptionen.
Der WACC-Ansatz ermittelt den Gesamtwert über einen gewogenen durchschnittlichen Kapitalkostensatz, während der APV-Ansatz den Wert des unverschuldeten Unternehmens und den Steuervorteil (Tax-Shield) getrennt berechnet.
Der Realoptionsansatz wird kritisiert, da die Bestimmung der benötigten Basisgrößen wie der Volatilität sehr komplex ist und das Risiko einer subjektiven Einschätzung durch den Gutachter birgt.
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