Magisterarbeit, 2007
131 Seiten, Note: 1,7
Einleitung
Kapitel 1
1.1 Geographische Lage und Rahmendaten des Kongo
1.2 Historische Rahmendaten
1.2.1 Von der Kolonie zur Unabhängigkeit
1.2.2 Die drei Epochen der Ära Mobutu
1.3 Allgemeine Konfliktursachen in Afrika
1.3.1 die Patronage
1.3.2 Historische und neue Ursachen für Konflikte in Afrika
1.3.3 die aktuelle Gefährdungslage an den „Great Lakes“
Kapitel 2
2.1 Auswahl der Theorie
2.2 Eingrenzungen des untersuchten Rahmens
2.3 Die Theorie der „state failure“
2.3.1 Die politischen Güter
2.3.2 Die Unterscheidung von Staaten
2.3.2.1 Starke Staaten
2.3.2.2 Schwache Staaten
2.3.2.3 Failed states und ihre Steigerung
2.4 Indikatoren für „state failure“
2.5 Die Ziele dieser Theorie
Kapitel 3
Die Demokratische Republik Kongo zwischen 1997 und 2004
Vorbemerkungen
3.1 Der Zerfall des Staates von 1997 – 2003
3.1.1 Der Erste Kongo Krieg
3.1.2 15 Monate Frieden
3.1.3 Der Zweite Krieg
3.2 Die beteiligten Akteure
3.2.1 Die nationalen Akteure
3.2.2 Die internationalen Akteure
3.2.3 Die multinationalen Akteure
3.3 Die politischen Ziele der nationalen Akteure
3.4 Die politischen Ziele der internationalen Akteure
3.5 Die Mai Mai von Katanga
3.5.1 Die Provinz Katanga
3.5.2 Die Entstehung der Mai Mai in Nord-Katanga
3.5.3 Die MONUC Berichterstatter zur Rolle der Mai Mai
3.6 Die Ökonomie im Kongo Krieg
3.6.1 Die Ausgangssituation in der DRC Anfang der 1990er Jahre
3.6.2 Die ökonomischen Aspekte als Kriegsfolge und –funktion
3.6.3 Die ökonomischen Ziele der nationalen Akteure
3.6.4 Die ökonomischen Ziele der internationalen Akteure
Kapitel 4
4.1 Analyse
4.1.1 Die Ursachen
4.1.2 Die Analyse
4.1.3. die Ursachen des Staatszerfalls – Betrachtung und Kommentar
4.2 Fazit
Die Arbeit verfolgt das Ziel, den Zusammenhang zwischen Krieg, Ökonomie und Politik in Afrika am Beispiel der Demokratischen Republik Kongo zu untersuchen. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, ob die Demokratische Republik Kongo im Zeitraum zwischen 1997 und 2004 als „failed state“ im Sinne der Theorie von Robert I. Rotberg zu klassifizieren ist.
1.3.1 die Patronage
Der Begriff der Patronage wird vielfältig verwendet und mindestens ebenso divers sind die Definitionen, was genau nun Patronage sei. Da auch diese den Begriff an verschiedenen Stellen verwendet, bezieht sie sich, soweit möglich, auf die Arbeit von Roger Tangri und seinen Erklärungsansatz. Für ihn ist das System der Patronage nicht nur eine unterschwellige Beeinflussung von Regierungen, sondern auch eine prinzipielle Form der Einflussnahme auf die staatliche Wirtschaftspolitik seit den Tagen der Unabhängigkeit.
Grundlegend hierfür ist die Haltung der ehemaligen Kolonialherren, die Grenzen ohne Rücksicht auf bisherige Territorien oder Ethnien zogen. Die dadurch hervorgerufenen ethnischen und kulturellen Bindungen wurden von den Kolonien als administrative Unterteilung genutzt, mit der Folge, dass wirtschaftliche und soziale Bereiche in ihnen unterschiedlich starke Ausprägung fanden. Ferner machte man sich zu Nutze, dass in der präkolonialen Zeit lediglich kleine Gruppen die für westliche Systeme typischen Bevölkerungsschichten – Proletariat und Bürgertum – ausmachten, die Mehrheit der Einwohner waren Landwirte und Viehzüchter.
Aus diesen sowie weiteren Faktoren wie Bildung der Bevölkerung und Existenzdauer der Staaten, resultierte nach der Unabhängigkeit ein nahezu völliges Fehlen einer nationalen Identität.
Kapitel 1: Einführung in die geographischen und historischen Rahmenbedingungen des Kongo sowie in die allgemeine Problematik der Patronage und Konfliktursachen in Afrika.
Kapitel 2: Vorstellung des theoretischen Ansatzes von Robert I. Rotberg zum Thema „state failure“ und Definition der maßgeblichen Indikatoren für den Staatszerfall.
Kapitel 3: Detaillierte Darstellung des Konfliktgeschehens in der Demokratischen Republik Kongo von 1997 bis 2004, inklusive der Analyse der Akteure und der ökonomischen Strukturen.
Kapitel 4: Analyse der Ursachen für den Staatszerfall unter Anwendung der zuvor definierten Theorie sowie ein Fazit zur Anwendbarkeit des Modells auf den Kongo.
Demokratische Republik Kongo, Failed State, Staatszerfall, Patronage, Kongo-Krieg, Robert I. Rotberg, Mai Mai, Ressourcenkonflikt, Zentralafrika, Politik, Ökonomie, MONUC, Friedensprozess, Konfliktursachen, Bürgerkrieg.
Die Arbeit untersucht, inwiefern die Demokratische Republik Kongo im Zeitraum zwischen 1997 und 2004 als „failed state“ bezeichnet werden kann.
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretische Einordnung des Staatszerfalls, die Akteure im Kongo-Konflikt, die Rolle der Patronage sowie die ökonomischen Aspekte des Krieges.
Das primäre Ziel ist es, die Ereignisse im Kongo anhand der Theorie von Robert I. Rotberg zu klassifizieren und Erkenntnisse über die Ursachen und Auswirkungen des Konflikts abzuleiten.
Die Arbeit nutzt einen deskriptiven Ansatz, bei dem theoretische Annahmen über Staatszerfall auf eine konkrete Fallstudie (DR Kongo) angewendet werden, unterstützt durch Berichte internationaler Organisationen und Augenzeugenquellen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die chronologische Analyse der Kriege, die Untersuchung der beteiligten nationalen und internationalen Akteure sowie die Analyse ökonomischer Tätigkeiten.
Wichtige Schlüsselbegriffe sind Failed State, Patronage, Demokratische Republik Kongo, Ressourcenkonflikt, Kriegsökonomie und Staatszerfall.
Sie werden als ein wesentliches, wenn auch schwer kalkulierbares Element beschrieben, das sich primär zur Verteidigung lokaler Territorien formiert hat und oft in wechselnden Bündnissen agiert.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die DRC im untersuchten Zeitraum als „failed state“ zu klassifizieren ist, eine Einstufung als „collapsed state“ jedoch aufgrund noch vorhandener staatlicher Strukturen abzulehnen ist.
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