Masterarbeit, 2009
189 Seiten, Note: 1
1 Einleitung
1.1 Motivation
1.2 Forschungsstand
1.3 Fragestellung und Zielsetzung
1.4 Forschungsablauf und Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Vorüberlegungen
2.1 Bedeutungsgewinn der Regionen als Handlungsebene
2.2 Region und Regionalisierung
2.3 Regionalentwicklungsansätze im Überblick
2.4 Regionalmanagement und Biosphärenparks - zwei Instrumente der Regionalentwicklung in Österreich
2.4.1 Regionalmanagement
2.4.2 Biosphärenparks als Modellregionen für eine nachhaltige Regionalentwicklung
2.4.3 Entstehung, Zielsetzung und Organisation der Biosphärenparks
2.4.4 Biosphärenparks in Österreich
2.4.5 Biosphärenparks im Salzburger Land
2.4.6 Probleme bei der Umsetzung des Biosphärenparkkonzeptes
2.4.7 Regionalmanagement versus Biosphärenpark
3 Das Untersuchungsgebiet – der geplante UNESCO „Biosphärenpark“ Lungau
3.1 Die Region Lungau im Überblick
3.1.1 Geographische Lage und Verkehrsanbindung
3.1.2 Naturräumliche Gegebenheiten und Kulturlandschaftsentwicklung
3.1.3 Sozioökonomische Rahmenbedingungen
3.1.4 Raumordnung und Regionalmanagement im Lungau
3.2 Von der Vision zur Umsetzung - der Entstehungsprozess des Biosphärenparks Lungau
3.2.1 Der Ursprung der Idee Biosphärenpark im Lungau
3.2.2 Der Ablauf des Regionalentwicklungsprozesses
3.2.3 Zukünftiges Regionalmanagement im Lungau
3.2.4 Finanzierung des Biosphärenparks und rechtliche Verankerung
3.2.5 Konfliktpotenziale
3.2.6 Abgrenzung des Biosphärenparks
4 Netzwerktheorie und Netzwerkanalyse
4.1 Netzwerkbegriff und Netzwerkforschung
4.2 Akteurs Netzwerk Theorie (ANT)
4.2.1 Die Anwendung der ANT
4.2.2 Anwendung der ANT auf Akteursnetzwerke in regionalen Entwicklungsprozessen
4.3 Akteurszentrierter Institutionalismus in der Policy Forschung
4.4 Regionale Akteursnetzwerke
4.5 Ergebnisse für die regionale Netzwerkanalyse im Lungau
5 Netzwerkanalyse als Methodik
5.1 Erhebung von Netzwerkdaten
5.2 Verfahren der Netzwerkanalyse
5.2.1 Netzwerkanalyseverfahren auf unterschiedlichen Ebenen
5.2.2 Analyse mit Hilfe von Matrizen
5.2.3 Graphentheoretische Analyse
5.2.4 Die Berechnung netzwerkanalytischer Maßzahlen
6 Methodik der Untersuchung
6.1 Methode der Netzwerkabgrenzung
6.2 Verfahren der Erhebung der regionalen Akteursnetzwerks und Bestimmung der Schlüsselakteure
6.3 Datenerhebungsmethode und Software zur Auswertung der Daten
6.4 Operationalisierung
6.4.1 Analyse des Netzwerks und der Vernetzung der Schlüsselakteure
6.4.2 Analyse der Beziehung Schlüsselakteure – Biosphärenpark
6.4.3 Variablenbildung
6.5 Der Online-Fragebogen
6.6 Durchführung der Feldforschung und Beteiligungsstatistik
7 Das Netzwerk der Schlüsselakteure im Lungau
7.1 Netzwerk und Vernetzung der Schlüsselakteure
7.1.1 Zusammensetzung des Netzwerks und soziodemographischen Strukturen
7.1.2 Netzwerkevolution
7.1.3 Charakterisierung der Netzwerkmuster und positionale Netzwerkanalyse
7.1.4 Konflikte zwischen den Schlüsselakteuren
7.1.5 Wahrnehmungen der Schlüsselakteure und Wünsche an das Netzwerk
7.2 Die Beziehung Schlüsselakteure und Biosphärenpark
7.2.1 Erwartungen an das Prädikat Biosphärenpark
7.2.2 Relevanz der Zielsetzungen eines Biosphärenparks für das Netzwerk
7.2.3 Notwendiges für den künftigen Regionalentwicklungsprozess
7.3 Zusammenfassung der Auswertung und Bewertung der Ergebnisse
7.4 Handlungsempfehlungen
Die Arbeit analysiert den komplexen Regionalentwicklungsprozess im Lungau hinsichtlich der Ausweisung als Biosphärenpark, mit besonderem Fokus auf die Rolle und Vernetzung der beteiligten Schlüsselakteure.
1. Einleitung
Regionalentwicklungsprozesse sind von hoher Komplexität gekennzeichnet. Menschen unterschiedlicher Meinungen, Interessen und Wertvorstellungen treffen aufeinander und versuchen gemeinsam die Entwicklung einer Region voranzutreiben. Ihr Handeln ist dabei an strukturelle Gegebenheiten des jeweils persönlichen und auch beruflichen Umfeldes gebunden und unterliegt jeweils eigenen Regeln und Verhaltensmustern.
Zusätzlich entspricht das Weltbild der am Entwicklungsprozess beteiligten Personen nicht einer gemeinsamen Wirklichkeit. So existieren individuelle Vorstellungen von regionalen Problemen und Konflikten, über die erst ein gemeinsamer Konsens gefunden werden muss, um Projekte und Maßnahmen zu initiieren, bei denen alle Beteiligten zusammen ein gesetztes Ziel verfolgen. Ein gemeinsames Verständnis der regionalen Wirklichkeit bildet die Grundlage für einen erfolgreichen Regionalentwicklungsprozess (vgl. GOTHE 2006).
Durch eine verständige Zusammenarbeit der Akteure aus Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft in einem Regionalentwicklungsprozess können bisher ungenutzte Potenziale innerhalb einer Region erkannt und nutzbar gemacht werden. Gemeinsam kann so gesellschaftlichen Problemen und regionalen Herausforderungen, wie dem demographischen Wandel und seinen Folgen und dem immer stärker werdenden regionalen Wettbewerb – durch veränderte wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen (z. B. Europäische Union; Globalisierung) – sowie ökologischen Herausforderungen, wie dem Klimawandel, entgegengetreten und nach konfliktarmen Möglichkeiten zu deren Überwindung gesucht werden.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Komplexität von Regionalentwicklungsprozessen ein und erläutert die Forschungsfrage sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Theoretische Vorüberlegungen: In diesem Kapitel werden theoretische Grundlagen wie Regionalisierung, Regionalmanagement und das Konzept der Biosphärenparks als Instrumente nachhaltiger Regionalentwicklung diskutiert.
3 Das Untersuchungsgebiet – der geplante UNESCO „Biosphärenpark“ Lungau: Dieser Abschnitt beschreibt das Untersuchungsgebiet Lungau sowie den bisherigen Entstehungsprozess des Biosphärenparks von der Vision zur Umsetzung.
4 Netzwerktheorie und Netzwerkanalyse: Hier werden der theoretische Netzwerkbegriff, die Akteurs-Netzwerk-Theorie sowie Ansätze der Politikforschung und regionale Akteursnetzwerke thematisiert.
5 Netzwerkanalyse als Methodik: Dieses Kapitel erläutert die methodischen Grundlagen der Netzwerkanalyse, einschließlich der Datenerhebung und mathematischer Analyseverfahren.
6 Methodik der Untersuchung: Hier wird das spezifische methodische Vorgehen der Arbeit, von der Netzwerkabgrenzung bis zur Operationalisierung und Durchführung der Feldstudie, detailliert beschrieben.
7 Das Netzwerk der Schlüsselakteure im Lungau: Dies ist der Hauptteil der Arbeit, der die Analyse der Zusammensetzung, Evolution, Vernetzung, Beziehungen und Wünsche der Schlüsselakteure im Lungau darlegt.
Lungau, Biosphärenpark, Regionalentwicklung, Netzwerkanalyse, Schlüsselakteure, Akteursnetzwerk, Kooperation, Regionalmanagement, Partizipation, Nachhaltigkeit, Stakeholder, Beziehungsanalyse, Soziometrie, Akteurs-Netzwerk-Theorie, Regionalpolitik
Die Arbeit untersucht den Regionalentwicklungsprozess im Bezirk Lungau, der darauf abzielt, die Region als UNESCO-Biosphärenpark auszuweisen, durch die Linse der regionalen Netzwerkanalyse.
Zentrale Themen sind die Rolle der Schlüsselakteure, ihre gegenseitige Vernetzung, ihre Einstellungen zum Biosphärenpark sowie die Identifikation von Kooperationsstrukturen und Konfliktpotenzialen im Entwicklungsprozess.
Das Ziel ist zu analysieren, ob das bestehende Netzwerk der Schlüsselakteure in der Lage ist, den Biosphärenpark zu etablieren und dessen Nachhaltigkeitsziele in der Region umzusetzen.
Es wird eine quantitative und qualitative regionale Netzwerkanalyse durchgeführt, gestützt durch explorative Experteninterviews und eine Online-Umfrage unter den identifizierten Schlüsselakteuren.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Zusammensetzung, der Evolution des Netzwerks, der Charakterisierung der Netzwerkmuster, den Beziehungen der Akteure zum Biosphärenpark sowie deren persönlichen Erwartungen und Wünschen.
Wichtige Begriffe sind Regionalentwicklung, Biosphärenpark, Netzwerkanalyse, Schlüsselakteure, Kooperation und Regionalmanagement.
Der Regionalverband fungiert als wesentlicher Akteur und Träger des Regionalmanagements, dessen Strukturen im Kontext der Biosphärenpark-Entwicklung kritisch beleuchtet werden.
Hauptkonfliktfelder sind die Finanzierung des Biosphärenparks, die Zonierung von Gebieten sowie unterschiedliche Interessenlagen zwischen Akteuren aus Wirtschaft, Naturschutz und Landwirtschaft.
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