Diplomarbeit, 2004
142 Seiten, Note: 1
Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung
1. Einleitung
2. Zur Definition des „Arbeiters“
3. Die ökonomische Situation in Österreich
3. 1. Die ersten Nachkriegsjahre bis zum Scheitern der ersten Koalition
3. 2. Die Wirtschaftslage in der Ersten Republik ab 1920 (und ihre Auswirkungen auf die Arbeiter)
4. Sozialgesetzgebung
5. Das „Rote Wien“
5. 1. Wirtschaftliche Situation und Politik 1918 – 1929
5. 2. Soziale Maßnahmen in Wien
5. 2. 1. Medizinische Versorgung
5. 2. 2. Familienberatung
5. 2. 3. Jugendfürsorge
5. 2. 4. Schulwesen
5. 2. 5. Erwachsenenfürsorge
5. 2. 5. 1. Offene Fürsorge
5. 2. 5. 2. Geschlossene Fürsorge
5. 2. 6. Sozialer/Kommunaler Wohnbau in Wien
5. 2. 6. 1. Die Ausgangssituation
5. 2. 6. 2. Wohnbau bis 1923
5. 2. 6. 3. Wohnbau ab 1923
5. 2. 6. 4. Gestaltung und architektonische Prinzipien
5. 2. 6. 5. Finanzielle Aspekte rund um den kommunalen Wohnbau – Vorteile für die Bewohner
5. 2. 6. 6. Beispiele für städtische Großprojekte
5. 2. 6. 7. Internationale Würdigung der sozialdemokratischen Verwaltung
5. 2. 6. 8. Bilanz und Meinungen
6. Lebensverhältnisse von Arbeitern
6. 1. Löhne
6. 1. 1. Die Lohnentwicklung in der Periode von 1918 bis 1929
6. 1. 2. Kurzer Vergleich mit der ökonomischen Lage anderer Schichten
6. 2. Wohnverhältnisse
6. 2. 1. Leid des Menschen unter seiner Wohnsituation
6. 2. 2. Die Bedeutung einer Wohnung für den Menschen
6. 2. 3. Wohntypen und –größen kurz vor dem Krieg und bis circa 1920
6. 2. 4. Wohntypen und –größen nach 1920
6. 2. 4. 1. Sonderfall Heimarbeiter(innen)
6. 2. 5. Schlafgelegenheiten
6. 2. 6. Mobiliar
6. 2. 7. Personenzahl im Haushalt
6. 2. 8. Mieterschutz
6. 3. Ernährung
6. 3. 1. Katastrophale Lage um 1918
6. 3. 2. Allgemeine Ernährungssituation der Arbeiterschaft in den 20ern
6. 3. 3. Untersuchung von 42 Arbeiterhaushalten im Jahre 1925
6. 3. 4. Besserung der Ernährungslage ab circa 1925
6. 3. 5. Der Alkoholkonsum
6. 4. Hygiene
6. 4. 1. Zur Hygiene generell
6. 4. 2. Körperhygiene
6. 4. 3. Abwasch und Wäschewaschen
6. 5. Kinder
6. 5. 1. Kinder als Geld/Nahrungsbeschaffer
6. 5. 2. Kinder als Hilfe im Haushalt
6. 6. Arbeitslosigkeit
6. 6. 1. Arbeitslosigkeit als Problem für den Staat
6. 6. 2. Gründe für die Arbeitslosigkeit in Österreich
6. 6. 3. Der arbeitslose Mensch
6. 6. 4. Staatliche Maßnahmen, die in Österreich für die Arbeitslosen ergriffen wurden
6. 6. 5. Überlebensstrategien
6. 6. 6. Elend durch Arbeitslosigkeit
6. 6. 7. Arbeitslosenrate in Wien
7. Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht die Lebensverhältnisse der Arbeiterschaft in Wien während der Zwischenkriegszeit (1918–1929), um zu verifizieren, ob eine Verbesserung der Lebenssituation stattgefunden hat. Im Zentrum steht die Analyse, inwiefern das „Rote Wien“ und seine sozialen Maßnahmen sowie staatliche Gesetzgebungen die prekäre Lage der Arbeiter beeinflusst haben, wobei insbesondere die ökonomische Entwicklung und das Wohnumfeld betrachtet werden.
6. 2. 4. Wohntypen und -größen nach 1920
Zu diesem – so wie den folgenden Kapiteln, die die Wohnverhältnisse in den 20ern beleuchten – möchte ich zuallererst eines bermerken: Die Errichtung der Gemeindebauten brachte unwidersprochen eindeutige Verbesserungen für die Wohnsituation der Arbeiterschaft. Wer also in den Genuss einer Gemeindebauwohnung kam, für den änderten sich die Wohnverhältnisse schlagartig zum Besseren. In diesem Rahmen ist es aber nicht meine Absicht, nochmals auf die einzelnen Vorteile des kommunalen Wohnbaus eingehen. An dieser Stelle sei auf das Kapitel Sozialer/Kommunaler Wohnbau“ verwiesen, welches dies detailliert behandelt und hervorhebt.252 Es werden lediglich in den Unterpunkten zum jeweiligen Thema kurze Vergleiche zur Situation im Gemeindebau gezogen bzw. erfolgen Verweise auf diese.
In den folgenden Unterpunkten will ich versuchen, der Frage nachzugehen, ob sich denn auch die Wohnsituation derer verbessert hat – also die Mehrheit der Arbeiterschaft ! – die noch immer in Kleinwohnungen und Zinshäusern ihr Leben fristen mussten.
1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage bezüglich der Lebensverhältnisse der Wiener Arbeiterschaft und deren potenzieller Verbesserung zwischen 1918 und 1929.
2. Zur Definition des „Arbeiters“: Erläuterung des Arbeiterbegriffs und Differenzierung innerhalb der Arbeiterschaft in vier verschiedene Typen.
3. Die ökonomische Situation in Österreich: Darstellung der wirtschaftlichen Herausforderungen und der Inflationsjahre sowie deren Auswirkungen auf die Arbeiterschaft.
4. Sozialgesetzgebung: Überblick über die umfassenden sozialen Reformen und Gesetze der frühen Ersten Republik.
5. Das „Rote Wien“: Untersuchung der sozialen Politik der sozialdemokratischen Stadtverwaltung, insbesondere im Gesundheits-, Fürsorge- und Wohnbauwesen.
6. Lebensverhältnisse von Arbeitern: Detaillierte Analyse der Lohnentwicklung, der Wohnsituation, der Ernährung, der Hygiene, der Rolle der Kinder sowie der Problematik der Arbeitslosigkeit.
7. Zusammenfassung: Synthese der Forschungsergebnisse und Bestätigung der These einer verbesserten Lebenssituation der Wiener Arbeiterschaft durch die Maßnahmen des „Roten Wien“.
Rotes Wien, Lebensverhältnisse, Wiener Arbeiterschaft, Zwischenkriegszeit, Kommunaler Wohnbau, Arbeitslosigkeit, Sozialpolitik, Julius Tandler, Hugo Breitner, Lohnentwicklung, Wohnungsnot, Ernährung, Gewerkschaften, Sozialdemokratie, Erste Republik.
Die Diplomarbeit untersucht, ob man von einem Wandel zum Besseren bei den Lebensverhältnissen der Wiener Arbeiterschaft im Zeitraum von 1918 bis 1929 sprechen kann.
Die Analyse konzentriert sich auf die Bereiche Löhne, Wohnverhältnisse, Ernährung, Hygiene, die Rolle der Kinder und die Auswirkungen der Arbeitslosigkeit.
Das Ziel ist die Verifizierung oder Falsifizierung einer angenommenen Verbesserung der Lebensqualität unter besonderer Berücksichtigung der sozialen Maßnahmen des „Roten Wien“.
Es handelt sich um eine historische Analyse, die Sekundärliteratur sowie zeitgenössische Biographien aus dem Archiv für die „Dokumentation lebensgeschichtlicher Aufzeichnungen“ kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung der ökonomischen Gesamtsituation, die Errungenschaften des „Roten Wien“ im Bereich Fürsorge und Wohnbau sowie eine detaillierte Untersuchung der täglichen Lebensumstände.
Wichtige Begriffe sind Rotes Wien, Lebensverhältnisse, Arbeiterschaft, Wohnbau, Arbeitslosigkeit, Sozialgesetzgebung und Reallohnentwicklung.
Das Jahr 1929 markiert das Ende der wirtschaftlichen Erholung und den Beginn der Weltwirtschaftskrise, die jegliche soziale Verbesserung zum Stillstand brachte oder gar revidierte.
Die Gemeindebauten boten durch moderne architektonische Standards wie fließendes Wasser, eigene Toiletten und Licht eine enorme Verbesserung gegenüber den hygienisch mangelhaften Zinskasernen.
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