Bachelorarbeit, 2011
74 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Benachteiligte Jugendliche
2.1 Begriffsbestimmungen
2.1.1 Benachteiligung
2.1.2 Benachteiligtenförderung
2.2 Ursachen der Benachteiligung
2.2.1 Soziale Faktoren
2.2.2 Individuelle Faktoren
2.2.3 Marktbezogene Faktoren
2.3 Folgen für die Gesellschaft
3 Das Produktionsschulmodell
3.1 Historischer Rückblick
3.2 Vorbild Dänemark
3.2.1 Zielgruppe
3.2.2 Besonderheiten des Konzepts
3.3 Produktionsschulen in Deutschland
3.3.1 Rahmenbedingungen und Entwicklung
3.3.2 Definitionsversuch
3.4 Wann sind Produktionsschulen erfolgreich?
4 Produktionsschulen in Hamburg
4.1 Einführung und Entwicklung
4.2 Allgemeine Merkmale bestehender Einrichtungen
4.3 Produktionsschule Altona (PSA)
4.3.1 Besuch der Einrichtung
4.3.2 Konzeptionelle Merkmale
4.4 Kritik
5 Schlussbetrachtung und Ausblick
Die Arbeit untersucht das Modell der Produktionsschulen als eine Maßnahme zur Unterstützung benachteiligter Jugendlicher beim Übergang von der Schule in den ersten Arbeitsmarkt, mit einem spezifischen Fokus auf die Entwicklungen und Rahmenbedingungen in Hamburg.
3.2 Vorbild Dänemark
Der Anspruch, junge Menschen auf dem Weg in die Arbeitswelt zu unterstützen, ist in Dänemark als skandinavische Sozialstaatskonzeption besonders hoch. Hintergrund sind die Erfahrungen aus der Vergangenheit, in denen wirtschaftliche Einbrüche, hohe Jugendarbeitslosigkeit sowie Ausbildungsplatzmangel zu wesentlichen Problembereichen der Arbeitsmarktpolitik wurden. Mit Blick auf die Jugendarbeitslosenquote (Jugendliche im Alter von 15 bis 24 Jahre) lässt sich festhalten, dass Dänemark in den Jahren 2004 und 2005 mit 8,2 Prozent bzw. 8,6 Prozent den geringsten Anteil arbeitsloser junger Menschen in der Europäischen Union zu verzeichnen hatte. Auch in den Folgejahren bis 2008 blieb die Arbeitslosenquote der Jugendlichen in Dänemark unter acht Prozent und wurde EU-weit lediglich von den Niederlanden übertroffen. Dies symbolisiert, dass die Problemfelder auf eine wirkungsvolle Weise angegangen wurden und motiviert zu weiteren Erfolgen.
Ein Instrument, das diese Bestrebungen aufgreift und unterstützen soll, ist die Institution Produktionsschule. Die dänischen Einrichtungen „sind ein Bildungsangebot für Jugendliche mit dem vordergründigen Ziel, jeden einzelnen Teilnehmer zu befähigen, Verantwortung für seinen eigenen Lebensweg zu übernehmen, seine persönliche Entwicklung zu fördern und seine Chancen im Bildungssystem oder auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen“.
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die aktuelle Krise der Benachteiligtenförderung in Deutschland und leitet die Forschungsfrage sowie die Relevanz von Produktionsschulen ab.
2 Benachteiligte Jugendliche: Dieses Kapitel definiert Benachteiligung, analysiert ihre sozialen, individuellen und marktbezogenen Ursachen und beleuchtet die Folgen für die Gesellschaft.
3 Das Produktionsschulmodell: Es erfolgt eine historische Einordnung des Modells sowie eine detaillierte Betrachtung des dänischen Vorbilds und der spezifischen Situation in Deutschland.
4 Produktionsschulen in Hamburg: Dieses Kapitel fokussiert auf die Umsetzung der Produktionsschulidee in Hamburg, erläutert die Strukturen vor Ort und stellt die Produktionsschule Altona als Fallbeispiel vor.
5 Schlussbetrachtung und Ausblick: Abschließend werden die Ergebnisse zusammengefasst und die zukünftige bildungspolitische Bedeutung von Produktionsschulen im Kontext des demografischen Wandels diskutiert.
Produktionsschulen, Benachteiligte Jugendliche, Berufsvorbereitung, Übergangssystem, Hamburger Bildungsoffensive, Produktionsschule Altona, Arbeitsmarktintegration, Soziale Faktoren, Berufliche Qualifizierung, Jugendsozialarbeit, Ausbildungschancen, Praxislernen, Bildungsbiografie.
Die Arbeit analysiert das Konzept der Produktionsschulen als einen Ansatz zur Förderung benachteiligter Jugendlicher beim Übergang von der Schule in den Beruf.
Die Arbeit behandelt die Ursachen von Benachteiligung, die historische Genese von Produktionsschulen, das dänische Erfolgsmodell und dessen Übertragung auf deutsche Verhältnisse mit besonderem Fokus auf Hamburg.
Die Autorin zielt darauf ab, zu klären, welche Auswirkungen Produktionsschulen in Hamburg auf benachteiligte Jugendliche haben und ob sie erfolgreicher arbeiten können als andere Förderinstrumente.
Die Untersuchung basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer empirischen Ergänzung durch ein Experteninterview mit dem Leiter der Produktionsschule Altona.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die Darstellung der Produktionsschulmodelle (Dänemark vs. Deutschland) und eine detaillierte Analyse der Produktionsschullandschaft in Hamburg.
Kernbegriffe sind Produktionsschulen, soziale Benachteiligung, Übergangssystem, Berufsvorbereitung, Ausbildungschancen und Jugendsozialarbeit.
Die Autorin hat eine starke persönliche Verbundenheit zur Stadt Hamburg und analysiert die dortigen Maßnahmen, da Hamburg ein spezifisches Modell der Produktionsschulen aufgebaut hat.
Die Kombination aus einer authentischen Arbeitsatmosphäre unter realen Marktbedingungen und einer ganzheitlichen pädagogischen Betreuung wird als entscheidender Vorteil gegenüber anderen, oft simulierten Maßnahmen der Berufsvorbereitung hervorgehoben.
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