Forschungsarbeit, 2009
15 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung / Problemdefinition
2. Charakteristika des Wandels
2.1. Ursachen für Wandel
2.2. Grundlegende Begrifflichkeiten
3. Das Spannungsfeld im Rahmen des organisationalen Wandels
3.1. Spannungsfeld der Steuerbarkeit von Wandel
3.2. Organisationaler Widerstand
3.3. Modelle zur Erklärung des organisationalen Wandels
3.4. Anwendung der Modelle des Wandels auf das Spannungsfeld der Steuerbarkeit
4. Abschließende Zusammenfassung
Diese Arbeit untersucht die Problematik der Steuerbarkeit von Wandel in Organisationen und analysiert, inwieweit organisationale Veränderungen aktiv geplant und gesteuert werden können oder sich alternativ eigendynamisch vollziehen. Das Ziel ist es, durch die Gegenüberstellung verschiedener theoretischer Modelle eine Antwort auf die Frage nach der Steuerbarkeit in komplexen Wandlungsprozessen zu finden.
3.2. Organisationaler Widerstand
Um letztendlich eine Analyse und Bewertung der Sichtweisen bezüglich des Spannungsfeldes einer möglichen Steuerbarkeit von Wandel vornehmen zu können, soll nun in diesem Kapital der organisatorische Widerstand als weiterer, wichiger Einflussfaktor auf den Wandel erläutert werden.
Transformation stellt einen sehr risikoreichen Prozess dar, da Organisationen an sich eigentlich mit bleibendem Charakter entworfen werden.37 Neben Kräften die nach Veränderung streben, gibt es daher auch solche, welche zur Beharrung tendieren. Die Ursachen hierfür sind sowohl innerhalb der Organisation als auch außerhalb zu finden, und drücken das Verlangen der Individuen nach Sicherheit, Kontinuität und Stabilität aus.38 Dies wird als Konservativismus oder organisationale Trägheit bezeichnet.39
Bei den grundsätzliche Ursachen wird weiterhin ein Nicht-verändern-wollen und ein Nicht-Können unterschieden.40 Neben diesen eher personellen Aspekten kann es auch auf organisationaler und außerorganisationaler Ebene hemmende Einflussfaktoren geben. Existierende Strukturen auf physikalischer Ebene, wie Maschinen und Räumlichkeiten, aber auch exisiertene Organisations- und Informationswege schränken Veränderungen von Innen heraus ein.41 Außerhalb der Organisation kann Veränderung beispielsweise durch rechtliche Rahmenbedingungen, zur Verfügung stehendes Kapital oder technische Standards gehemmt werden.42 Diese Barrieren gilt es zu analysieren, zunächst einmal völlig unabhängig davon, ob man eine voluntaristische oder deterministische Sichtweise bezüglich einer möglichen Steuerbarkeit des Wandels einnimmt. Dieses Beharrungsvermögen von Organisationen bzw. das Ausbleiben von Veränderungen, auch als Strukturkonservativismus bezeichnet, wird häufig als Ursache des Scheiterns von Organisationen angesehen.43
Der Konservativisum erfüllt allerdings durchaus auch funktionale Aufgaben, indem er das Risiko reduziert, dass das Unternehmen lediglich Modeströmen folgt und durch die verzögernde Wirkung die Zeit und Notwendigkeit einer genaueren Analyse der einzelnen Wandlungsschritte ermöglicht.44 Weiterhin schafft Stabilität Verlässlichkeit und Berechenbarkeit, sowie Vertrauen.45
1. Einleitung / Problemdefinition: Das Kapitel führt in die aktuelle Relevanz des Wandels für Unternehmen ein und definiert das Ziel der Arbeit, das Spannungsfeld zwischen geplantem Wandel und Eigendynamik zu untersuchen.
2. Charakteristika des Wandels: Hier werden die Ursachen für Wandel sowie grundlegende Begriffe der Organisationstheorie erarbeitet, um ein gemeinsames Verständnis für die weitere Analyse zu schaffen.
3. Das Spannungsfeld im Rahmen des organisationalen Wandels: Dieser Hauptteil analysiert die Steuerbarkeit aus drei theoretischen Sichtweisen (voluntaristisch, deterministisch, Interaktionismus), betrachtet den organisationalen Widerstand und wendet verschiedene Wandlungsmodelle auf die Steuerbarkeitsproblematik an.
4. Abschließende Zusammenfassung: Die Ergebnisse werden synthetisiert, wobei festgestellt wird, dass eine pauschale Steuerbarkeit nicht existiert, sondern stark von der Betrachtungsebene (Makro vs. Mikro) abhängt.
Organisationaler Wandel, Steuerbarkeit, Management, Eigendynamik, Organisationstheorie, Voluntarismus, Determinismus, Interaktionismus, Organisationaler Widerstand, Strukturkonservativismus, Entwicklungsmodelle, Selektionsmodelle, Lernmodelle, Unternehmensführung, Wandlungsprozess.
Die Arbeit behandelt die Herausforderung, ob und wie Unternehmen ihre Wandlungsprozesse aktiv steuern können, statt nur auf externe Veränderungen zu reagieren.
Die Schwerpunkte liegen auf der Organisationstheorie, der Problematik der Steuerbarkeit von Wandlungsprozessen sowie der Rolle von Widerständen in Unternehmen.
Das Ziel ist die wissenschaftliche Analyse, inwieweit Wandel durch das Management geplant werden kann oder ob er einer autonomen Eigendynamik unterliegt.
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, bei der bestehende organisationswissenschaftliche Sichtweisen und Modelle (Entwicklungs-, Selektions- und Lernmodelle) miteinander verglichen und auf das Spannungsfeld der Steuerbarkeit angewendet werden.
Im Hauptteil werden zunächst die Sichtweisen auf Steuerbarkeit diskutiert, anschließend der organisationale Widerstand analysiert und schließlich drei Modellkategorien (Entwicklung, Selektion, Lernen) zur Erklärung des Wandels vorgestellt.
Wichtige Begriffe sind organisationaler Wandel, Steuerbarkeit, Eigendynamik, Strukturkonservativismus und verschiedene Modellkategorien der Organisationsforschung.
Intendierter Wandel ist ein beabsichtigter, durch das Management gesteuerter Prozess, während emergenter Wandel spontan und unvorhersehbar durch interne oder externe Impulse entsteht.
Der Begriff beschreibt das Beharrungsvermögen einer Organisation, das einerseits notwendige Veränderungen bremsen kann (Trägheit), andererseits aber auch Stabilität, Vertrauen und Berechenbarkeit für das Unternehmen schafft.
Der Autor schließt, dass es keine allgemein gültige Antwort gibt; während auf der Mikroebene (innerhalb der Organisation) Gestaltungsspielraum besteht, ist Wandel auf der Makroebene aufgrund komplexer Umweltzusammenhänge meist nicht zielgerichtet steuerbar.
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